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Deutsche Medien… und die Wahl in Italien

Wenn es nicht so ernst wäre, wenn es nicht um unsere wirtschaftliche, politische und rechtliche Existenz ginge, man könnte es zum Lachen finden. „Unsere“ Massenmedien. „Unsere“ privat-staatliche Herrschaftsmedien…

Die Wahl in Italien war eine klare Abrechnung mit der EU, mit dem Euro und auch mit Rolle der Berliner Politik bei der Errichtung der Euro-Diktatur. Die Systemmedien stellten das „Movimento“ noch vor kurzem so dar (Link):

„Der „Clown“

Mit „Clown“ ist Beppe Grillo gemeint, seines Zeichens Komiker, Schauspieler und erfolgreichster Blogger Italiens. Grillo versteht sich selbst als Anführer einer Protestbewegung gegen die etablierte Politik. Sein „Movimento 5 Stelle“ („Fünf-Sterne-Bewegung“) vertritt die erwartbaren Standpunkte: Die Forderungen beinhalten Freiheit und Transparenz in Sachen Informationspolitik, sozialere Wirtschaftspolitik, Stärkung der direkten Demokratie und kostenlosen Zugang zum Gesundheits- und Bildungssystem. Über allem schwebt aber eine deutliche anti-europäische Grundeinstellung. Italiens Mitgliedschaft in der Währungsunion hält Grillos Partei für ein großes Übel. Obwohl die Bewegung wohl keinerlei Siegchance hat, wird sie mit Sicherheit eine große Anti-Euro-Fraktion im Parlament bilden.“

„Keine Siegchance“.

 Nun ja, wie gesagt, es wäre zum Lachen, wenn es nicht so ernst wäre.
 

Realität ist, dass das „Movimento“ die größte Einzelpartei geworden ist. Berlusconi und Bersani haben nur deshalb mehr Stimmen für sich, weil sie Bündnisse mehrerer Parteien geschaffen haben. Die größte Partei Italiens ist das „Movimento“. Ende der Durchsage.

Hinzukommt, dass die drittgrößte Partei, jene Berlusconis, ebenfalls gegen den Euro und gegen die EU die Wahl gewonnen hat.

Witzig ist jetzt, welchen Spin die deutschen Herrschaftsmedien nun der Realität geben (Link, Link) und wie die gleiche Leier wie von Geisterhand gesteuert die Berichte durchzieht:

1. In Italien war schon immer Chaos, also Alles nicht so schlimm.

2. Jetzt haben die Bürger aber echt mal genug und fordern „Erneuerung“ oder sind gegen den „Muff“.

3. Berlusconi „bashing“, weil der ist ja so böse, böse, böse.

4. Möglichst wenig Auseinandersetzung mit dem „Movimento“, wenn überhaupt, dann abqualifizierend, ohne Respekt vor dem riesigen demokratischen Wahlerfolg.

5. Keine konkrete Aussage über das Wahlergebnis und wie sehr Monti, Bersani und die Euro-Diktatoren verloren haben.

 6. Kein Wort über die EU oder den Euro.

Umprogrammierung, nennt man sowas. Die Realität wird umprogrammiert. Die unterschwellige, eigentliche Botschaft ist: Das Wahlergebnis hat nichts mit der EU und dem Euro zu tun. Das „Movimento“ ist bestenfalls eine Protestbewegung gegen ein jahrzehntealtes Problem und hat also nichts mit der EU und dem Euro zu tun. Zuletzt: Alles normal, Italien wird in Kürze wieder Italien sein und alles wird wie gehabt weitergehen – also die EU und der Euro werden nicht in Frage gestellt.

Die deutschen Medien sind ekelhaft. Ekelhaft. Man kann es nicht anders sagen. Wie „Journalisten“ in so etwas noch mitmachen können, ist nicht zu verstehen. Kein Geld der Welt kann dieses komplette professionelle und moralische Versagen rechtfertigen. Keines.

Man kann nur hoffen, dass dieser ganze mediale Mist endlich den Weg in die Pleite findet. Dass Handelsblatt, Web.de & Co. endlich einfach Pleite gehen.

 

ADD: Für neue Medien!

PS: Der siebte Schritt wird dann übrigens Todschweigen sein. Italien? Gibt’s einfach nicht mehr.

