Archiv für die Kategorie ‘Uncategorized’

Bund der Steuerzahler zu George Soros

Gerne kommen wir dem Vorschlag des Bunds der Steuerzahler / TAE nach und veröffentlichen deren Abrechnung mit dem ESM-Befürworter George Soros:

„Stellungnahme

(24.04.2012) 

Bund der Steuerzahler in Bayern e. V.

Taxpayers Association of Europe 

zu

 George Soros

Süddeutsche Zeitung  13.04.2012: „Die Bundesbank zerstört den Euro“

Finanz und Wirtschaft 18.04.2012: „Europa steht vor langer Stagnationsphase“

Ein höchst durchsichtiges Unterfangen!

 Die Initiative von Georg Soros und seine „wohlgemeinten Ratschläge an die Deutschen“ sich ein neues Bewusstsein bzgl. der Euro-Rettung zuzulegen, muten einem intensiven Kenner der hier vorhandenen Problematik (www.stop-esm.org, www.target-2.de,  www.gold-action.de) geradezu abenteuerlich an.

Mit dem geplanten ESM-Vertrag würde Deutschland als Hauptgläubiger die Risiken für der-zeit geplant € 1 Billion Rettungsschirm übernehmen. Hinzu kommt die deutsche Beteiligung am internationalen Währungsfonds (IWF). Daneben hat die Bundesbank aktuell € 616  Mrd.  Target-Forderungen an die EZB aus nicht ausgeglichenen Zahlungen der Club-Med-Staaten. Diese nach breiter Meinung uneinbringlichen Forderungen steigen mit rasender Geschwindig-keit derzeit allein bei Target-2 mit einer monatlichen Erhöhung von ca. 40 Milliarden Euro. 

Dass sich hierbei die Engagements der internationalen Finanzjongleure, wie auch die der internationalen Rückversicherer (insbesondere Goldman Sachs), die über Jahre hinweg hervorragend an dubiosen Staatsanleihen der Club-Med-Staaten verdient haben, in erhebli-chem Maße verringern, verschweigt Soros bei seinen „wohlgemeinten Ratschlägen“.

Es ist ein unglaublicher Vorschlag, dass Länder, die in der Vergangenheit ihre Finanzen einigermaßen ordentlich geführt haben, nun ihr gesamtes Staatsvermögen sowie die Erspar-nisse ihrer Bürger, den Ländern zur Verfügung stellen sollen, die über Jahrzehnte unsolide gewirtschaftet haben. Die internationalen Profiteure hingegen könnten sich weitgehend verlustfrei aus der Verantwortung stehlen.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, wenn ausgerechnet Soros solche Vorschläge unterbreitet. Dass er darüber hinaus noch erwartet, dass auch in Zukunft das Geld von den soliden Ländern im Norden in die Krisenländer nach Süden fließen soll, spricht Bände. Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr!

Übrigens: seine Aufforderungen, die Deutschen mögen sich entscheiden, ob der Euro für sie noch zukunftsfähig ist und andernfalls aus dem Euro austreten, ist durchaus überlegenswert und wird von Prof. Hans-Olaf Henkel mit seinem „Nordeuro“ seit geraumer Zeit mit guten Gründen vorgeschlagen. Aber das gefiele George Soros sicher weniger!

Rolf von Hohenhau

(Präsident)

Bund der Steuerzahler in Bayern e. V.

Taxpayers Association of Europe“

Link zur Seite: Stop ESM und der Stellungnahme zu George Soros auf der Seite von Stop ESM.

Achtung: Der Mit-Initiator der Initiative Stop ESM, Peter Boehringer, wird auf unserer Demo am 5.5. in Stuttgart sprechen! Also: Auf zur Demo!

Info & Kontakt ADD (nicht Bund der Steuerzahler): aktion-direkte-demokratie@email.de.

