Reblog von Jenny, Kommentar unnötig:

 

Wenn Gesetze zur Verschwörungstheorie werden

Es gibt in diesem „Neuland“-Internet ziemlich verrückte Dinge. Man liest viel Blödsinn und die User sind allmählich soweit gebildet, nicht alles zu glauben. Diese Entwicklung ist allerdings schon so sehr fortgeschritten, dass vieles, das undenkbar erscheint, als falsch eingestuft wird. Für viele ist alles, was nicht in der BLÖD steht oder von den zwangsfinanzierten Medien verbreitet wird, automatisch und ohne Kompromisse eine Verschwörungstheorie. Ganz egal, ob es sich um ein Gesetz handelt, welches man in wenigen Sekunden googeln könnte. Anbei ein paar Beispiele:

Guthaben auf Konten ist kein Geld

Tolle Verschwörungstheorie, gell? Ist aber leider keine. Das Bundesbankgesetz legt fest: § 14 (1) „Auf Euro lautende Banknoten sind das einzige unbeschränkte gesetzliche Zahlungsmittel“. Demnach sind also nur €-Banknoten echtes Geld. Alles andere ist kein gesetzliches Zahlungsmittel. Kontoguthaben lagert nicht treuhänderisch in der Bank. Man leiht es der Bank und bei einer Abhebung zahlt die Bank den Kredit zurück. Wer Geld auf sein Konto einzahlt, der hat das Geld nicht mehr – er hat der Bank einen Kredit gegeben. Banken könnten aktuell maximal zirka 6% bis 8% der Sichteinlagen in bar auszahlen. Das restliche Geld steckt im System. Kontoguthaben ist kein Geld sondern ein Kredit.

Garantiewerte von Versicherungen sind sicher

Rund um die Lebensversicherung gibt es viele Absurditäten. Fast jeder Deutsche hat so ein Finanzprodukt (oft auch als betriebliche Altersvorsorge). Legt die Versicherung das Guthaben zu riskant an (ca. 90% geht in Staatsanleihen!) dann werden bei Risikoeintritt gewisse Rückstellungen herangezogen. Reichen diese nicht auf, dann kann die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht die Verpflichtungen aus den Verträgen um bis zu 5% der vertraglich garantierten Leistungen herab setzen (§ 125 Abs. 5 VAG). Damit sind die vom Versicherer genannten Garantiewerte reine Marketingaussagen. Das ist keine Verschwörungstheorie, sondern ein Gesetz. Der weitergehende § 89 VAG kommt zum tragen, wenn die Gesellschaft (nicht der Deckungsstock) in eine finanzielle Schieflage gerät. Auch dann können garantierte Leistungen durch die Finanzaufsicht herabgesetzt werden. Ziemlich gut erklärt, wird dieser Sachverhalt auch im Buch „Der größte Raubzug der Geschichte“.

Den ESM kann man nicht verklagen

Rund um dem ESM wurde in der Zeit, als es ihn noch als Gesetzesentwurf gab, so ziemlich jede Kritik am ESM für eine rechtspopulistische Verschwörungstheorie gehalten. Heute ist ziemlich alles eingetreten. Der ESM hat die Banklizenz und rettet direkt Banken. Für den ESM gilt „gerichtliche Immunität“ und seine Räumlichkeiten sind „unverletzlich“. Er gibt Eurobonds aus und prahlt bei seinen Investoren sogar damit in den Marketingunterlagen zu den Anleihen. Wer all das seit 2011 kritisierte, wurde als Truther und Eurogegner beschimpft. „Wird doch alles nicht so krass kommen“. Sorry, es kam noch viel krasser. Nur mit einem kleinen Unterschied: Der ESM ist kein Gesetzesentwurf mehr. Er ist Realität. Jeder kann die Gesetzestexte nachlesen. Über die Rechtswidrigkeit der Euro-Rettungspolitik gab es bereits 2011 z.B. dieses Buch. Aus heutiger Sicht untertreibt der Autor sogar.

Staatlich garantierte Einlagensicherung?

Die sogenannte „staatliche Garantie“ auf Bankeinlagen bis 100.000€ wird oft und gerne in den Medien genannt. Nur eines ist daran blöd: Eine solche Garantie gibt es nicht. Jeder kann das Gesetz nachlesen. Das Einlagensicherungsgesetz §8 Absatz 1 sagt eindeutig: „Die Mittel für die Entschädigung werden durch Beiträge der Institute erbracht“. Vom Staat ist nicht die Rede. In §8 Absatz 10 steht: „Für die Erfüllung der Verpflichtungen haftet die Entschädigungseinrichtung nur mit dem auf Grund der Beitragszahlungen (von den Banken) zur Verfügung stehenden Vermögens“. In §4 wird die Erfüllung auf 100.000€ pro Person gedeckelt. Wer klarstellt, dass es keine staatliche Einlagensicherung gibt, ist kein Truther sondern hat einfach nur die Fähigkeit, einen Gesetzestext zu lesen.

