Großartiges Gesamtbild des Marsches in die Euro-Diktatur. Reblog von Jens Blecker, IK News, Link zum Orginaltext mit vielen weiteren Links und Anmerkungen:

„Wahl 2014 – Präsident der Vereinigten Staaten von Europa?

Der neue Vorstoß aus Frankreich klingt fast rebellisch, ein Hauch von Widerstand scheint von Frau Merkel zu kommen. Wer ein wenig in der Geschichte kramt, findet jedoch Erstaunliches. Es ist das selbe Horn, in das geblasen wird, nur einige Eckpunkte brauchen noch eine Einigung. Kernpunkt ist die Schaffung eines eigenen Haushalts für die EU. Bisher kann die EU keine eigenen Steuern erheben oder eigene Anleihen herausgeben, eine Notwendigkeit für einen sozialistischen Superstaat. The show must go on.
Wäre all das doch nur eine Verschwörungstheorie, es wäre zu schön. Leider ist es bittere Realität und die politische Elite engagiert sich als Steigbügelhalter für finstere Interessen. Die Thematik an sich ist nicht neu, schon Schäuble, Merkel oder Trichet haben mit aller Kraft versucht, die Vereinigten Staaten von Europa in die Hirne der Menschen zu brennen.

Manchmal wird nicht ganz klar, welche Rolle Frankreich eigentlich spielt. Lassen Sie sich gesagt sein, es ist eine wesentliche. Fast jeder kennt die Zitate – beispielsweise von Verheugen – wo gesagt wird, dass der Euro der Preis für die Wiedervereinigung war. Richtige Belege jedoch scheinen zu fehlen. Eine Titelstory des Spiegel aus 1998 lieferte diese eigentlich, im Jahr 2010 wurde noch einmal nachgelegt. Dort heißt es:

Historischer Deal: Mitterrand forderte Euro als Gegenleistung für die Einheit

Die Wiedervereinigung hatte ihren Preis. Aus bisher geheim gehaltenen Protokollen geht nach SPIEGEL-Informationen hervor: Erst die Bereitschaft der Kohl-Bundesregierung, ihren Widerstand gegen die Einführung des Euro aufzugeben, ebnete den Weg zur Einheit.

Genau aus diesen Gründen wurden die Deutschen damals auch nicht gefragt, niemals hätte man diese Währung aufgegeben. Deutschland spielt in Europa die zentralste Rolle und nur um unser Land herum lässt sich der sozialistische Superblock stricken. An dieser Stelle möchte ich F.D. Roosevelt zitieren:

„In der Politik geschieht nichts zufällig. Wenn etwas geschieht, dann kann man sicher sein, dass es auf diese Weise geplant war.”

Greifen wir zunächst die aktuellen Schlagzeilen auf, bevor wir wieder in der Geschichte graben. Der Focus schreibt:

Mit vergemeinschafteten Schulden aus der Rezession: Hollande fordert gemeinsame Wirtschaftsregierung der Euro-Zone
Francois Hollande hat eine gemeinsame Wirtschaftsregierung für die Euro-Zone gefordert, die ihr eigenes Budget hat. Die Gruppe der Euro-Länder solle auch eigene Anleihen ausgeben können, sagte Hollande in Paris.

Eigentlich sollte mittlerweile auch der Zurückgebliebenste merken, dass wir uns in einem Selbstzerstörungsprozess befinden. Warum also bekommen das die Regierungen mit all den teuren Beratern von Eliteuniversitäten nicht auf die Reihe und erkennen den Abgrund nicht? Unvermögen kann getrost ausgeschlossen werden, es ist einfach ein perfider Plan. Wie oft Merkel bereits von ihrer “Krönung” geträumt hat, bleibt ihr Geheimnis, aber gegen die Vereinigten Staaten von Europa hat die als “Reformkommunistin” bezeichnete Kanzlerin nichts einzuwenden. Der Widerstand richtet sich nur gegen die Vorgehensweise, da es nur im Gesamtverband “Europa” geht und nicht – wie Hollande fordert – mit der Euro-Zone. Was die Euro-Bonds angeht, ist eigentlich der Vollzug bereits geschehen. Die ESM-Anleihe ist nichts anderes.