Was will das ADD, wer ist das ADD…

Wir freuen uns, hier die neue Selbstbeschreibung des ADD zu veröffentlichen (Positionspapier ADD – Download):

Positionspapier ADD – Download

Vielen Dank dem Hauptautor Lothar und dem Meister der grafischen Gestaltung Leon. Wir denken, dass mit diesem Text besser verständlich wird, warum wir so entschieden für direkte Demokratie und gegen den ESM kämpfen. Es soll auch noch einmal unser Charakter als echtes Bürgerbündnis deutlich werden: Wir werden von keiner Partei, keinem Verein oder sonstigen Organisation finanziell unterstützt. Wir tragen uns ausschließlich aus dem Engagement und den Spenden unserer Bürger-Mitmacher.

Und um es noch einmal ganz klar zu sagen: Wir begrüßen politisches Engagement – auch in politischen Parteien. Unser Maßstab, um Parteien zu bewerten, ist aber deren Haltung für die direkte Demokratie und gegen die Euro-Diktatur. Wir unterstützen Parteien, Vereine und Organisationen, die diese Ziele teilen. Wir lehnen Parteien, Vereine und Organisationen ab, die die Ziele nicht teilen.

Kurzes Update zur Vereingründung: Der Antrag auf Anmeldung in das Vereinsregister liegt beim Registergericht. Die Anmeldung sollte in Kürze abgeschlossen sein.

Info & Kontakt: aktion-direkte-demokratie@email.de.

„Keine Krise der Demokratie also, sondern die Abschaffung der Demokratie…“

Sagen nicht (nur) wir, sondern der Deutschlandfunk.

Gestern haben wir auf die Sendung des Deutschlandsfunks „Der ökonomische Putsch oder was hinter den Finanzkrisen steckt“ hingewiesen (Link zum Beitrag des DLF). Einer unserer Leser hat diese Sendung nicht nur angehört. Er hält sie für mit das Beste, was jemals zu dem Thema gesagt wurde. Er schrieb uns: „Falls Sie aber tatsächlich ebenfalls erkennen sollten, wie bedeutend und alleinstehend Roman Herzogs Beitrag ist, wäre ich sehr dankbar für tatkräftige Verbreitung des Ihnen hiermit überlassenen Manuskriptes.“

Wir denken, dass diese Mitschrift der Sendung auf jeden Fall veröffentlicht werden sollte. Hier ein paar willkürlich ausgewählte Zitate:

Das System ist in sich verbrecherisch, weil wertezerstörend und nicht, was die Volkswirtschaft eigentlich soll, werteschaffend.“ Bernd Schünemann

Die Gefahr, so der Tenor der Medien und Regierungspolitiker, scheint nicht von der Finanzwelt oder der Wirtschaft auszugehen, sondern von der Bevölkerung, der Basis der Demokratie.“ Edzard Reuter

Keine Krise der Demokratie also, sondern die Abschaffung der Demokratie, das ist das erste Zwischenergebnis der Finanzkrise 2011/2012, dem zweiten Kapitel der Schuldenkrise der Banken, die 2007 begann.“ Sprecherin

Wow. Wir hätten es nicht besser sagen können!

Die Mitschrift umfasst 13 Seiten. Wir sagen dem Mitschreiber: Herzlichen Dank für diese Mühe! Und dem Redakteur des Deutschlandfunks: Respekt und Danke für diese wertvolle, aufrichtige Arbeit!

Hier der Link zum Text: Der oekonomische Putsch.

Hier der Link zum Beitrag des Deutschlandsfunks.

Info & Kontakt: aktion-direkte-demokratie@email.de.

