Schreiben nicht wir, sondern wurde in der führenden spanischen Tageszeitung „El Pais“ veröffentlicht. Um die Bedeutung zu verstehen: El Pais ist in Spanien ungefähr wie FAZ, Süddeutsche und Spiegel zusammen. El Pais ist das mediale Herz des Landes.

Der Artikel „Alemania contra Europa“ wurde dann zensiert, so wie jüngst beim Spiegel (Link), nur noch viel konsequenter: Er wurde völlig entfernt (Link).

Jeder und jedem, der den Euro als „Friedensprojekt“ bezeichnet, dem sei die Lektüre dieses Artikels empfohlen.

Und zum Glück gibt es noch das Internet. Der Orginaltext findet sich hier (Link).

Die Übertragung liest sich ungefähr so (Notfallübersetzung mit Google, redigiert):

Deutschland gegen Europa

Es ist sehr bezeichnend, dass in der Regel die Rede von“ Bestrafung “ ist, wenn Merkel und ihre Minister Strafen auf die Länder verhängen, die am stärksten von der Krise betroffen sind.

Sie erzählen ihren Landsleuten, dass sie uns als Folge unserer Verantwortungslosigkeit bestrafen und für unsere Schulden jetzt die Deutschen zahlen. Aber die Begründung ist falsch, denn  verantwortungslos waren nicht die Völker, die Merkel entschlossen ist zu bestrafen, sondern deutsche Banken und jene anderer Länder, die Geld mit Verantwortungslosigkeit ausgeliehen haben, um Milliardengewinne zu machen.

Den Europäische Wirtschafts-Gruppen gelang es, ein Modell der Währungsunion sehr unvollkommen zu etablieren, das sich asymmetrisch und schnell reproduzierte und die ursprünglichen Ungleichheiten zwischen Volkswirtschaften vergrößerte, die beteiligt waren. Und dank seiner enormen Investitionen Kapazität und der großen Macht der Regierungen konnten große nordeuropäische Unternehmen viele Unternehmen und sogar ganze Bereiche der Peripherie-Länder wie Spanien kaufen. Das verursacht die enormen Handelsbilanzdefizite und -überschüsse vor allem in Deutschland und in geringerem Maße auch in anderen Ländern.

Parallel dazu konzentriert die Politik der aufeinanderfolgenden deutschen Regierungen immer mehr Einkommen am oberen Ende der sozialen Pyramide durch die Erhöhung der bereits hohen Einsparungen. Von 1998 bis 2008 ist der Reichtum der reichsten 10% in Deutschland von 45% auf 53% gestiegen, der folgenden 40% von 46% bis 40% gefallen und der ärmsten 50% von 4% auf 1%.

Diese Umstände stellten den deutschen Banken riesige Mengen an Geld zur Verfügung. Doch statt dem deutschen Heimatmarkt zu widmen und die Situation der unteren Einkommensschichten zu verbessern, verwendeten sie diese (etwa 704.000 Millionen Euro bis zum Jahr 2009 nach Angaben der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich), für die Schulden der irischen Banken, für die Finanzierung der spanischen Immobilienblase, für Unternehmensanleihen oder um zu spekulieren; dadurch wurde die private Verschuldung in den peripheren Europa wie in Griechenland befeuert und  die deutschen Banken mit toxischen Vermögenswerte aufgeladen (900.000 Mio. EUR in 2009).

Bei Ausbruch der Krise wurde ernsthaft gestört bekam aber ihre Zahlungsunfähigkeit, anstatt erscheinen als das Ergebnis seiner großen Rücksichtslosigkeit und Verantwortungslosigkeit (die nie bezieht Merkel), wird als Ergebnis von Abfällen und die öffentliche Verschuldung vorgestellt Länder, in denen die Banken waren diejenigen, die gedient hatte. Die Deutschen zogen schnell ihr Geld aus diesen Ländern, aber die Schulden blieben in den Bilanzen der Banken. Merkel erwies sich als Vorkämpfer der deutschen Bankiers und startete zwei Strategien: A: Rettungsaktionen, verkaufte sie, als ob sie zur Rettung des Landes zielten, tatsächlich aber wurden Regierungen Darlehen gegeben, um das Geld weiter zu geben an inländische Banken, so dass diese sich sie so schnell wie möglich erholen und sofort bezahlen können, darauf bestehen die Deutschen. Die steigenden Risikoprämien auf die Schulden der Peripherie reduzieren die Kosten mit den sich Deutschland finanziert, abgeschnitten durch die EZB.