Italien: Götterdämmerung für die Eliten

Manchmal  findet man Artikel, die alles Wichtige zu einer Sache sagen, was zu sagen ist. So ein Artikel ist heute auf den Deutschen Wirtschaftsnachrichten erschienen (Link). Da kann  man nichts mehr hinzufügen, nur verlinken und zum lesen auffordern. Hier Auszüge:

„Italien-Wahl: Götterdämmerung für die Eliten in Rom und Brüssel

In Italien hat mehr als die Hälfte der Wähler für euro-kritische Parteien gestimmt. Die Konsequenzen für die EU werden weitreichend sein: Die Völker Europas wollen sich nicht mehr dem demokratisch in keiner Weise legitimierten Diktat aus Brüssel unterwerfen. Das Problem für die EU in ihrer gegenwärtigen Form: Im Grunde kann sie nur so weiterbestehen, wenn sie die Demokratie in den Nationalstaaten abschafft.

Berlusconi und die M5S haben über 50 Prozent der Wähler auf ihre Seite gebracht. Diese Wähler haben gegen die bedingungslose Unterwerfung der italienischen Nation unter das Diktat von Brüssel gestimmt. Der EU-Gefolgsmann Mario Monti musste dagegen mit 10 Prozent eine beschämende Niederlage einstecken (mehr hier).

Die deutschen Medien-Eliten reagierten fassungslos: Die Süddeutsche preist Monti als den Inbegriff der Nobelesse und diffamiert die Wahlsieger und unterstellt: „Sie leugnen die Realität, sie verlagern die Schuld für die Misere auf Feinde jenseits der Landesgrenze, sie faseln von der einfachen Lösung aller Probleme.“ Die FAZ schreibt: „Selten war der Wahlkampf in einem Land, das sich in einer ernsten Krise befindet, von so viel Klamauk beherrscht. Dafür verantwortlich war Beppe Grillo, von Beruf Komiker, der den Anti-Politiker gab und dessen Liste Stimmen von den vielen Italienern einsammelte, die sich voller Verachtung von der gesamten politischen Klasse des Landes abgewandt haben.“ Der Tagesspiegel schreibt, dass die Italiener schon immer anfällig für „Populisten“ gewesen sein. Früher war das egal, doch heute: „Wahlen in Italien sind Wahlen in Europa. Und von deren Ausgang hängt Wohl und Wehe der gesamten Union ab.“

Die Reaktion der Zeitungen, die erst neulich darauf hingewiesen wurden, dass ihre Mitwirkung an para-politischen Veranstaltungen ohne kritische Distanz ihrem Grundauftrage zuwiderlaufe (hier), zeigt eine Facette, warum die EU als transnationales Gebilde nicht funktionieren kann.

Denn die Deutschen verstehen nichts von Italien.

Die Alternativen sind einfach: Entweder Brüssel schafft die Demokratien ab. Dann ist alles möglich, was eine Diktatur bietet – bis zum bitteren Ende. Oder aber: Die Zentralisten, Lobbyisten und Geheimbündler erkennen die Zeichen der Zeit: Wir erleben die Götterdämmerung der alten Eliten von Berlin bis Brüssel, von Rom bis Paris. Es zerfällt, was nicht zusammenpasst. Europa hat eine jahrhundertelange friedliche Tradition – ohne Monsterbauten, Milliarden-Verschiebungen und einer zerstörerischen Zwangs-Währung.

Es ist eine feine Ironie der Geschichte, dass ein Komödiant dem europäischen Theater diese neue Wendung gibt. Das spricht für den alten Kontinent Europa, als er noch alle sechs Buchstaben beisammen hatte.“

Ein großartiger Artikel, der die Wahrheit ausspricht.

 

Die Bewegung der 5 Sterne hat gesiegt!

DANKE

Italien!

 

Die Bewegung 5 Sterne mit Beppo Grillo ist die größte Partei im Parlament und eine entscheidende Kraft im Senat.

Grandios. Genial. Wahnsinn.

Danke. Danke. Danke. Danke.

Die Demokratie lebt!

Was für ein guter Tag für Europa, für die Menschen, für uns!