FDP: Was zu Dir zu sagen ist…

Zunächst und als erstes wieder einmal Danke an Radio Utopie, das die wichtigen Dinge erkennt und zur Sprache bringt. Im vorliegenden Fall das Verhältnis der FDP zu den Vereinigten Staaten von Europa (Link). Aus dem Grundsatzprogramm der FDP nach radio-utopie zwei zentrale Zitate:

Wir wollen die europäische Einigung vertiefen und eine politische Union schaffen. Dabei setzen wir auf starke europäische Institutionen.“

„Am Ende dieser Entwicklung sollte ein durch Volksabstimmungen in den Mitgliedstaaten legitimierter europäischer Bundesstaat stehen.“

Wir sind inzwischen extrem vorsichtig bei allen Texten der EU- und Euro-Antidemokraten. Nur deshalb wahrscheinlich ist uns der entscheidende Punkt aufgefallen, der sogar radio-utopie entgeht: Die drei kleinen Worte „Am Ende…„. Und „sollte„.

„Am Ende“

„Sollte“

Man muss diese Worte genau bedenken und was sie bedeuten. Sie bedeuten, dass die FDP sich legitimiert sieht, die Bundesrepublik Deutschland abzuschaffen, faktisch die Vereinigten Staaten von Europa zu schaffen und dann, nachdem die Vereinigten Staaten geschaffen wurden, das Volk VIELLEICHT zu befragen, ob es das denn überhaupt will.

??!??!?!

Wir sehen hier wieder die gleiche Handschrift wie bei Gauck: Üble Trickserei mit Worten. Und eine völliger Mangel an demokratischem Geist: Unter Punkt 89 versteckt im Parteiprogramm, verklausuriert so dass man es genaustens lesen muss, steht der wichtigste Programmpunkt dieser Partei: Die FDP will die Bundesrepublik abschaffen. Die FDP wird die Bürger NICHT zuerst fragen, ob sie das überhaupt wollen. Sie wird sie VIELLEICHT fragen, wenn schon alles entschieden ist.

Für uns als echte Demokraten ist klar: Die Bürger MÜSSEN zuerst gefragt werden, ob sie die Bundesrepublik auflösen, das Grundgesetz als Grundgesetz abschaffen und sich einer europäischen Staatlichkeit unterwerfen wollen. Danach erst darf daran gegangen werden, diesen Bundesstaat aufzubauen, nachdem die Bürger erklärt haben, dass sie ihn wollen. Und ein Volksentscheid, in einer so wichtigen Frage, der wichtigsten politischen überhaupt, ist keine Frage des Ermessens. Sie ist notwendige Pflicht.

Und an Frank Schäffler richten wir die Frage: Wie können Sie in dieser Partei verbleiben? Warum schaffen Sie nicht endlich gemeinsam mit anderen eine echte politische Alternative zum herrschenden Geist der Antidemokratur? Herr Schäffler: Sie scheitern an der Verantwortung, die sie selbst auf sich genommen haben!

Wir jedenfalls demonstrieren! Machen Sie mit!

Info & Kontakt: aktion-direkte-demokratie@email.de.

Veranstaltungshinweis Karlsruhe

Die Initiative „Bürger für den Frieden“ organisiert am 25. April eine interessante Veranstaltung in Karlsruhe. Es handelt sich nicht um eine Veranstaltung des ADD, aber gerne kommen wir der Bitte der Veranstalter nach und veröffentlichen hier die Einladung: 