Merkel,wie Hitler, hat den Krieg gegen den Rest Europas erklärt, um ihren wirtschaftlichen Lebensraum zu sichern. Wir werden bestraft, um ihre Unternehmen und Banken zu schützen und um vor ihren Wählern ein Wirtschafsmodell zu verheimlichen,  das zur höchsten Armut in den letzten 20 Jahren geführt hat und um zu verbergen, dass 25% der Arbeitnehmer weniger als 9,15 € / Stunde verdienen, oder dass die Hälfte der Bevölkerung nur über ein elendes 1% des nationalen Reichtums verfügt.

Die Tragödie ist die massive Absprachen zwischen pan-europäischen finanziellen Interessen, die unsere Regierungen dominieren, und dass diese, anstatt mit Patriotismus und Würde die Interessen der Bürger zu verteidigen, diese verraten und als bloße Statisten Merkels handeln.“

Dieser eine Text enthält mehr Wahrheit, als in drei Jahren Euro-Wahnsinn von Merkel und Schäuble und Draghi und der ganzen Euro-Junta zusammen gesagt haben.

ADD: Für Demokratie.

 

Kommentare zu: "„Merkel, wie Hitler, hat den Krieg gegen den Rest Europas erklärt, um ihren wirtschaftlichen Lebensraum zu sichern.“" (16)

  1. murksel schrieb:

    Ein toller spanischer Artikel! Sollte weitmöglichst verbreitet werden, finde ich

  2. Ja – dieser Artikel enthält einerseits viel Wahrheit, was die Banken betrifft, andererseits muss man auch immer die individuelle Verantwortung sehen.

    Wenn ich nur 1800 Euro im Monat verdiene, dann kann ich mir kein Haus oder Wohnung für über 200.000 Euro finanzieren. Das geht rein rechnerisch einfach nicht, wenn ich noch essen, trinken und Kleidung kaufen möchte oder Kinder versorgen muss oder ein Auto brauche, um zur Arbeit zu kommen.

    Hier in Deutschland waren die Banken bei privaten Krediten und Immobilienkrediten immer sehr auf Sicherheit bedacht. Es wird immer genau geschaut, wie viel Eigenkapital da ist, wie hoch und wie sicher das Einkommen ist etc. etc. und danach wird berechnet, wie viel Immobilie, oder sonst irgendetwas sich jemand leisten kann. Das wurde in Spanien zum Beispiel versäumt, genau wie bei der Immobilienblase in Amerika etc..

    Dann schauen wir doch mal nach Griechenland: Die Menschen dort hielten es für selbstverständlich, mit 55 in Rente zu gehen, es wurde weder in Industrie, noch in Infrastruktur investiert und fast die Hälfte der Bevölkerung arbeitet im öffentlichen Dienst. Der Rest in der Tourismusbranche oder in der Landwirtschaft. Jeder ist korrupt wie Sau – schon um eine Operation im Krankenhaus zu bekommen, muss man die Ärzte schmieren, sonst landet man immer wieder ganz am Ende der Warteliste. Und viele Familien leben noch von Opas Rente, wenn der schon lange tot ist. Schon beim Beitritt in die Eurozone wurden die Staatsfinanzen gefälscht und die EU hat das zugelassen, es wurden über die Jahre Milliarden zu viel an Agrarsubventionen abgeschöpft (zum Beispiel wurden so viele Olivenbäume angegeben, dass rein rechnerisch das Land fast doppelt so groß sein müsste, damit die alle reinpassen) und die EU hat immer noch freundlicherweise weggeschaut. Schon der Eurobeitritt hätte also verhindert werden müssen. Solange das aber alles so lief und alle zugeschaut und nix gesagt haben und jeder sein Schäufelchen vom Reibach abbekam, war alles gut – da hat man keinen einzigen Griechen gegen Korruption und die Regierung demonstrieren sehen. Wo waren denn da alle? Solange das Bakschisch floss, waren alle glücklich, oder nicht?

    Das sich aber weder ein Privathaushalt, noch ein Staat, auf Dauer grenzenlos verschulden kann, ist rein rechnerisch absehbar, weil er irgendwann schon so viel Zinsen zahlen muss, dass seine Einnahmen dazu nicht mehr ausreichen, geschweige denn zum Schuldenabbau.