Was dieses Wahlergebnis wirklich bedeutet, wir werden es erst in den nächsten Tagen erfahren. Gut möglich, dass die EU-Diktatur noch Tricks und Betrügereien findet, um das Wahlergebnis zu neutralisieren, um den nächsten Euro-Statthalter in Italien zu etablieren.

Doch Heute denken wir nicht daran. Heute ist ein Tag der Hoffnung. Der Hoffnung für selbstbestimmte, freie Menschen!

ADD: Wir wollen auch einen Beppo Grillo!

 

Der Euro-Oscar geht an…

Im Verlauf der letzten drei Jahre wurden großartige schauspielerische Leistungen gezeigt! Unglaubliche Drehbücher geschrieben und in die Tat umgesetzt! Geschichten geschrieben und Bilder erzeugt.

Europa hat vielleicht nicht die großartigste Filmindustrie, aber Europa hat die Eurokrise, unglaubliche Euro-Schauspieler und Euro-Strategen im Hintergrund. Wir finden: Auch diese verdienen einen Preis. Deshalb…

Das ADD verleiht den Euro-Oscar an…

File:Natalie Portman AA 2011.jpg

Nein, nicht an Nathalie Portman, sondern an:

Bester Hauptdarsteller: Mario Draghi für „Der Lord der Finsternis“

Beste Hauptdarstellerin: Frau Dr. (?) Angela Merkel für die „Herrin der Lüge“

Beste Regie:  Goldman Sachs für „Eurokrise: Bluten bis zum Exitus“

Bester Film: Griechenland für „Der Horror der Armut“

Bester Nebendarsteller: Jean-Claude Juncker für „Lügen gehört zum Geschäft“

Beste Nebendarstellerin:  Christine Lagarde für „Les Misérables“

Spezialpreis der Jury für die Guten: Bester nicht-englischsprachiger Film: Italien für „Beppo Grillo ist der Beste!“

Spezialpreis der Jury für die Guten: Beste Kameraführung: Die unabhängigen Medien für „Wir sagen die Wahrheit“

Bestes Original-Drehbuch: Das Nobelpreiskommitee für „Die EU stiftet nur gaaaaanz wenig Krieg“ 

Beste Spezialeffekte:  Drohnenkrieg für „Nichts knallt besser als die Realität“

Spezialpreis der Jury für die Guten: Bester Dokumentarfilm: Ik-news für „Jemand muss die Wahrheit sagen“  

Bestes Make-up/Frisur: Mario Monti für „Meine Haare stehen immer!“ 

Bestes Kostümdesign: Martin Schulz für „Ein Capo kann auch Anzug tragen“ 

ADD: Wir verteilen die wichtigen Oscars!

Die Eurokrise mal ganz einfach erklärt…

Reblogged von Jenny (Link):

„Die Eurokrise mal ganz einfach erklärt

 Mir ist aufgefallen, dass die sogenannte Eurokrise immer vielfältigere Strukturen annimmt. Mal wackelt ein Staat, mal wackelt eine Bank und dann wackelt wieder ein Unternehmen. Damit es endlich alle verstehen, will ich heute die Eurokrise mit einfachen Worten erklären.

Vor dem Euro war es so, dass diejenigen mit einer tendenziell weichen Währung ein hohes Zinsniveau hatten. Die hohen Zinssätze kamen durch Risikoaufschläge zustande und hinderten die Politik, zu viele Schulden zu machen. Dieser Marktmechanismus wurde mit Einführung des Euros außer Kraft gesetzt. Seither gab es diese Risikoaufschläge nicht mehr und für alle Euroländer galten die gleichen niedrigen Zinsen.

Nachdem Deutschland und Frankreich die ersten waren, die gegen die Maastricht-Kriterien verstoßen haben, haben sich auch andere Staaten getraut, das niedrige Zinsniveau für sich zu nutzen. Es bestand kein Anreiz mehr, solide zu Haushalten, denn die neuen Kredite wurden nicht teurer, obwohl das Risiko stieg. Es sammelte sich ein Risiko an, für das niemand eine „Prämie“ bezahlte. Das ist vergleichbar mit einer KFZ-Versicherung, die niemals eine Rechnung an ihre Versicherten schreibt. Hätte ein Land vom Risiko her beispielsweise 7% bezahlen müssen, so bezahlte es z.B. nur 3%. Zinsen sind Preise. Der Zins ist der Preis für die zeitliche Überlassung von Geld, zzgl. einer Risikoprämie und zzgl. des Leitzinses.