Nun noch einen kleinen Schwenk durch die Vergangenheit. Zum Beispiel in der Welt wurde vor etwa einem Jahr getitelt:

Europa-Geheimplan: “Der europäische Superstaat durch die Hintertür”
Konkret geht es dabei um eine Fiskalunion, eine Bankenunion, eine politische Union und die Festschreibung von Strukturreformen, wie mehrere Beteiligte der “Welt am Sonntag” bestätigten. Dies geht dem CSU-Finanzexperten Hans Michelbach zu weit. Die Überlegungen für eine politische und fiskalische Union “gehen gegen die wesentlichen Interessen Deutschlands”.

Merkel stimmt Reformplänen zu

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bekannte sich dagegen zu den Reformplänen. Merkel forderte eine echte politische Union und warb damit, diese bringe auch stärkere Zugriffsrechte mit sich, um Schuldenländer zur Haushaltskonsolidierung zwingen zu können.

Merkel stimmt den Reformplänen zu, dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Unserer Ansicht nach interessiert Merkel das Wohlergehen der deutschen Bevölkerung einen feuchten Kehricht. Die Bevölkerung wird an die Finanzkartelle verramscht und gut.

Wenn wir nun die Uhr noch etwas weiter zurückdrehen – auf 2010 – können wir den gleichen Wortlaut aus dem Spiegel entnehmen, jedoch in dem Fall von einem der böswilligsten Politiker, der mir bekannt sind, Wolfgang Schäuble:

Finanzkrise: Schäuble fordert Wirtschaftsregierung für Europa
“Wir brauchen bessere Instrumente, um den Stabilitätspakt durchzusetzen. Und wir brauchen mehr Koordinierung im Sinne einer Wirtschaftsregierung”, sagte Schäuble der “Zeit”. Auf die Frage, ob es ein bundesstaatliches Europa geben solle, antwortete Schäuble mit “Ja”. Allerdings werde dies kein Bundesstaat der gleichen Art sein, “wie es derzeit die Bundesrepublik Deutschland ist”.

Zu guter Letzt holen wir noch einmal Trichet und Sakozy aus der Tasche, auch dort klingt die Gebetsmühle gleich:

Euro-Krise: Trichet fordert europäische Wirtschaftsregierung
Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy pusht den Plan schon länger, jetzt fordert auch EZB-Chef Jean-Claude Trichet eine europäische Wirtschaftsregierung. Angesichts der Eurokrise müsse die Haushaltspolitik der einzelnen Euro-Staaten einer weit schärfere Kontrolle unterzogen werden, sagte Trichet der französischen Tageszeitung “Le Monde”.[5]

Fazit: Der Plan, einen sozialistischen Superstaat nach dem Vorbild der ehemaligen Sowjetunion zu bauen, ist nicht neu. Ohne Deutschland ist er jedoch nicht umsetzbar und daher wird in der Bevölkerung sukzessive an der Schraube gedreht und die Erkenntnis langsam einsickern gelassen, es sei alternativlos. Schäuble wird 2011 in der New York Times zitiert: “We can only achieve a political union if we have a crisis,” Mr. Schäuble said. (“Wir können die politische Union nur dann erreichen, wenn wir eine Krise haben.”) Das spricht doch schon für sich. All die scheinbaren Fehler sind gezielte Angriffe auf die Souveränität und Freiheit der Staaten in Europa. Wenn im nächsten Jahr die Europawahlen sind, dürfen wir vielleicht schon Frau Merkel als Präsidentin krönen.

Carpe diem“

Großartig, Jens Blecker. Genau so ist es. Doch auch unser Protest geht weiter. Am 11. und 12. Juni. In Karlsruhe.

Kommentare zu: "IK News: Wahl 2014 – Präsident der Vereinigten Staaten von Europa?" (2)

  1. gast schrieb:

    Wenn im nächsten Jahr die Europawahlen sind, dürfen wir vielleicht schon Frau Merkel als Präsidentin krönen. „das wäre fatal“

    http://www.deutsche-nationalversammlung.de/cms/index.php

  2. Merkel wollte für hoch verschuldete Euro-Staaten automatische Sanktionen durchsetzen, Strafzinsen für den Fall von EU-Hilfskrediten und einen Stimmrechtsentzug für Defizitsünder. Inzwischen sinken die Zinsen für Hilfskredite stetig, von einem Stimmrechtsentzug ist nicht mehr die Rede. Und ob es einen Sanktionsautomatismus geben wird, darüber gehen die Interpretationen der EU-Staats- und Regierungschefs auseinander. Im vorigen Frühling gab Merkel dann noch völlig überraschend ihren langjährigen Widerstand gegen Frankreichs Vorschlag für eine europäische Wirtschaftsregierung auf.

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