    Was ich also überhaupt nicht leiden kann, ist das absolute von sich weisen der eigenen Verantwortung. Freiheit bedingt Eigenverantwortung, das sollte allerdings auch und im Besonderen für Banken gelten. Die Einlagen (Spareinlagen, Sichteinlagen, Geldmarktkonten etc.) sollten staatlich abgesichert werden, nicht die Bank. Bank geht Pleite, Pech gehabt für diejenigen, die in undurchsichtige und risikoreiche Derivate etc. investiert haben. Shit happens! Wer in Zeiten von Minizinsen große Renditen erwirtschaften möchte, muss auch das Risiko tragen. Das Problem ist also das unkontrollierte Bankensystem, und die gekauften europäischen Regierungen, die uns sehenden Auges in eine absolute EU-Diktatur führen wollen. Da sind Merkel und Schäuble allerdings ganz groß mit dabei, das gebe ich zu.

  3. dieandereperspektive schrieb:

    Wo ist denn die konkrete Antwort auf die Frage wohin die ganzen Gelder geflossen sind, die als Rettungspakete bewilligt worden sind? Das sind die richtigen Argumente!

  4. Roady schrieb:

    Hinsichtlich der Angelegenheit Zypern sei kurz angemerkt, daß vor etwa 18 Monaten ein Steßtest seitens der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) und der Europäischen Zentralbank (EZB) durchgeführt wurde, die die zypriotischen Banken seinerzeit doch „einwandfrei“ bestanden haben.

    Jetzt aber sind sie pleite? Sie müssen gerettet werden?

    Es sollte langsam allen klargeworden sein, was für ein perfides Spiel hier in Europa abläuft und was demzufolge von den o.g. „Aufsichtsorganen“ zu halten ist; Merkel & Co. sind letztendlich Schachfiguren in diesem Spiel; Goldman Sachs & Co. läßt grüßen.

  5. Auch Zypern und auch Zyperns Bürger sind zum Teil zumindest selbst schuld. Stresstest hin oder her. In der Welt stand ein Vergleich dessen, was ein Investment von 10.000 Euro seit 2008 (Beginn der Krise mit Platzen der amerikanischen Immobilienblase) in Deutschland gebracht hat, in Zypern, in Italien oder in Spanien. In Deutschland brachte es dieses Investment auf durchschnittlich 11.100 Euro in diesen 5 Jahren – inflationsbereinigt waren es nur knapp 10.400 Euro. Das gleiche Investment brachte in Zypern durchschnittlich 14.000 Euro und inflationsbereinigt immerhin noch gut 13.000 Euro. In den anderen Krisenländern lagen die Werte dazwischen. Und das wurde nur dadurch erreicht, dass die zypriotischen Banken vor allem in Hochrisikopapiere wie griechische Staatsanleihen investiert haben. Ein großer Teil der Hilfsgelder für Griechenland ist also über den Weg der Banken in zypriotische (und auch russische) Taschen geflossen, aber auch hier sperren sich die Sparer und Investoren, ihre eigene Verantwortung zu sehen. Auch hier soll das Motto gelten – Gewinne werden individualisiert und Verluste vergesellschaftet. So läuft das nicht! Wer im großen Investmentspiel (also im bestehenden beschissenen System) mitspielt, der muss auch das Risiko tragen – zur Not auch das Risiko eines totalen Kapitalverlustes. Wer nicht mitspielt investiert in Sachwerte, Gold und Silber und beschränkt die Beziehungen zu seiner Bank auf ein absolut notwendiges Minimum wie ein Girokonto oder eine kleine Rücklage für Notfälle in Form einer Sichtanlage (Sparkonto oder Geldmarktkonto). Auch da gibt es die Gefahr der Verluste, aber diese Werte haben einen sogenannten immanenten Wert. Nicht, dass der Staat diese Dinge (Edelmetalle) nicht konfiszieren könnte, aber bestimmt nicht so schnell, wenn man sie weitgehend anonym kauft und zu Hause und nicht in einem Bankschließfach (müssen dem Finanzamt gemeldet werden) deponiert.

  6. Noch etwas, dass das ganze System krank ist und geändert werden muss, ist klar. Keine Frage, da sind wir uns mit Sicherheit alle einig. Nur ich als Individuum kann nicht einerseits dieses alte Mistsystem versuchen, zu meinem Vorteil auszunutzen und andererseits dann nach mehr Staat schreien, aber gleichzeitig mehr Freiheit fordern, wenn es schief geht. Freiheit = volle Eigenverantwortung!
    Ich kann nicht ins bestehende und absehbar untergehende System investieren und dann wollen, dass andere Staatsbürger meine entstehenden Verluste kompensieren, aber gleichzeitig nach Freiheit schreien, wenn deren Regierungen mehr Kontrolle fordern.

