Ein Chefberater von Schäuble sagt:Deutschland kann die Euro-Zone nicht retten.“ Und er sagt: „Und Deutschland ist relativ zu seinen Nachbarn in den vergangenen 15 Jahren deutlich ärmer geworden.“ (Link)

Im Ergebnis sagt er, dass der Euro ein Riesenfehler war, dass man das schon seit mindestens 10 Jahren wissen konnte.

Kurz: Der Euro ist ein Wahnsinn.

Wir und andere sagen das schon seit Jahren! Warum wir hier trotzdem darüber schreiben? 

Weil dieser Herr Konrad offenbar ein echter Wendehals ist. Was er uns heute sagt, weis‘ er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schon lange. Also hat er uns über Jahre angelogen. Finanzministerium und Geld verdienen und sich wichtig fühlen und so… Dass dieser Typ nun plötzlich sein Gewissen entdeckt hat, darf man ausschließen. Er sieht wohl das Ende kommen und will als guter Karrierist seine Pfründe retten.

Ein Wendehals eben.

Aber wir freuen uns auch über Wendehälse. Zeigen doch gerade sie, den Zerfall der alten Ordnung, dass die Religion der Euro-Wahnsinnigen aufbricht,

Unsicher sind wir allerdings, ob sich hier nicht ein Wandel nach der Marke „es muss sich alles ändern, damit alles so bleibt, wie es ist“ abläuft – aber das ist ein anderes Thema.

Also: Ein Hoch auf die Wendehälse! Mögen es noch viele mehr werden!

Auf zur Demo: Flyer_Demo_Stg_4

Kommentare zu: "Die ersten Euro-Wendehälse… Heißen wir auch sie willkommen?" (9)

  1. yota berlin schrieb:

    Kai Konrad ist kein Wendehals, er hat die Euro-Rettung schon 2011 hart kritisiert und immer wieder seine Meinung zur verfehlten Euro-Politik öffentlich gemacht.
    http://www.oekonomenstimme.org/artikel/2011/07/die-zukunft-der-eurozone/

  2. yota berlin schrieb:

    Kai Konrad hat auch den Krämer-Aufruf gegen die Bankenunion unterschrieben.
    http://www.statistik.tu-dortmund.de/kraemer.html

  3. Stahl schrieb:

    Wir brauchen keine Wendehälse mehr!!!!

  4. Frank56 schrieb:

    Euro weg -> alles Gut??

    Es ist nicht so anstrengend andere Denken zu lassen (Konditionierung), als anzufangen selber zu denken. Dabei sollte beim Thema Staatsschulden die Frage erlaubt sein, bei wem wir die Schulden haben und warum, und vielleicht auch noch, wie man Staatsschulden generell vermeiden kann?! Da sollte man nicht mal BWL studiert haben, … denn das sind alles ferngesteuerte Denker, die plappern das nach, was sie von anderen gelernt haben, und tun dabei recht wichtig. Müssen wir unser Geld von privaten Unternehmen drucken lassen, und es als Schuld leihen? Warum müssen wir Zinsen zahlen, die als Geldmenge gar nicht geschöpft wird? Ist das Problem wirklich der Euro, oder das System ansich, der Geldschöpfung aus Nichts als eine Schuld?

    „Geld ist eine neue Form der Sklaverei.“ (Tolstoi 1920)

    „Es gibt zwei Wege, eine Nation zu erobern und zu versklaven. Einerseits durch das Schwert, andererseits durch Schulden.“ (John Adams 1760)

    Ich glaube, das PRO – KONTRA – Spiel um den Euro ansich ist Augenwischerei, und als Thema unwichtig, zumindest für mich. In einer Gesellschaft, in der Geld als Schuld entsteht, sich durch Spekulation „vermehrt“, sich jeder dieses „Zahlungsmittel“ bedienen kann, der an den Hebeln der Macht sitzt, ohne eine Leistung oder Nutzen erbringen zu müssen, ist das Fundament bereits Betrug, da spielt der Name einer Währung keine Rolle.
    Wir versklaven uns solange selbt, wie wir über PRO und KONTRA fachsimpeln.