Keulen und Vorverurteilungen helfen nicht!

Man muss die Dinge selbst hinterfragen. Nicht alles im Internet ist eine Spinnerei. Das Netz und die unabhänigen Medien sind eine wichtige Ergänzung zum Einheitsbrei. Traurig wird es immer dann, wenn REAL EXISTIERENDE Gesetze von systemtreuen Lemmingen einfach geleugnet werden. Man behauptet einfach, „das ist doch wieder so eine Verschwörungstheorie“. Dabei könnte man jeden Paragrafen innerhalb von Sekunden googeln. Was nicht sein darf, das kann nicht sein? Oh doch. Diese Politik ist dreister als manche glauben. Ich denke auch an solche Dinge wie PRISM und anderes. Viele gute Leute haben vergebens davor gewarnt, doch sie wurden nur ausgelacht, denn wer keine Stimme in den Massenmedien hat, ist einfach zu leise um gehört zu werden. Man muss sich eines klar machen: Jedes denkbare Verbrechen hat auch einen Täter, der es ausführt.

 

Kommentare zu: "Reblog von Jenny: Wenn Gesetze zur Verschwörungstheorie werden" (7)

  1. Manfred Rubba schrieb:

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  2. <leider wahr was hier steht, ich denk mal die breite masse weiß garnichts davon.

  3. Norbert Tegge schrieb:

    Auch ich kann hier nur Zustimmen. Aber das System funktioniert relativ einfach. Man versetzt das Volk in Existenznot, verlängert die Arbeitszeiten ins unermessliche. Dann hält das System sich nicht an Gesetze. Die Folge: Massenklagen. Dann erschwert man den „Armen“ den Zugang zu den Gerichten. PKH wird nur im erfolgsfall…

    Die Medien werden „beschlagnahmt“, wie in der guten alten DDR. Nur noch Mainstream, Brot und Spiele. Dann werden Menschen „verführt“ durch ein unmenschliches, wirtschaftl. fragwürdiges System (Provision, Schneeball). Nicht vorhandenes Geld wird regelrecht verbrannt. Immer zu Diensten der Elite. Unsere Bildungspolitik verlangt von uns alles auswendig zu lernen, nicht zu verstehen und zu hinterfragen. Die Kausalität zu Ereignissen sollen nicht recherchiert werden.

    Das Internet wurde vernachlässigt. Es sollte den Konsum anheizen. Viele Internetnutzer nutzen den Kommentarbutton um über die Menschrechtsverletzungen, Auswirkungen zu Informieren. Sachlich, objektiv mit Links zu den Quellen. Das System entschied diese Kommentarfunktion zu kontrollieren oder ganz wegzulassen. Bei „brisanten“ Themen.

    Jetzt versuchen sie seit Jahren dies einzudämmen. Bisher nur mit kleinen Erfolgen.

    Weltweit gibt es immer mehr „Bewegungen“. Das System wird langsam erschüttert.

  4. götzvonberlichingen schrieb:

    Guter Artikel.
    Danke „Jenny“!
    Also., es gibt keine „Verschwörungstheorien“..weil es vor aller Augen passiert!
    Vieles (z.B.ESM..) wird kompliziert in den Medien dargestellt, ebenso „Gesetze“.
    Warum?
    Ganz einfach: Machtwissen!
    Das will man doch mit dem in der Matrix verHAFTETEN, dummen armen VolK nicht teilen? :-)

  5. bussard schrieb:

    Bleibt immer wieder die gleiche Frage: Was tun wir jetzt, um die Lage zu verbessern?

  6. Was wir tun sollten? Aufstehn! Herbert Grönemeyer sang mal „Kinder an die Macht“ – wir sagen ergänzend zu diesem Vorschlag „Künstler an die Macht“ Und weg mit dem Lügenpack, das keine Ideen hat, außer ständig wechselnden Verpackungen. Aufstehn und keine Angst vor dem Alleinsein, andere werden folgen!!! http://www.movimento5stelle.de

  7. Andreas schrieb:

    Bitte nehmen Sie mich mit sofort aus Ihrem Verteiler, danke.

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