Weil eben nie diese Risikoprämien bezahlt wurden, werden sie jetzt rückwirkend in voller Summe fällig, denn man hat gemerkt, dass das Risiko real ist. Mit Griechenland hat man gesehen, dass ein Euroland tatsächlich „pleite“ gehen kann, auch wenn es die Politik viel zu lange nicht wahrhaben wollte. Sämtliche nicht bezahlten Risikoprämien (Spreads) der Vergangenheit werden nun in einer Summe fällig gestellt und müssen finanziert werden. Weil das jeden Haushalt der Krisenstaaten sprengt, hat man Rettungsschirme aufgespannt. Diese sammeln die Defizite und legen sie auf alle Euroländer um. Die Problematik ist dadurch nicht gelöst. Wer unterschiedliche Risiken mit dem gleichen Preis bewertet, der fördert das höhere Risiko, denn niemand will solide wirtschaften, wenn er „gratis“ auch mehr bekommen kann. Krisen entstehen sehr oft, wenn Risiken nicht richtig bewertet und vergütet sind. Beispiel: Subprime-Anleihen mit AAA-Rating.

Es entstanden neue Sammelbecken für Schulden. Weil kein Eurostaat die Unsummen in seinem Haushalt haben will, hat man diese Staatsschulden ausgelagert. Sie tauchen nun im ESM oder in „Salden“ des Eurosystems auf. Damit sind diese Schulden anonymisiert und die jeweiligen Krisenländer scheinbar gesundet. Was wir sahen, war eine Umschuldung – keine Tilgung! Geld hat die unangenehme Angewohnheit, dass es Zinsen kostet. Diese müssen erarbeitet werden. Zinsen haben auch eine blöde Angewohnheit: Sie kosten Zinseszinsen. Auch diese müssen wir erwirtschaften. Die EZB hält das Zinsniveau extrem niedrig, damit dieser Effekt im Nichts verpufft. Sobald die Zentralbanken an diesem Hebel drehen, bricht es uns das Genick und das Spiel geht von vorne los. Durch die Eurokrise sind viele Personen sehr mächtig geworden. Aber nicht durch eine demokratische Wahl.

Interessant ist, dass eine Ursache der Eurokrise die Aussetzung von Marktmechanismen ist. Die Verwerfungen entstanden, weil die freie Preisbildung an den Märkten von politischer Seite her verhindert wurde. Das Kernproblem der Eurokrise ist also „zu wenig Markt“. Zur Lösung bietet man uns allerdings nur „mehr Staat“ und „mehr Schulden“. Dabei wäre doch gerade eine funktionierende soziale Marktwirtschaft ein guter Lösungsweg. Man verkauft uns im täglichen Politgeschäft „die Märkte“ stets als böses Monster. Dabei wird so getan als wäre GoldmanSachs und Co „die Märkte“. Was wir nun bekommen ist mehr Regulierung, weniger Markt, mehr Steuern, mehr Schulden, weniger Demokratie durch Schaffung neuer Regierungen auf EU-Ebene und noch weniger funktionierende Marktmechanismen. Damit sammeln sich auch künftig wieder Verwerfungen an und unsere erprobten Krisenpolitiker werden immer was zu tun haben.“

Yup. Damit haben sie immer was zu tun… bis sie dann mal nichts mehr zu tun haben.

Dann haben wir was zu tun.

Aufräumen.

Aufbauen.

Besser machen.

Mit Spaß.

Und manche auch in Pink.

ADD: Die Gesellschaftsbauer mit Freude.

EU: Zum Stand der fast schon vollständig realisierten Entmündigung

Heute wurde auf mmnews ein interessanter Text veröffentlicht (Link). Seine Brisanz liegt für uns weniger in dem, was er wörtlich beschreibt (was aber schon ungeheuerlich genug ist), sondern darin, welche selbstverständliche Entmündigung der Bürger und ihrer Volksvertretung darin zum Ausdruck kommt. Der Skandal ist also, dass in fast allen Politikbereichen inzwischen grundlegendste Entscheidungen nach dieser Methode zustande kommen.