„Keine Angst vor dem Staatsbankrott

Täglich erreichen uns neue Hiobsbotschaften bezüglich der Eurorettungsmaßnahmen. In einer dpa Meldung vom 25.03. 2012 wird berichtet, dass Merkel und Schäuble die vom Bundestag beschlossene Deckelung der deutschen Euro – Rettungsgarantien von 211 Milliarden € auf bis zu 400 Milliarden € anheben wollen: ein weiterer Meilenstein im Lügengebäude um den ESM. Hinzu kommt, dass die gesamte Rettung niemals die Menschen rettet, sondern lediglich die Verursacher der Misere. Nach Inanspruchnahme von Rettungsgeldern aus dem EFSF oder dem späteren ESM geht es der Bevölkerung unter den Knechtschaft – Verträgen aus Brüssel erst richtig schlecht. In Griechenland leiden inzwischen viele Kinder derart an Hunger, dass sie in der Schule vor Schwäche einschlafen. Eine solche Entwicklung der sozialen Verelendung  wäre auch hier unter anderem die Folge, wenn der ESM nicht gestoppt wird. Dass der eingeschlagene Weg der Euro- Rettungsmaßnahmen ein Irrweg ist, scheinen immer mehr Menschen zu sehen. Das zeigt sich auch an der immer geringer werdenden Zustimmung im Bundes-tag. Um den Wahnsinn jedoch voran zu treiben, wird allerorts die Angst vor einem EURO – Zusammenbruch geschürt und welche unvorhersehbaren Folgen dies  für jeden haben könnte. Der Referent unserer nächsten Veranstaltung wird durch umfassende Informationen diese Gespenster verscheuchen und bestehende Fragen klären.

Keine Angst vorm Staatsbankrott

Diskussionsveranstaltung mit:

Wolfgang Eschenbacher, Makroökonom

Mittwoch, 25. April 2012, 20 Uhr

Pyramidensaal  im Hotel Eden,

Bahnhofsstr. 15, 76137 Karlsruhe

Herr Eschenbacher war Jahre lang für eine einflussreiche deutsche Bank national und inter-national tätig. Er hat fundierte Kenntnisse der ökonomischen und politischen Abläufe. Es ist ihm, so wie auch uns, ein großes Anliegen, dass die Menschen durch die Habgier und Machenschaften der wirtschaftlichen Riesen keinen Schaden nehmen und sich in Europa die sozialen Unruhen nicht zu einem Flächenbrand ausweiten. Zusammen mit Kollegen betreibt er den volkswirtschaftlich ausgerichteten Blog http://www.fortunanetz.de und das entsprechende Forum http://fortunanetz-forum.xobor.de/.

 Wir laden Sie herzlich zu dieser Diskussionsveranstaltung persönlich ein.

Gerne können Sie interessierte Freunde und Bekannte mitbringen.“  

Im übrigen gilt natürlich: Auf zur Demo in Stuttgart, am 5.5., ab 11.55h, Großer Schlossplatz!

 Info & Kontakt: aktion-direkte-demokratie@email.de.

Der ökonomische Putsch oder was hinter den Finanzkrisen steckt

Ein Roman Herzog vom Deutschlandfunk (welch ein passender Zufall, dieser Name des ex-BVerfG- und Bundespräsidenten, der diesen ganzen Wahnsinn an vorderster Stelle mitzuverantworten hat), hat diese Sendung produziert:

„Der ökonomische Putsch oder was hinter den Finanzkrisen steckt“ (Link)

Zitat aus der Beschreibung: „Zum Vorschein kommt dabei ein Machtergreifungsmodell, das Politik, Gesellschaft und Individuen seit Jahrzehnten formt und konditioniert, ein ökonomischer Putsch, der heute den militärischen coup d’état abgelöst und eine globale Disziplinierung geschaffen hat.“

Hola. Hat da jemand was begriffen?

Wir haben den Beitrag leider nicht angehört, aber uns würde die Meinung unserer Leser interessieren, die sich die Zeit genommen haben.

Info & Kontakt: aktion-direkte-demokratie@email.de.

Gauck in Baden-Württemberg

Eigentlich haben wir zu Gauck alles gesagt, was da zu sagen ist. Beim Blick in die heutige Zeitung jedoch lief zumindest einem von uns noch einmal die sprichwörtliche Galle über.

Gauck hat Baden-Württemberg einen Antrittsbesuch abgestattet.

Und Gauck sagt, er habe „Sorge über Fremdeln mit repräsentativer Demokratie„.

Sorgen.

Fremdeln.

