Italien hat gewählt. Diese Wahl hat die Euro-Welt grundlegend verändert. Warum? Weil mit dieser Wahl klar ist, dass der bisherige Weg nicht weiter gegangen werden kann. Die Mehrheit der Bürger in Italien hat mit ihrer Wahl für Beppo Grillo und Berlusconi dagegen gestimmt und gegen Italien kann dieser Weg nicht weiter verfolgt werden.

Was war dieser Weg? Ganz einfach und nur etwas verkürzt gesagt bestand der Weg darin, dass Deutschland Hilfszahlungen an die Krisenländer finanziert (bzw. dafür haftet, was real langfristig das Gleiche ist) und diese im Gegenzug weniger schnell mehr Geld ausgeben (die sogenannte Austerität oder Reformpolitik, die in Wirklichkeit aber nur ein geringeres Anwachsen der Ausgaben war).

Dieser Weg ist gescheitert. Die EU, die Eurozone, die Nomenklatura werden diesen Weg nicht weiter gehen. Warum? Weil sonst ihr eigentliches Projekt scheitern würde: Die Schaffung des Zentralstaats EU-Eurozone.

Welche Alternativen der Entwicklung gibt es nun?

Kurz gesagt sind dies nur zwei.

Die erste Alternative besteht darin, die Eurozone zu „modifizieren“, Italien und andere Länder, deren Bürger den Euro nicht mehr wollen, „fallen zu lassen“.

Die zweite Alternative ist, via EZB massiv Geld zu drucken, das den Staaten der Eurozone und der EU für „Investitionen“, also zur Finanzierung der Staatshaushalte mehr oder weniger bedingungslos (offiziell wird das natürlich anders beschreiben werden), überlassen wird.

 Es ist nun relativ klar, dass die Nomenklatura den zweiten Weg wählen wird. Die Gründe dafür sind:

Die Erfahrung: Die grundlegende Situation ist nicht neu und bisher hat sich die Nomenklatura immer für die Handlungsalternative entschieden, die zum EU-Zentralstaat führt (man denke zum Beispiel an den Mai 2010 und die erste Griechenlandkrise, als der ganze Wahnsinn erst so richtig losging).

Die kurzfristigen Interessen der „Elite“ in Deutschland: Frau Merkel und die CDU/CSU wollen wiedergewählt werden. Sie werden Alles tun, um eine große Krise vor Herbst 2013 zu vermeiden.

Die kurzfristigen Interessen der „Elite“ in den Krisenländern: Ein großes, letztlich von der EZB finanziertes Ausgabenprogramm wäre ein großer politischer Erfolg für alle „EU-Eliten“ von Griechenland über Italien, Spanien, Frankreich bis Irland. Es würde wahrscheinlich (Risiko siehe unten) kurzfristig zu Wachstum und einem Sinken der Arbeitslosigkeit führen.   

Die Angst: Der erste Weg riskiert, dass die Bürger selbst das Heft des Handelns in die Hand nehmen. Die „Elite“ wird das nicht riskieren wollen, zumindest solange nicht, wie das Militär noch nicht hinreichend „europäisiert“ ist.

Dass „Gelddrucken“ letztlich zur Verarmung aller führt (außer jener Eliten natürlich, die profitieren und ihre Gewinne rechtzeitig in Sicherheit gebracht haben), wird vor diesem Hintergrund keine Rolle spielen. Man wird einfach ein paar Argumente finden, um diese Wahrheit umzukehren, nach dem Motto: Was nützen langfristige Lösungen, wenn wir kurzfristig unsere Macht verlieren?

Das einzige echte Risiko aus Sicht unserer Nomenklatura ist, dass die Finanzmärkte das ganze Theater durchschauen. Wohlbemerkt: Nicht die Bürger. Die Bürger, das zeigt die Entwicklung der letzten Jahre, können medial und politisch kontrolliert werden, solange die wirtschaftliche Entwicklung nicht gar zu schlecht wird.

Die Finanzmärkte auf der anderen Seite werden sowohl in den USA als auch in der EU immer stärker „in die Zange“ genommen. Dass es der kritischen Ratingagentur „Egan-Jones“, die die USA bereits auf AA- herabgestuft haben, verboten wurde, die USA in den nächsten 18 Monaten noch einmal neu zu bewerten, ist nur ein kleines Beispiel. Außerdem sind die EZB und die FED ja auch noch da.

Die Euro-Diktatoren werden jedenfalls davon ausgehen, dass sie die Finanzmärkte unter Kontrolle werden halten können.

Was bedeutet diese Lage nun für uns, die im demokratischen Widerstand engagierten Menschen?

Die Folgerung aus der beschriebenen Lage ist, dass wir unseren Protest möglichst wirkungsvoll in die Finanzmärkte hineintragen sollten. Wir sollten in Banken, in den Börsen, in den Finanznetzwerken dieser Welt und nicht zuletzt in der EZB Aufklärung betreiben und Protest und Widerstand ausüben.

Dort wird unser Widerstand voraussichtlich bis auf weiteres die größte Wirkung haben.

ADD: Den Bürgern die EZB!