Wir reden von der real existierenden EU-Diktatur, nicht von irgendeiner Zukunft.

Worum geht’s?

Der Bundeswirtschaftsminister hat entgegen den Wünschen der Parlamentsfraktion der CDU/CSU seine Beamten mit einer weitreichenden Verhandlungsvollmacht im entsprechenden EU-Ministerrat ausgestattet, die letztlich zu einer Privatisierung der öffentlichen Wasserversorgung führen.

Gehen wir die unfassbaren, diktatorischen Elemente dieser Aussage der Reihe nach durch:

1. Es geht um eine der existenziellsten Fragen überhaupt: Dem Zugang zu Trinkwasser. Über diese Frage wird nicht mehr in Berlin durch den Bundestag entschieden, sondern durch einen EU-Rat, von dem im Zweifel noch kein Bürger je etwas gehört hat.

2. Das Parlament (geschweige denn die Bürger) hat nichts zu bestimmen, es darf sich nur was „wünschen“ – Wünsche, die jederzeit übergangen werden können.

3. Die Exekutive in Gestalt des Wirtschaftsministers bestimmt einfach mal das Verhandlungsmandat für einen gesetzgeberischen Entscheidungsprozess.

4. Dieser Entscheidungsprozess erfolgt völlig intransparent in einem EU-Rat. Wenn dieser dann die entsprechende EU-Richtlinie beschlossen hat, dann bleibt dem Bundestag nur noch dem zustimmen – wenn er überhaupt noch gefragt wird.

5. Die öffentliche Meinung, die Bürger, werden komplett übergangen und Weichenstellungen getroffen, um sie weiter zu enteignen und zu entmündigen zugunsten einer kriminellen Finanz- und Politikoligarchie.

Der Artikel zeigt, dass die Trennung zwischen Exekutive und Legislative nicht mehr existiert. Er zeigt, dass die deutsche Exekutive selbst Gesetzgeber via die EU-Räteregierung ist. Er zeigt dass weder Parlament noch Bürger noch etwas zu melden haben. Und das nicht in irgend einer pille-palle Sache, sondern in einem existenziellen Grundbedürfnis, nämlich dass jeder Bürger sauberes Trinkwasser hat.

Das Schlimmste ist: Er zeigt den inzwischen völlig selbstverständlichen Normalbetrieb deutscher Antidemokratie.

Es ist unfassbar, dass das Bundesverfassungsgericht, die Bundespräsidenten und Bundestage einer solch monströsen Struktur jemals zustimmen konnten.

Verständlich wird das Alles nur, wenn diese Institutionen selbst Teil der Diktatur sind.

Diese Struktur zu ändern aber ist Aufgabe nicht der Politik, sondern der Bürger.

ADD: Bürger an die Macht!

 

 

800.000 gegen den Wahnsinn

Na also. Geht doch. Italien gelingt, was in Deutschland Piraten und die anderen Parteien verbocken: Bürgerwiderstand zu mobilisieren (und es sage ja keiner, das wären doch nur die „Linken“ oder die „Rechten“, die da in Italien demonstrieren. Dafür sind es viel zu viele.)!

Bericht von radio-utopie (Link zum vollständigen Beitrag mit Videos):

Beppe Grillo in Rom: 800.000 Menschen feiern das 5-Sterne Italien

Was bei den am Sonntag und Montag stattfindenden Wahlen zum Abgeordnetenhaus und Senat von Italien von den Italienern zu erwarten ist, zeigte sich gestern auf dem Piazza San Giovanni von Rom. 800.000 Menschen kamen, um einen alten Mann – einen Old Man, wie manche respektvoll in deren Verkehrssprache zu sagen pflegen – sprechen zu hören. Wenige Fahnen. Kaum Parolen. Kein ameisenhaftes Aufmarschieren. Keine Floskeln, abgetakelten Phrasen, kein Redemanuskript, Teleprompter und staatskapitalistisches Schauspiel. Keine Berater, keine Souffleusen, Spindoktoren, Funktionärskolonnen, Privilegierten mit Multiwichtigpass.