Was wir hier nun zum zweiten Mal feststellen, ist die polemische Listigkeit, mit der Gauck arbeitet. Man bemerkt, dass er gut geschult ist im Umgang mit Worten. Sehr, sehr gut geschult.

„Fremdeln“.

Ein Kind fremdelt.

Es „fremdelt“, weil es die Welt noch nicht kennt.

Weil es noch zu klein und unerfahren ist.

Weil es die Führung der Erwachsenen braucht.

Und die Meinungen von Kindern, die fremdeln, braucht man nun wirklich nicht ernst zu nehmen.

Nun, wir fremdeln nicht. Wir haben Argumente. Und wir haben nichts gegen repräsentative Demokratie, solange sie in die direkte Demokratie eingebettet ist. Und dies ist mit dem Grundgesetz mehr als nur vereinbar, das ist – so lesen zumindest wir das Grundgesetz – geradezu in ihm angelegt.

Info & Kontakt: aktion-direkte-demokratie@email.de.

Piraten und ESM

Die Piratenpartei ist aller Munde. Nun, uns interessiert die Gretchenfrage: Wie hält es die Piratenpartei mit dem ESM?

Für die Antwort verweisen wir auf eine gewohnt exzellente Analyse von radio-utopie.de. Der zentrale Satz lautet:

„Die Piratenpartei Nordrhein-Westfalen lehnt, als erster Landesverband der Piraten und (bisher) im Gegensatz zur Bundespartei, die kommende Unterschrift des Bundestages unter das Ermächtigungsgesetz zur Installation der internationalen Finanzkontrollorganisation “Europäischer Stabilisierungsmechanismus” ESM ab.“

Nun, liebe Piraten in den anderen Bundesländern, habt Mut, den Mutigen aus NRW zu folgen! Das fänden wir großartig!

Info & Kontakt: aktion-direkte-demokratie@email.de.

Die Eurokrise ist eine fundamentale Demokratie- und Ideologiekrise.

Viel wurde schon über die Eurokrise geschrieben: Sie sei eine Bankenkrise, eine Griechenlandkrise, eine Irlandkrise, eine Staatsschuldenkrise, eine Zahlungsbilanzkrise und noch manch anderes mehr.

Tatsächlich ist die Eurokrise unserer Meinung nach Zeichen einer fundamentalen Demokratie- und Staatskrise. Die diversen Krisenerscheinungen sind auf eine gemeinsame Ursache zurückzuführen: Das Scheitern einer Ideologie an der Wirklichkeit.

Wie kommen wir zu dieser Aussage?

1. Alle oben genannten Krisenerscheinungen sind von Menschen gemachte Krisen. Sie haben keine natürliche Ursache wie ein Erdbeben oder einen Kometeneinschlag. Sie sind direkte Folge der sozialen Gestaltung der Gesellschaft. Die Krise war keine Notwendigkeit, sondern Ergebnis der von Menschen gemachten Entscheidungen der Vergangenheit. Wenn die Banken anders reguliert gewesen wären, wenn es keinen Euro gegeben hätte usw. dann gäbe es die heutige große Krise nicht. Vielleicht gäbe es andere Krisen, aber es gäbe jedenfalls nicht diese große Krise.

2. Wenn die Ursache der Krise die von Menschen gemachten Entscheidungen sind, so muss man fragen, was diese ausmacht, wodurch sie sich kennzeichnen. Hier nun sehen wir, dass alle Entscheidungen im deutschen, europäischen und westlichen System der Staatsorganisation NICHT direkt vom Volk getroffen werden. Die Abkoppelung vom unmittelbaren Willen des Volkes ist gemeinsames Merkmal aller westlichen Staaten. Diese Abkoppelung vom unmittelbaren Willen des Volkes ist in verschiedenen Staaten unterschiedlich stark ausgeprägt. In Deutschland ist sie zum Beispiel besonders stark, da weder Kanzler, noch Minister, noch Bundespräsident, noch Bundestagspräsident, noch Verfassungsrichter direkt vom Volk gewählt , gescheige denn wichtige Gesetze oder selbst das Grundgesetz vom Volk selbst beschlossen werden. Noch stärker gilt dies auf Ebene der EU und der Eurozone, die notwendig gar keine echten Demokratien sein können, die sich zum Teil sogar explizit zur Gänze über Recht und Gesetz stellen.