    LG

    • Hier wird der Kern des Problems richtig benannt.
      An der Leiche Demokratie herumzumäkeln bringt keine Neuerung, wenn das kolonialistische Geldsystem nicht abgeschafft wird.
      Die Frage ist, in welcher Welt wollt ihr leben. Welche Qualität soll dominieren!? Wer Selbstbestimmung und Freiheit, z.B. in der Selbstverwaltung, unter Verantwortung und Maßgaben der menschlichen Werten, dem gesunden Menschenverstand möchte, muss die Neue Direkte Demokratie sich erst verdienen lernen! An dem Qualitätskriterium kommt keiner vorbei. Wir werden erst bessere Politiker haben, wenn wir zu besseren Wählern werden! Heute, bei dem Informationszugang durch das Internet, kann keiner behaupten, er habe nichts gewusst.

  5. […] Die ersten Euro-Wendehälse… Heißen wir auch sie willkommen? […]

  6. Norbert Tegge schrieb:

    Die Wirtschafts und Sozialpolitik wurde nicht nur durch den Euro verschlechtert. Dies ist Augenwischerei.
    Schon unter Helmut Schmidt, Helmut Kohl (vor allem) und Gerhard „Basta“ Schröder.

    Das Kernproblem ist:
    Spekulation und Überproduktion, sowie eine übergeordnete Weltbank.
    Viele haben vor diesem Sceneario gewarnt. Unabhängige Wirtschaftsökonomen, Oskar Lafontaine (Buch Mein Herz schlägt links, Rücktritt als Finanzminister).

    Der gute Prof. Konrad ist Direktor des Max-Plank-Instituts. Dort herschen unmenschliche Arbeitsbedingungen. Mitarbeiter erkranken seelisch(psychisch), weil ältere Mitarbeiter mit den Jungen mithalten müssen. Beweis: Gespräch mit einem Opfer dieser grotesken Arbeitsphilosophie. Diese Einstellung des Max Plank Instituts ist branchenübergreifend.

    Ich möchte jetzt nicht über die sozialen Verwerfungen (Hartz IV, Rentensystem, gesetzl. Krankenkassen, Berufsgenossenschaft, Sozialhilfe, Schubladenmedizin/Bildung (auswendiglernen, anstatt Zusammenhänge zu verstehen), verlogene Umweltpolitik, völkerrechtswidrige Kriege durch Kampfeinsätze der BRD, falsche Arbeitslosenstatistik ect.
    schreiben. Unser Grundproblem ist, dass man lieber über Menschen redet, anstatt mit dem Menschen. Vorurteile werden vom System bewust gefördert. Ich besitze eine große Akte, die belegt, wie dieses angebl. soziale System, die Bürger täuscht und betrügt.

    Auch die Rolle der USA muss erwähnt werden.

    Wir müssen bei uns anfangen, uns hinterfragen. Warum sind wir mitgeschwommen?

    Wie denken wir über Schwerkranke, Hartz IV Empfänger, erneuerbare Energien, Frieden, Wirtschaftssystem?

    Googelt doch mal Gesundheitssystem. Nach den Kriterien die dort empfohlen werden, werden wir feststellen, dass wir ein Krankheitssystem installiert haben. Überall Profiteure.

    Zu Lasten der Menschen. Weltweit.

    Nein, die EU Krise ist nicht für alles verantwortlich.

    Nur in Deutschland ist Mobbing und Bossing gestzl. nicht verboten. Auch lässt sich Deutschland nicht in die Gesundheits und Rentenpolitik hineinreden.

    Da sind wir selbst verantwortlich.

    Nur mal zum nachdenken.

    Als Kaufmann empfehle ich einen Kassensturz, eine schonungslose Inventur.

    Der Kapitalismus und die Industriepolitik ist hauptverantwortlich für Krisen und Kriege.
    Seit Jahrhunderten.

  7. Marx: Ich glaube schon, dass ein Papst, der so handelt wie Franziskus, uns herausfordert. Eine solche heilsame Beunruhigung aus Rom nehme ich an und überprüfe auch: Was müssen wir verändern in unseren Lebensverhältnissen? Ich arbeite und wohne hier in dem erzbischöflichen Haus, das nicht uns gehört, sondern seit 200 Jahren vom Staat den Erzbischöfen angewiesen ist als Dienst- und Wohnsitz. Darin habe ich eine Drei-Zimmer-Wohnung für mich persönlich. Da denke ich, das kann so bleiben. Aber wir dürfen Franziskus auch nicht nur als „Papst der Armen“ betrachten.

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