Es versammelte sich die Fünf-Sterne-Bewegung (MoVimento 5 Stelle, M5S). Und ein alter Mann erzählte. Das reichte aus.

Und nicht nur in den ehrenwerten, feinen Stuben der Verbrecher, der Mafiosis, der Banditen zu Rom rauchten sie ab, sondern auch in denen zu Berlin, Frankfurt, Brüssel, Paris, London und Washington. Was für eine Schmach, eine Schande, eine katastrophale Niederlage der Zyniker, Heuchler, selbsterklärenden “Bösmenschen” und Verächter der Demokratie, genauso wie die ihrer allerbesten Untertanen, der Phlegmatiker, der Fatalisten, der Jammerlappen.

Es war der Sieg der Ehrlichen. Es war der Sieg der Guten. Es war der Sieg aller, die aus dem Herzen sprechen und nach bestem Wissen und Gewissen versuchen der Wahrheit die Bresche zu schlagen, allein, aber mit einem echten Kopf durch die verfluchte Wand der Omerta, der Korruption, der Unfähigen, Grobschlächtigen und Hochbemittelten, nur geschützt und geschätzt durch den Wettbewerbsvorteil der Macht. Es war der Sieg von etwas, was ein anderer Kollege der wenigen, echten Künstler dieser Erde, der echte Brite Harold Pinter, unheilbar erkrankt und sterbend bei seiner Nobelpreisrede am 19. Dezember 2005 als “fast verloren” beschrieb und für sie “die unerschrockene, unbeirrbare, heftige intellektuelle Entschlossenheit” einforderte, um sie zu verteidigen: die Würde des Menschen.

Welch peinliches, desaströses Verlieren der “Entscheider”. Welch eine Blamage, welch ein hochverdienter Verfall der Glaubwürdigkeit der Niederträchtigen und Ausbeuter, hochgehalten auf dem Schild nur von ihren verblödeten Gläubigen und (Partei-)Kunden, ihren stumpfen, feigen Höflingen. Und welch ein Beweis, was möglich ist, wenn man den Willen – DEN WILLEN – dazu hat.

Es versteht sich von selbst, dass in Staatsmedien und Informationsindustrie der von einem Kult des (Euro-)Kapitalismus und Krieges von oben kontrollierten und ferngesteuerten Bundesrepublik Deutschland von 800.000 Menschen im alten Rom nichts zu sehen und zu hören ist, geschweige denn vom Grund weshalb sie dort waren. Vielmehr blödeln heute all die Garderobenständer der gleichgeschalteten Aktuellen Kamera 2.0 in verschiedenster Kaufversion weiter vor sich hin als ob nichts geschehen wäre und sitzen weiter in ihren Fühungscafebunkern zu Berlin Mitte und reden Dreck daher den sie selbst schon nicht mehr hören können, geschweige denn glauben.

Spätestens am Montag wird diese seit Jahrzehnten in Deutschland systematisch betriebene und organisierte Manipulation und Wahrheitsverweigerung ein Ende finden, zumindest was die Herrschaft über Italien angeht. Die wird nie passieren, nie. Und alle die, die in der Berliner Republik weiter vor sich hin dämmern und weigern auch nur ein Viertelauge aufzumachen, während durch ihre Regierung in Berlin die Demokratien auf dem Kontinent skrupellos geplündert und den Banken zum Fraß vorgeworfen werden, müssen damit rechnen irgendwann einfach nur noch zur Seite gefegt zu werden und in der Tat ausschließlich die einzige Rolle immer weiter zu spielen, die sie spielen wollen:

Keine“

Danke, Daniel Neun.

Die EZB rettet entgegen ihrem Statut Staaten, die gar keine Rettung brauchen.

Der EZB ist laut Statut die Finanzierung von Staaten verboten.

Sie hat aber trotzdem, wie gestern bekannt gegeben, Staatsschuldenpapiere im Wert von 208,7 Mrd. Euro gekauft (Link). Die EZB behauptet, das wäre keine Staatsfinanzierung, aber lassen wir diesen Unsinn beiseite (selbst der frühere EZB-Chefvolkswirt sagt inzwischen ganz offen, dass die EZB Staaten finanziert – Link). Nominal haftet Deutschland für etwa 20% dieser Summe. Real haftet Deutschland aber mit 40 bis 60% dieser Summe, da Länder wie Griechenland, Spanien, Irland, Italien usw. bereits heute nicht mehr zahlungsfähig sind (deshalb hat die EZB ja deren Staatsanleihen gekauft) und Frankreich absehbar auch ausfällt.