  7. Roady schrieb:

    Zyperns Banken führen nicht nur Spekulanten und Großkapitalisten als Kunden; sondern eine Menge von Kleinsparern, die dieses Mißgeschick trifft, genauso wie in Griechenland und anderen Ländern.

    Im übrigen, etwa 96 % der notwendigen Kredte, die zur „Rettung“ zur Verfügung gestellt werden, erhält das Bankensystem des betreffenden Landes, nicht das Land selbst.

    Langsam sollte es klar sein, daß wir alle – und damit meine ich wirklich alle – in einer Konzern- und Bankendiktatur mit Planwirtschaft leben und nicht in einer freien Marktwirtschaft, ergo einem System, in dem der Geldwert und der Gewinn einer Minderheit über dem Wohl der Mehrheit stehen.

  8. Roady schrieb:

    ohne Worte

  9. Benno schrieb:

    Nun, die meisten Exporte werden nicht von den Kriesenländern bezahlt (Target2-Saldo im März: 616 Mrd) und werden wohl auch nie bezahlt werden. Dies trägt der deutsche Steuerzahler.
    Die Ursache ist der Euro: Ohne Euro hätte das deutsche Kapital nie den Weg in die Krisenstaaten gefunden. Deutsche Banken ließen sich ja auch nicht mit Moldawien ein, sondern nur mit den Eurozonenländern. Durch den Euro wurde es übrigens auch den Südstaaten ernöglicht, in D aufzukaufen: Mit Pesete hätte Hochtief nie erworben werden können.
    Schuld trägt der euro und Barroso und Junckers, die jahrelang das Wirtschaftsmodell Spaniens als mustergütig anboten und nichts dabei fanden, dass: Spanien Jahr für Jahr mehr Immobilien baut als Frankreich, Deutschland, Grossbritannien und Italien zusammen.
    Ohne Euro wäre das nicht möglich.
    “ sogar ganze Bereiche der Peripherie-Länder wie Spanien kaufen.“ Unsinn: Spanien hat mehr imprtiert als exportiert (und via Target2 anschreiben lassen). Vor dem Euro hatte Spanien übrigens 1995 schon über 20% Arbeitslosigkeit und zwar so viel wie im Mai 2012.
    Nur im Euro haben sich noch die privaten haushalte und Unternehmungen verschuldet: Spanien steht im ranking der Gesamtverschuldung(Staatsschulden+ priv+Unternehmer) ganz oben. Warum? Weil Spanien im Euro anstatt über 12% plötzlich nur noch 4% Zinsen zahlen mußte, denn der Zins für alle Euroländer fiel auf deutsches Niveua (In Griechnland von 22%). Der Grund: wieder der Euro. Ohne Euro wäre die Verschuldungsorgie der Südstaaten nicht in dem Ausmaß möglich gewesen und Nord-Kapital wäre nicht in diese Staaten geflossen.
    Der Euro ist die Ursache, und der gehört abgeschafft.

    • Ja – lieber Benno – von den Target 2 Schulden der Euro Staaten uns gegenüber (inzwischen etwa 700 Milliarden Euronen) die wir wahrscheinlich vollständig in den Wind schreiben können, hab ich noch gar nicht gesprochen – das kommt noch dazu. Aber wie unser Herr (Ober-Europa-Diktatur-Anhänger) Schäuble so schön gesagt hat: Nur mit Hilfe einer wirklich schlimmen Krise lassen sich die Menschen in Europa unter eine einheitliche europäische Regierung zwängen!!!“ Äußerungen wie diese lassen natürlich die wage Vermutung zu, dass der Euro und die Erschaffung der Euro-Zone genau dieses Ziel hatten – eine wirklich tiefe und böse Krise zu erschaffen, um uns besser versklaven zu können – nicht wahr? Deswegen sage ich ja, dass man sich dem System so weit wie möglich entziehen sollte.
      Ob es vor Enteignung schützt, wenn man wie oft vorgeschlagen seine Euronen auf mehrere Banken verteilt, wage ich zu bezweifeln, weil bald die ganze Währung nicht mehr das Papier wert ist, auf dem sie gedruckt wurde.

  10. Hier der Text korrekt aus dem spanischen übersetzt.

    http://krisenfrei.wordpress.com/2013/03/25/deutschland-gegen-europa/

  11. Lilly schrieb:

    Deshalb gibts am 22.9. nur eines ….“Alternative für Deutschland“ wählen

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