3. Letztlich basiert das westliche Modell auf Expertenentscheidungen. Der unmittelbare Wille des Volkes ist nur eine Randbedingung, die nicht ganz verloren gehen darf. Entscheidend im realen Geschäft ist aber der Diskurs unter „Experten“, seien es Minister in Brüssel, Parlamentarier in Berlin, Banker und Lobbyisten überall, Fachgremien hier und da. Die Expertengremien entscheiden über die Menschen. Und zwar ohne dass diese selbst die Entscheidung in die Hand nehmen könnten, ohne Möglichkeit, einen unmittelbaren Entscheid der Bürger zu erzwingen.

4. Dieses Grundproblem wird in Deutschland noch deutlich verstärkt durch die gnadenlose EU-Heilslehre, der sich niemand in den Weg stellen darf. Die „Experten“ in Staat, Wirtschaft und Justiz haben beschlossen, dass wir, das Volk, in der EU aufgehen sollen, aufgehen müssen. Und die Begründungen dafür sind so wortreich und vielfältig, wie sie eben nur von hochbezahlten Experten formuliert werden können. Man kann die herrschende Meinung in Deutschland nur noch mit einem quasi-religiösen Glaubensbekenntnis vergleichen. Wer den rechten Glauben nicht bekennt, ist Feind, ist Häretiker, ist kein Experte mehr und wird gnadenlos ausgeschlossen.

5. Entwicklungen wie die EU, der Euro usw., aber auch unsere innerstaatlichen Probleme (und diese sind zahlreich!) sind nur verständlich als Ausdruck der Loslösung sozialer Entscheidungen vom Wollen der Menschen. Und genau hierin liegt der gemeinsame Nenner aller Probleme: Jedes Expertengremium trifft seine Entscheidungen – und wundert sich dann, dass im Ganzen Alles scheitert.

Die Eliten haben den Geist der Demokratie verloren. Sie glauben im Kern nicht an die Menschen als bestes Entscheidungskriterium. Sie glauben im Kern, dass Experten entscheiden sollen und die Menschen gehorchen.

Und sie sind überrascht, dass dieses Modell scheitert.

Für uns, das ADD, ist klar: Freiheit, Wohlergehen und soziales Miteinander gehen Hand in Hand. Wer den Glauben an die Menschen verloren hat, der wird Wohlergehen vernichten, soziale Spaltung erzeugen und letztlich (auch das wird noch kommen, wenn die Dinge so weiterlaufen) Menschenleben opfern.

Vertrauen in die Menschen, das ist worum es wirklich geht.

Es ist nie moralisch richtig, wenn Andere für einen Menschen Entscheidungen treffen, obwohl dieser sie selbst treffen könnte! Es ist nie moralisch richtig, wenn Experten für ein Volk oder die Menschheit Entscheidungen treffen, obwohl das Volk selbst diese Entscheidung treffen könnte. Denn der Mensch selbst, das Volk selbst, die Menschheit selbst, muss die Last der Entscheidung tragen – im Guten, wie im Bösen – und soll deshalb selbst die Entscheidung treffen.

Die repräsentative Demokratie ist entstanden aus den Bedingungen des 17. Jahrhunderts. Sie war die damals mögliche Umsetzung der Idee der Demokratie, der Idee, das Wollen der Menschen zum Maß von Entscheidungen zu machen. An ihr heute noch festzuhalten, ist so, als ob man mit einem Pferd auf der Autobahn reitet. Die Idee der Demokratie bedeutet heute, im Zeitalter von Internet und grenzenloser Kommunikation, direkte Demokratie. Die direkte Demokratie entspricht der sozialen Realität und der zeitlosen Idee, dass soziale Entscheidungen durch die betroffenen Menschen selbst getroffen werden sollen.