Wir reden also davon, dass die Bundesrepublik ohne Zustimmung des Bundestages (!) mit mindestens 45 Mrd. Euro und wohl bis zu125 Mrd. Euro fremde Staatshaushalte finanziert.

Und verantwortlich dafür ist die Mafia aus EZB-Rat und deutschem Finanzminister, der die offensichtlichen Lügen der EZB deckt.

Nur zur Erinnerung: Der deutsche Staatshaushalt beläuft sich auf  2013 auf 302 Mrd. Euro.

Interessant ist weiter, dass 75% (!) der EZB-Hilfen an Staaten geflossen sind (Italien und Spanien), die offiziell gar nicht in der Krise sind, die sich nicht der anderen Verbrecherorganisation namens ESM unterworfen haben.

Die EZB rettet also entgegen ihrem Statut, Staaten, die offiziell gar keine Rettung brauchen.

Wow. Das muss man erst mal setzen lassen.

Die EZB hält italienische Anleihen im Wert von 99 Milliarden Euro in ihrer Bilanz (Grafik: EZB).

PS: Die EZB kauft Staatsanleihen seit über zwei Jahren und hat bisher ein großes Geheimnis daraus gemacht, von welchen Ländern genau. Die Angaben wurden erst jetzt öffentlich gemacht. Nun wissen wir warum, denn wie hätte man die bedingungslosen Rettungen von Spanien und Italien denn begründen sollen? Eben. Das wäre nicht gegangen. So doof ist die Öffentlichkeit noch nicht. Also haben die Verbrecher das gemacht, was sie können: Lügen und betrügen.

ADD: Die Gesellschaftsbauer mit Freude!

Der EU-Werbespot(t)

Es sage keiner, wir würden die EU hier nicht zu Wort kommen lassen.

Nein, an keinem blöden Bahnhof entgeht man der Werbung für das EU-Parlament, das nur nebenbei bemerkt gar kein Parlament nach demokratischen Maßstäben ist, da in ihm 1. nicht jeder Mensch eine gleiche Stimme hat (sondern Bürger von Kleinstaaten ein vielfaches der Bürger von größeren Staaten wert sind) und 2. ein Parlament ohne eine gemeinsame Öffentlichkeit, ohne eine gemeinsame, öffentliche Meinungsbildung schlicht kein Parlament sein kann. Merke: Ohne Volk ist auch keine demokratische Volksvertretung möglich.

Aber egal.

Hier nun das Neuste aus der EU- und Euro-Propagandaabteilung, das in sämtlichen Kinos in die armen Hirne der Besucher per Dolby-THX hineingekeult wird.

Viel Spaß beim Ansehen.

Ach ja und nebenbei: Die Arbeitslosenzahl in der Euro-Wahnsinnszone ist die höchste seit Beginn des „Euros“, die Zulassungszahlen für neue Automobile stürzen ab, die Zementproduktion ebenfalls und so weiter und so fort. Alle nicht manipulierbaren Indikatoren zeigen, dass der Euro-Wahnsinn eben das: Ein Wahnsinn.

Gleichzeitig sollen in Zypern Verbrecher und Schwarzgeldwäscher vom deutschen Steuerzahler „gerettet“ werden, soll die Bankenhaftung zentralisiert werden, damit auch ja der letzte Spargroschen im Schlund der unendlichen Euro-Mafia landet, und, und, und…

Wer also für seine Kinder eine gute Zukunft haben will, der weis‘, was er zu tun hat. 

ADD: Für die Kinder eine Zukunft bauen!

Stratfor zum Thema Drohnenkrieg

Wie richtig wir mit unseren Artikeln zum Thema Drohnenkrieg liegen, belegt ein heute erschienener Artikel von Stratfor.

