Blockupy Frankfurt

 

Man kann zur Occupy / Blockupy-Bewegung stehen, wie man will. Auf jeden Fall ist anzuerkennen, dass sie eine starke Stimme gegen die Ausbeutung der Menschen durch die Euro-Fanatiker ist. 10.000 Menschen haben heute in Frankfurt demonstriert. 1.000 wurden von der Polizei über Stunden eingekesselt, zum Teil verprügelt, zum Teil gewaltsam aus der friedlichen Menge herausgeholt. Und selbst wenn einzelne Gewalttäter unter den 1.000 Menschen gewesen wären (und man weis‘ davon nichts mit Sicherheit) – dieses Vorgehen ist knallharte Polizeigewalt gegen Unschuldige. Man stelle sich vor: Man geht zur Demo – und wird so behandelt.

Unsere Erfahrungen mit der Polizei in Frankfurt bei unseren Demonstrationen dort waren im übrigen gut. Doch wenn die Beschreibung der Fakten durch die FAZ stimmt, dann ist dieses Land wirklich nur noch eine verdammte Kolonie der Euro-Finanzdiktatur, ein neo-finanz-faschistoides Unterdrückungsregime.

Aus der FAZ:

Schwerverletzte bei Blockupy-Demonstration (Link)

Nur etwa zwanzig Minuten, nachdem der Demonstrationszug gestartet war, separierte ein Großaufgebot an Beamten etwa eintausend Aktivisten, die sie der linksextremistischen Szene zuordneten.“

Über mehrere Stunden kesselten die Beamten die Aktivisten ein. Bei Auseinandersetzungen wurden dabei mehrere Demonstranten schwer verletzt.

„Die Polizei zeigte sich ihrerseits bereit, den Kessel aufzulösen und die Demonstranten weiterziehen zu lassen. Offenbar aber nur, wenn sie die Personalien sämtlicher Aktivisten aufnehmen können.“ 

Warum zum Teufel werden Demonstranten, Bürger, als Aktivisten bezeichnet?

Wer zum Teufel trägt die Verantwortung für diese Unterdrückung?

 

ADD: Für die Rechte der Bürger. Ohne Kompromisse.

 

 

 

Kommentare zu: "Solidarität mit Blockupy" (9)

  1. Stahl schrieb:

    Bruder und Schwestermord, dafür wurde die Polizei auf unsere Kosten ausgebildet und rechtlich prädesziniert. Es wird noch schlimmer!

  2. urmehl schrieb:

    hier zeigt sich ganz deutlich, die brutale fratze der eurodiktatur,die sich wie zu erwarten war,ihrer willfährigen handlanger bedient.

  3. Kennert,G. schrieb:

    konnte eben meinen Beitrag nicht zu ende schreiben, war aufeinmal weg,
    es macht einen so wütend, was da gegen den steuerzahlenden Bürger abgeht, mittlerweile muß man mutmassen, das absichtlich Stenkerer in die demonstrierende Masse geschickt werden um später zu behaupten, die Beamten waren gezwungen hart einzugreifen., Unbegreiflich auch die Polizisten selbst, denen so langsam ein Licht aufgehen sollte und die vielleicht mal auf unsere Politiker einschlagen sollten, Hallo DDR „ick hör Dir trapsen“, dafür hat man mal die Ausreise und den ganzen Vorkampf auf sich genommen, das wir geradewegs wieder in eine Diktatur schlittern. Und außerdem, in den ARD Nachrichten zur besten Sendezeit, wo waren da die Meldungen zu Frankfurt, man hat nur über Istambul berichtet. Die eigenen Schweinerein werden verschwiegen.

  4. Reinhard Klappert schrieb:

    Aus meiner Sicht gibt es keinen Zweifel: Bei allen Demos werden vermummte Agenten eingeschleust, um diese zu diskreditieren und einen Grund für den Polizeienstz zu haben. Friedliche Demonstranten vermummen sich nicht. Zu jeder Demo sollte der Hinweis gegeben werden, solchen Leuten die Maske vom Gesicht zu ziehen oder sie zu isolieren.

  5. Sybille Kleinicke schrieb:

    Ich war in Frankfurt dabei und es war eine Riesensauerei, was dort lief. Wir kamen aus Stuttgart mit einem Sonderzug, der zwei Stunden zu spät kam. Am Bahnhof wurden wir bereits von Polizeibeamten in Vollmonitur mit Helm in Empfang genommen und zum Ende des Demozuges „begleitet“. Wir waren immerhin 400 Personen aus Stuttgart. An der Demostrecke standen Beamte in Vollausrüstung, was angesichts der Tatsache, dass wir auch Kinder und ältere Menschen in unseren Reihen hatten, völlig daneben war. Das Schlimme dabei ist, dass man sich bereits an dieses Szenario gewöhnt hat. Die gesamte Demo wurde gestoppt, die Polizei wollte den Protest spalten und bot den Nichteingekesselten eine Alternativroute an. Wir blieben und das war vermutlich gut so. Denn wir konnten uns ausrechnen was mit den Menschen passiert, wenn wir den Block alleine gelassen hätten. Die Polizei versuchte, die Blöcke zu trennen und lief gezielt in die Demonstranten rein mit dem Ziel weitere Kessel zu bilden. Das war eine gezielte Aktion, Blockupy zu spalten, der auch aus sogenannten „Bürgerlichen“ bestand.