Die Staats- und Demokratiekrise, die wir heute erleben, ist die Aufforderung der Geschichte an die Menschen diesen nächsten Schritt der politischen und sozialen Selbstverwirklichung zu gehen. Wenn wir diesen Schritt nicht mutig und offenen Herzens gehen, werden wir, als Individuen und als Gesellschaft scheitern. Und das ist richtig so. Die Eurokrise ist nur ein Schritt oder vielleicht der Abschluss in diesem Prozess des moralischen und ideologischen Scheiterns. Die Gefahr für uns liegt eben nicht in den Diktaturen des Ostens oder des Südens. Die Gefahr für uns liegt in uns selbst. In unserer Feigheit, das offensichtlich Richtige nicht sehen zu wollen, nicht danach zu handeln. 

Haben wir Vertrauen in die Menschen. Nicht als Platitüde für Sonntagsreden, sondern als echter Maßstab der gesellschaftlichen Organisation des Staates. Dann werden Wohlergehen und soziales Miteinander folgen.

In diesem Sinne: Auf zur Demonstration in Stuttgart, am Samstag, den 5. Mai, ab 11.55 h, Großer Schloßplatz!

Info & Kontakt: aktion-direkte-demokratie@email.de.

ESM-Südkongreß am 2. Mai in München mit Prof. Hans-Herbert v. Arnim

Hier der Hinweis auf eine interessante Veranstaltung der Zivilen Koalition am 2.5. in München:

Einladung zum Südkongress am 2.5. in München mit Prof. Hans-Herbert von Arnim u.a.: „ESM-Vertrag – Der Weg in die Schulden und Inflationsunion? Entdemokratisierung Europas?“

Die Uhr tickt! Am 25. Mai 2012 soll der Bundestag den zeitlich und der Höhe nach unbegrenzten Euro-„Rettungsschirm“ absegnen. Der ESM hat weiterhin den direkten Zugriff auf die deutschen Steuereinnahmen, darf dank Banklizenz über die EZB Geld drucken, ist keinem Parlament zur Rechenschaft verpflichtet und alle Verantwortlichen genießen volle Immunität

„Die Welt“ bringt es auf den Punkt: Der ESM ist eine „krude Mischung zwischen hochspekulativen Hedgefonds und Mega-Staatsfonds“. Durch diesen sog. „Rettungsschirm“ spekulieren  die Kanzlerin und ihr Finanzminister mit dem Wohlstand Deutschlands, also mit unseren Einkommen und Renten, unserer Freiheit und der Zukunft unserer Kinder. …

Die CSU könnte den ESM im Bundestag blockieren. Im Rahmen unserer gezielten CSU-Bayern-Kampagne veranstalten wir am 02.05.2012 in München unseren Südkongreß zum Thema „ESM-Vertrag – Der Weg in die Schulden und Inflationsunion? Entdemokratisierung Europas?“ Als Referenten treten der CSU-Bundestagsabgeordnete Thomas Silberhorn, der bekannte Staatsrechtler Prof. Hans Herbert von Arnim und Hubert Aiwanger, Vorsitzender der Freien Wähler auf. 

–> Melden Sie sich für unseren Südkongreß hier an. (Eintritt frei, Spenden erbeten). Wegen begrenzter Plätze wird kurzfristige Anmeldung empfohlen. (Bei unserem letzten ESM-Kongress … konnten die letzten Anmeldungen nicht mehr berücksichtigt werden…).

Ich freue mich, Sie in München zu sehen!

Mit freundlichen Grüßen Ihre

Beatrix von Storch“

Info & Kontakt: aktion-direkte-demokratie@email.de.

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