Das Volk versteht das Meiste falsch – und fühlt doch fast immer richtig. In diesem Sinne hier als Reblog ein Beitrag von Daniel Neun, radio-utopie.de (Link):

„Deutschland: 59 Prozent haben kein Vertrauen mehr in die “Europäische Union”

Der Staatenbund verliert als “Institution” bei den Staatsbürgern von Großbritannien, Spanien, Italien, Polen, Frankreich und Deutschland massiv an Vertrauen.

In exklusiv mit den Zeitungen “Guardian” (Großbritannien), “El Pais” (Spanien), “La Stampa” (Italien), “Gazeta Wyborcza” (Polen), “Le Monde” (Abbaugebiet der Societe Generale) und die “Süddeutsche” (Home of the Tomanian deflationary Superfans) geteilten Statistiken von “Eurobarometer”, wohl ebenso wohlwollend wie vergeblich aufbereitet vom “European Council on Foreign Relations”, kommen die Oberschichtsklugen des Kontinents zu nach unten hin bahnbrechenden Erkenntnissen. Der die Demokratien und Gesellschaften Europas plündernde und versauende Saftladen “Europäische Union” verliert bei den materiell und immateriell Ausgeraubten und Betrogenen an “Vertrauen”. Oh my God. Wie konnte das alles nur passieren? Nein – wie konnte der Pöbel nur begreifen was passiert?

Der Prozentanteil der Staatsbürger des jeweiligen Landes, die dazu “tendieren der E.U. nicht zu vertrauen, als einer Institution”, ist in Großbritannien, Polen, Spanien, Italien und Frankreich erheblich gestiegen. Das kümmert unter Imperialisten traditionell keine Sau. Verheerend für diese ist lediglich, dass er auch in deren über entsprechende Gilden in Parteien, Presse und Akademikern ferngelenktem Lieblingsspielzeug anstieg, nämlich in der Republik Deutschland.

Das Ergebnis der Umfragen bzw Statistiken von Eurobarometer: Anteil der Bürgerinnen und Bürger des jeweiligen Staates, die dazu “tendieren der E.U. nicht zu vertrauen, als einer Institution” in Prozent, dazu im Vergleich die entsprechenden Statistiken aus Umfragen in 2007, also vor Inkrafttreten des Lissabon-Vertrages und Beginn der “Euro-Krise”:

Großbritannien
Mai 2007: 49 %
November 2012: 69 %

Polen
Mai 2007: 18 %
November 2012: 42 %

Spanien
Mai 2007: 23 %
November 2012: 72 %

Italien
Mai 2007: 28 %
November 2012: 53 %

Frankreich
Mai 2007: 41 %
November 2012: 56 %

Deutschland
Mai 2007: 36 %
November 2012: 59 %“

ADD: Denn die Bürger sind schlauer!

Kommentare zu: "Deutschland: 59 Prozent haben kein Vertrauen mehr in die “Europäische Union”" (4)

  1. Die Bürger sind immer schlauer, besonders nachher.
    Wir brauchen mehr Bürger, die vorher schlauer sind und den Mut dies auch umzusetzen und die Demokratie/Politik/Macht nicht als lästiges, zeitraubendes Etwas zu empfinden.
    Bevor der nächste Krieg vom Zaum gerissen wird/kommt, sollten wir alle vorher schlauer werden und die Politdarsteller/Bankster vom Thron stoßen und mittels der Direkten Demokratie oder besser der Selbstverwaltung, der Internetdemokratie (IDE) neue Maßstäbe setzen. Dank der Neuen Kommunikation wären wir auf dem richtigen Weg!

    • murksel schrieb:

      Leider wird die Telekom der IDE den Garaus machen, fürchte ich.
      Abschaffung der Flat-rate. Und Kontrolle und Zensur des Angebotes über das Internet von der Telekom( neuerdings auch Drosskom genannt = passenderweise).
      —————————————————————————————–
      An den Umfrage-Ergebnissen kann man sehen dass immer mehr EU-Bürger aufwachen.
      Allerdings befürchte ich, dass dies auch nichts mehr ändern wird.

  2. Ohnmacht schrieb:

    Zum Aufwachen ist es nie zu spät. Hauptsache jeder rafft sich dann auch auf und tut das richtige! Nämlich die richtige Wahl treffen im September. Außerdem an den entsprechenden Demos teilnehmen, sodass die Politiker uns nicht mehr übersehen können. Wenn schon die vormals gewählten Vertreter des Volkes tatenlos allem zustimmen, was von der EU diktiert wird, müssen wir – das Volk- was machen! Also, wacht endlich auf solange wir noch dieses Medium nutzen können!

  3. Die Illusion der Wahl schrieb:

    _Wir Bürger sollten uns für die gemässigten Kräfte in der AfD stark machen. Das Parteiprogramm ist eigentlich sehr gut bis auf ein Manko, den radikalen Schnitt des Euroaustritts.

    Der Euro-Austritt polarisiert ungemein und ich bezweifle, dass der sich in der Radikalität durchsetzen lässt.

    Wilhelm Hankel (AfD) ist nicht nur am Finanzmarkt erfahren, er hat den Vorschlag von John Major wieder aufgegriffen: Das Pfund Sterling beizubehalten und trotzdem den Euro einzuführen. Diesen Vorschlag will er reaktivieren.
    Das hiesse, die nationalen Währungen würden eingeführt und der Euro würde zur Verrechnungswährung. Dann bestünde die Möglichkeit der Abwertung für die Schwächeren.

    Wer Demokratie will, dem sollte die AfD gelegen kommen, zumal sie auch die Hoheittsrechte zurückholen will, und der sollte die Partei nicht den radikalen Kräften überlassen.
    Bisher ist noch alles offen und sie liefert ein gutes Bild.

    Mit der Kraft der zwei Währungen – den Artikel findet man auf zeit-fragen.ch.

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