Stratfor, das muss man als Hintergrund wissen, ist ein amerikanisches „Intelligence“-Unternehmen. Ihm werden enge Verbindungen zu den Geheimdiensten und dem US Militär nachgesagt. Das Geschäft von Stratfor sind strategische Analysen – unter anderem war Stratfor von Anfang sehr skeptisch was den Euro als Gemeinschaftswährung der Europäischen Nationen angeht.

Stratfor ist die Schöpfung von George Friedman, Gründer und CEO.

Strafor / Friedman haben heute einen Artikel veröffentlicht mit dem Titel „Hellfire, Morality and Strategy„. In diesem Artikel beschäftigt sich Friedman mit den gleichen Fragen, mit denen wir uns beschäftigt haben, allerdings ohne den Bezug zum Thema „EU“ / „Eurozone“.

Dieser Artikel ist bemerkenswert, denn Friedman ist im Kern ein hardcore-Realpolitiker, ein hardcore-Militär und -Geheimdienstler, der das militärische Töten von Menschen als legitimes Mittel bejaht und dabei wohlbemerkt ausdrücklich auch das Morden von unbeteiligten Zivilisten nicht ausschließt.

Aber, Friedman, als intimer Kenner des Militärs und der Geheimdienste schreibt unter anderem folgendes:

„Indeed, since al Qaeda tried in the past to operate in the United States itself, and its operatives might be in the United States, it logically follows that the United States could use unmanned aerial vehicles domestically as well. Citizenship is likewise no protection from attacks against a force hostile to the United States.“

Friedman anerkennt und schreibt ausdrücklich, dass die Logik hinter dem Drohnenkrieg bedeutet, dass diese Waffen auch in den USA und gegen jeden US-Bürger im In- und Ausland eingesetzt werden können. Er schreibt, dass eine Militäradministration damit ohne rechtliches Gehör (!), ohne Möglichkeit des Widerspruchs oder der Einrede die Macht über Leben und Tod, letztlich auch über Leben und Tod der eigenen Bürger selbst im eigenen Land erhält. Und es sind für Friedman, den man hier absolut als Stimme des globalen Machtsystems ansehen muss, nur praktische Erwägungen, also die Fähigkeit, dass z.B. in Großbritannien Terroristen auf andere Art verfolgt werden können, keine prinzipiellen (!), weshalb derzeit in den USA oder einem europäischen Land kein Drohnenkrieg geführt wird!

Interessanter Weise denkt Friedman diese Aussagen selbst nicht bis zu Ende durch – auch und gerade in ihrer moralischen Dimension. Denn Friedman kommt im Ergebnis seiner Analyse nicht zum Ergebnis, dass der Drohnenkrieg unmoralisch und verwerflich ist, im Gegenteil, er sagt, dass man den Drohnenkrieg rechtlich und moralisch richtig finden kann.

Was Friedman aber als Ergebnis herausarbeitet liegt dennoch relativ nahe an unserem Ergebnis:

„the United States is being drawn into operations in new areas with what appears to be little cost. In the long run, it is not clear that the cost is so little. A military strategy to defeat the jihadists is impossible. At its root, the real struggle against the jihadists is ideological, and that struggle simply cannot be won with Hellfire missiles. A strategy of mitigation using airstrikes is possible, but such a campaign must not become geographically limitless. Unmanned aerial vehicles lead to geographical limitlessness. That is their charm; that is their danger.“

Der Drohnenkrieg führt nach Friedman zu einem grenzenlosen, permanenten Krieg, der letztlich nicht gewonnen werden kann. Mit einer primär strategischen Sichtweise kommt Friedman letztlich zu einem ähnlichen Ergebnis wie wir: „Wer Drohnen braucht, um Krieg zu führen, der hat moralisch schon längst verloren (Link)“ Und wer moralisch verloren hat, der verliert in aller Regel dann auch real.

In unserer Beurteilung ist Friedman letztlich ein armer Tropf, der mit dem Herzen bereits erkannt hat, welch ein teuflisches Werk der Drohnenkrieg ist, aber mit dem Kopf „noch dazu gehören will“, nicht die harte Wahrheit aussprechen kann. Bemerkenswert ist in jedem Fall, dass ein intimer Kenner des globalen Machtapparats am Sinn der eigenen Mittel zweifelt und implizit deren moralischen Qualität hinterfrägt.

ADD: Für eine bessere Welt.

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