Die EU ist zu einer Diktatur geworden. Siehe ESM, siehe Zypern, siehe Griechenland usw. Enteignung, Zerschlagung nationaler Verantwortlichkeiten, Entmündigung der Bürger…

Doch dies ist nur die offensichtliche, die sichtbar grausame Seite der EU-Diktatur. Eine andere wichtige, in ihrer schleichend vergiftenden Wirkung viel schlimmere Ausprägung der EU-Diktatur ist die strukturelle Korruption, die durch die EU- und Euro-Strukturen geschaffen wurde.

Fast jede Diktatur kennzeichnet sich durch diese Merkmale der strukturellen Korruption, denn um die Diktatur angesichts der Verarmung der Massen aufrecht zu halten, müssen zugunsten Weniger Vorteile geschaffen werden. Diese „Wenige“ tragen dann durch ausdrückliche oder schweigende Zustimmung die Diktatur. Diese „Wenige“ erfüllen die Funktion des mehr oder weniger funktionierenden „Mittelbaus“, ohne den kein Staat, keine Organisation bestehen kann.

Und es versteht sich von selbst, dass die Formen der strukturellen Korruption legal sind.

Die Gehälter und steuerfreien Zuwendungen für EU-Parlamentarier, EU-Beamte usw., die real zu den absoluten Top-Verdienern gehören, in den ärmeren Ländern sogar zu den Top-Top-Top-Verdienern, sind nur ein Beispiel.

Ein anderes Beispiel sind die „Agrarsubventionen„. Und man erinnere sich: Der Agrarhaushalt macht über die Hälfte des EU-Haushaltes aus. EU-weit geht es hier also um richtig viel Geld. Und die Frage ist: Wer sind denn nun die Empfänger dieser „Subventionen“?

Die heute veröffentlichte Liste der 151 größten EU-Agrar-Subventionsempfänger in Deutschland zeigt (Link, Link):

1. 9 der 10 größten Empfänger sind Organisationen aus dem Einflussbereich des Staates.

2. Insgesamt zählen 56 der 151 größten Subventionsempfänger zum staatlichen Bereich, in der Tendenz mit abnehmender Häufigkeit je geringer die Subventionen ausfallen.

3. Es sind große Agrarkonzerne oder Agrarunternehmen, die die höchsten Subventionen erhalten.

Die interessante Frage ist nun: Was folgt aus demokratischer Sicht aus diesen Zahlungen?

Zunächst kann man annehmen, dass diese Ämter und viele der Agrarunternehmen ohne die Zahlungen der EU nicht existieren könnten, auf dem Markt auf sich gestellt nicht wettbewerbsfähig wären.

Es folgt daraus, dass diese Ämter und Unternehmen systematisch „pro-EU“ sein werden – ganz egal, ob die EU eine Diktatur ist oder die Völker schädigt.

Weiter muss man sich vor Augen halten, dass diese relativ großen Betriebe in Verbänden und anderen Interessensverbänden „das Wort führen“. Das heißt, man kann erwarten,  dass die gesamte organisierte Agrarwirtschaft „pro-EU“ ist, allein deshalb, weil ihre zentralen Spieler gekauft wurden.

Weiter ist zu berücksichtigen, dass diese Situation in allen EU-Ländern gilt, denn die Agrarzahlungen werden in allen EU-Ländern nach den gleichen Regeln geleistet. Das heißt, diese Form der strukturellen Korruption ist dort besonders wirksam, wo wenig Industrie, wenig moderne Dienstleistungen und viel Landwirtschaft ist. In diesen Ländern ist das Einkommen zugleich – eben wegen der schwachen Industrie – relativ gering, der relative Wert der EU-Zahlung folglich besonders hoch.

Damit ist nun klar, dass die strukturelle EU- und Euro-Korruption in Ländern wie Griechenland, Spanien, Portugal usw. besonders wirksam ist. Die dortigen Zahlungsempfänger werden, gerade angesichts des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenbruchs um sich herum, mit „Zähnen und Klauen“ um ihre Subvention kämpfen.

Und das Ergebnis ist, dass viele Völker in Armut versinken und die Staaten trotzdem nicht die Kraft finden, um das Euro-Regime zu verlassen, weil bezahlte politische Söldner im Innern dagegen wirken. Weil die EU-Diktatur „Profiteure“ geschaffen hat, die sich am Niedergang relativ bereichern können, die im Niedergang selbst relativ gesicherte Positionen haben und diese um jeden Preis verteidigen wollen.

Welch ein barbarisches, dem demokratischen Europa unwürdiges Schauspiel.

ADD: Für ein Europa ohne strukturelle Korruption.

Kommentare zu: "Die Funktionsweise der EU-Diktatur: Strukturelle Korruption im Agrarbereich" (1)

  1. Wir danken der LINKEN dafür, dass sie die Deutschen darüber aufgeklärt hat, was die Troika und die griechische Regierung dem griechischen Volk verheimlichen wollen: Kein einziger Euro von den 65 Milliarden, die Griechenland bis heute von der Troika als teures Darlehen bekommen hat, ist für Löhne oder die Subvention von Renten ausgezahlt worden. Alles ist den Banken zugeflossen, als Zinsen für Darlehen, deren Kapital schon bis zu 10 Mal bezahlt worden ist. Die Krise in Griechenland und in den anderen sogenannten “infizierten” Ländern ist eine systemische Krise.

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