    Hier ein bemerkenswerter Artikel der FAZ
    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/frankfurt-schwerverletzte-bei-blockupy-demonstration-12204307.html

    und hier der Live-Ticker
    http://www.fr-online.de/blockupy-frankfurt/rueckblick–blockupy—das-war-der-samstag-,15402798,23082772.html

    Man beachte: Vermummung bestand aus Regenschirmen und Sonnenbrillen. Der sogenannte Schwarze Block war derart friedlich, viele hätten sich vermutlich schon länger gewehrt gegen eine derartige Provokation. Dies war auch im letzten Jahr zu beobachten. Die Cops haben – wohlgemerkt in Vollmontur – die Leute angerempelt in der offensichtlichen Absicht, Reaktionen zu provozieren. Man muss ja nur eine Hand zur Abwehr erheben, schon hat man in einer solchen Situation eskaliert und bekommt nen Schlagstock als Antwort. (Das war bereits am 1.Mai in Stuttgart zu erleben).

    Ich habe einige Menschen gesehen und gesprochen, die in dem Kessel Pfefferspray und Schlagstöcke abbekommen haben, es war unglaublich, was sie berichtet haben. Eine Mitstreiterin aus Stuttgart bekam Polizeigewalt mit den Worten „Schöne Grüße aus Stuttgart“ am Boden liegend zu spüren. Zynisch höhnisch und einfach nur brutal.

    Eines zeigt dieser Gewaltexzess der Polizei: „Sie“ haben die Hosen gestrichen voll. Denn nur jemand, der mit dem Rücken zu Wand steht, hat es nötig so zu zuschlagen.Und es geht nicht mehr um links, gemäßigt und bürgerlich, es geht gegen die Bevölkerung insgesamt. Wer aufmüpfig wird, bekommt es zu spüren.

    Und etwas muss ich hier noch loswerden:

    Die Solidarität der Frankfurter Bevölkerung:
    Den Eingekesselten wurde Wasser und Nahrung verweigert, daraufhin kamen aus den Häusern drum herum Eimer mit Wasser und Essen aus den Fenstern an Seilen zu den Eingekesselten. Das nenne ich Solidarität, eine Eingekesselte sagte mir später, dass sie aus dieser Reaktion der Menschen so viel Kraft gezogen haben, dass sie standhalten konnten, trotz der Enge, des Drückens, der Schlagstöcke und des Pfeffersprays und der Angst, die man hat.
    Man kann daran sehen, dass nicht nur linke Chaoten die Faxen dicke haben, sondern auch die, die man Gutbürgerliche nennt.
    Mein Eindruck:
    Man kann die Menschen nicht mehr nur noch nach politischer Einstellung trennen.Es sind alle Schichten (allein dieses Wort spaltet) dabei, die sich gegen diese EU-Diktatur wenden. Vielleicht ist es nur noch eine Frage der Angstüberwindung.

    Das Jahr 2013 in Europa wird noch heiß werden:
    Spanien, Portugal, Griechenland, Großbritannien, Italien, Zypern, Schweden, Türkei – wo brechen die nächsten Unruhen aus?

    • FreieStimme schrieb:

      Du bist auf einem guten Weg. Sag bescheid wenn du angekommen bist!

  6. Sybille Kleinicke schrieb:

    Hier der vorläufige Bericht des EA (Ermittlungsausschuss) von Blockupy
    http://www.ea-frankfurt.org/

  7. Ulrich Teich schrieb:

    Nicht umsonst wollte Herr Schäuble schon vor Jahren noch eine zusätzliche Nationalgarde nach amerikanischen Vorbild. Die Enkel und Söhne sollten dafür ausgebildet werden die eigenen Eltern oder Großeltern zu verprügeln wenn sie gegen die Politmafia aus dem Reichstag und EU-Parlament wegen menschenunwürdiger Zustände demonstrieren. Das macht nun die Polizei ! Aber das sind nur die Anfänge der kommenden europaweiten Proteste. Wir brauchen ein völlig neues Staatssystem.

  8. Victor Zander schrieb:

    Leider wächst die willkürliche Gewaltbereitschaft der Polizei. Wir haben es selbst in Würzburg erlebt: Zunächst wurden wir von 4 Polizisten mit Gewalt und ohne Vorankündigung angegriffen, weil wir nach der Rechtsgrundlage einer Personenkontrolle fragten, und dann wurde uns vorgeworfen, wir (2 Personen, 64 und 53 Jahre alt) hätten Gewalt gegen die Polizisten angewandt und Beleidigungen geäußert, was natürlich völlig absurd war. Einmal dürfen Sie raten, wer recht bekommen hat, d.h. wer bestraft wurde?
    Wenn sich die einschlägigen Politiker, aber auch die Staatsanwaltschaften immer wieder bestätigend vor diese übergriffigen Uniformierten stellen, animiert dieser Schutz bestimmte Typologien, die sich in Polizeikadern verstecken, zu Schikanen.

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