Wir glauben, obwohl es absurd ist…
Das Engagement für die Demokratie, gegen den Euro-Rettungswahnsinn und die aufziehende Euro-Diktatur ist mühsam und die Enttäuschungen sind so häufig wie Beschlüsse des Bundestages oder Urteile des Bundesverfassungsgerichts. Wir, die wir die Dinge verstanden haben, wissen, dass wir seit mindestens zwei Jahren Zeugen der eiskalten Exekution eines politischen Masterplans sind: Der Etablierung einer überstaatlichen, neo-feudalen Euro-Zentralgewalt, die angesichts der Vielsprachigkeit (im wörtlichen wie im übertragenen Sinne) Europas nur als Diktatur realisiert werden kann.
Wer verstanden hat, dass es WIRKLICH um die Abschaffung der Demokratie, den Aufbau neo-feudaler Machtstrukturen geht, der steht völlig fassungslos vor dem Versagen unserer staatlichen Institutionen, zuvorderst dem Versagen des Bundesverfassungsgerichts (bisher) und des Bundestages.
Wer verstanden hat, dass es wirklich um die Abschaffung der Demokratie, den Aufbau neo-feudaler Machtstrukturen geht, der steht ebenso fassungslos vor der Blauäugigkeit der meisten Mitbürger, die wie im Trance den Tönen der Euro-Rattenfänger folgen. Denen eingehämmert wurde und wird, dass „für“ Europa sein bedeutet, für totalitäre Machtstrukturen sein zu müssen…
Grob geschätzt gehen wir davon aus, dass vielleicht 100.000 Bundesbürger bereit zum friedlichen, aktiven Widerstand gegen die Euro-Diktatur sind. 100.000 Menschen haben verstanden, dass es nicht um ein beliebiges politisches Thema geht, sondern um die Existenzfrage der Demokratie und der Bürgergesellschaft an sich.
Das heißt aber auch, 82 Mio. Bürger haben es noch nicht. 82 Mio. lehnen sich noch behaglich in ihren Sesseln zurück, gucken Jauch oder Frauentausch, lesen die Manipulationen vom Spiegel oder ihrer Tageszeitung, haben vielleicht ein ungutes Gefühl angesichts des Euro-Wahnsinns, tun aber (noch) nichts.
Und das in einer Situation des kalten antidemokratischen Staatsputsches.
Angesichts dieser Lage, angesichts der emotionalen und realen Kosten des Widerstands könnte man fragen: Wozu eigentlich das Alles? Warum sich aufreiben, wenn 98% der Menschen den Hintern nicht hochbekommen um ihre elementaren Existenzgrundlagen zu verteidigen? Warum sich nicht zurückziehen und nur die eigenen Vorbereitungen treffen?
Ja, warum?
Weil wir Menschen sind.
Weil wir aufhören Menschen zu sein, wenn wir nicht mehr unserem eigenen Urteil folgen.
Weil wir unsere Würde als Personen erhalten, indem wir öffentlich als freie Menschen zu freien Menschen sprechen, wenn wir im Diskurs untereinander herausarbeiten, was wir für richtig halten.
Weil die Alternative zum Protest die Sprachlosigkeit ist. Die Anpassung nicht nur an die Notwendigkeiten des täglichen Lebens, sondern die Unterwerfung unter eine feudale Ideologie. Solange wir leben, können wir Widerstand ausüben. Diese Freiheit der Wahl ist es, die uns zu Menschen macht.
Und deshalb bleiben wir dabei: Wir weichen nicht. Wir erheben unsere Stimmen: „Ja zum Grundgesetz! Ja zur direkten Demokratie! Stopp ESM!“.
Und deshalb gehen wir am Samstag, den 8.9. wieder in Karlsruhe auf die Straße. Weil wir Menschen sind und unsere Würde verteidigen.
Dabei wissen wir wohl, dass unser Protest angesichts der untätigen Mitbürger und eines antidemokratischen Bundestages und eines pflichtvergessenen Bundesverfassungsgerichts ebenso heroisch wie nahezu aussichtslos ist. Aber auch wenn wir nur eine einzige Chance aus 100.000 hätten, ein Urteil gegen den ESM mitzubewirken, so ist unser Protest notwendig und zwingend. Denn wir wahren dadurch unsere eigene Identität als mündige Bürger.
In die Finsternis der Euro-Diktatur setzen wir unser Licht der Hoffnung.
Der Hoffnung auf ein Wiederauferstehen der Republik.
Der Hoffnung, dass die Demokratie und die Rechtsstaatlichkeit am Ende den Euro-Feudalismus und das gegenwärtige Unrechtsregime überwinden.
Das Bundesverfassungsgericht wird den ESM wohl durchwinken. Mit ein paar „Aber“. Doch wir glauben, obwohl es absurd ist, an eine bessere Welt. Wir glauben, immer wieder auf’s Neue und obwohl es absurd ist, an ein richtiges Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Und indem wir diesen Glauben bewahren, bleiben wir Menschen, sind wir noch keine entseelten Roboter, Zins- und Steuerbienen zum Profit der Nomenklatura.
Auf zur Demo.
Info & Kontakt: Kontakt@aktionsbuendnis-direkte-demokratie.de.