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Kommentare zu: "Der nächste Schritt der Euro-Wahnsinnigen" (7)

  1. Jörg-Peter Schweizer schrieb:

    Betr.: Wichtige Öffentlichkeitsinformation!

    Warum der EURO auf lange Sicht gesehen den garantierten Untergang unserer Gesellschaft bedeutet, mit nicht abzusehenden immensen katastrophalen Auswirkungen auf uns Bürgern, lesen Sie unter anderem im nachfolgend aufgezeigtem Info-Artikel vom „Aktionsbündnis Direkte Demokratie“.

    Vor der Euro-Einführung zum 01.Januar 2002 in Deutschhland klagte eine Klägergemeinschaft aus 5 Wirtschafts- u. Finanzwissenschafts-Professoren beim BVerfG erfolglos gegen die Euro-Einführung.
    Der zuständige Senat am BVerfG betrachtete hierbei Politikerinteressen als höherrangig bedeutsamer gegenüber Volksinteressen.

    Und die Politik von Helmut Kohl CDU/CSU setzte dem noch eins drauf -im Gegensatz zu den übrigen europäischen Staaten- mit politischer Machtdemonstration das dem deutschen Volke zustehende „Volksreferendum“, machtpolitisch konsequent zu verweigern, wie es nun Mal für einen demokratischen Rechtsstaat jedoch selbstverständlich sein sollte.

    Wie Recht allerdings die Kägergemeinschaft hatte, dies zeigt und beweißt das heutige und in verstärktem Maße stets zunehmende Euro-Desaster und der wahre Euro-Wahnsinn.

    „Das Volk muß die Politik zur Vernunft zwingen – Raus aus dem Euro, zurück zur nationalen DM-Währung“
    Je eher, desto besser.

    Jörg-Peter Schweizer (Stuttgart)

  2. pedrobergerac schrieb:

    Würde der Staat, das Volk als wahrer Souverän, alles Geld dass er braucht, um Schulen, Krankenhäuser, Kindergärten, Straßen, Brücken etc. zu errichten und zu unterhalten, würde der Staat dieses Geld selber aus der Luft schöpfen (Fiat Money) wie es die Privatbanken machen, dann bräuchte er keine Kredite aufnehmen, ergo keine Zinsen zu zahlen, wäre nicht verschuldet und wir bräuchten deswegen keine Steuern zu zahlen.

    So aber bekommt er das Geld von den Banken und muss alles tun, was die Banken wollen.

    Damit das nicht so offensichtlich ist gibt es ein wenig Geplänkel mit der Bankenaufsicht und dem Bund der Steuerzahler, um uns Allen Sand in die Augen zu
    streuen.

  3. Thomas schrieb:

    Vorsicht: Nach diesem Film gibt es Wut im Bauch !
    http://www.bilderberger.ch/?p=9820

  4. Warum bei der anstehenden Bundestagswahl, im September dieses Jahres, das „AKTIONSBÜNDNIS DIREKTE DEMOKRATIE“ wählen von solch historisch wichtiger Bedeutung für die BR-Deutschland ist:

    Noch kann die für unser Land alles zerstörende Gefahr durch den EURO abgewendet werden mit Hilfe des „Aktionsbündnis Direkte Demokratie“.

    Jetzt beweist und bewahrheitet sich mit dem EURO in vollem Umfang, was zahlreiche EURO-Skeptiker längst und zu Recht als Unheil für unser Land prognostiziert haben.

    Zu Beginn der Euro-Einführung, im Jahre 2002 für die BR-Deutschland, war meine spontane Reaktion: „Das bedeutet auf lange Sicht gesehen den garantierten Untergang unserer Gesellschaft in bitterste Volksverarmung, sollte sich der Euro bewahrheiten“.
    Untermauert wurde mein begründeter Verdacht einer immens zerstörerischen Gefahr durch die „Eurowährung“ für unser Land, indem die damalige Bundesregierungskoalition zusammen mit den Oppositionsparteien im Deutschen Bundestag, das dem Deutschen Volke selbstverständlich zustehende Volksreferendum vorsätzlich verweigert hat.

    Für einen sozialdemokratischen Rechtsstaat ein ungeheuerlicher Angriff auf die DEMOKRATIE, wenn die Politik dem Volksouverän über sein eigenes Schicksal ein ihm zustehendes Mitspracherecht (Referendum) vorsätzlich verweigert.
    Und es wird zunehmend noch weitaus schlimmer kommen, sollte die Eurowährung für die BRD weiteren Fortbestand haben!

    Aus diesem und noch vielen weiteren Gründen wähle ich selbstverständlich bei der diesjährigen Bundestagswahl das „Aktionsbündnis Direkte Demokratie“, denn unser Land kann sich den Euro in der Tat nicht leisten, ohne die dadurch bedingten extreme finanziellen Nachteile für die eigene Bevölkerung.

    Da sich die weitaus größere Bevölkerungsmehrheit der Deutschen vernünftiger Weise für die Rückführung der nationalen DM ausspricht, bitte ich jeden Euroskeptiker- u. gegner, mit seiner Wählerstimme das „Aktionsbündnis Direkte Demokratie“ zu unterstützen und zu wählen.
    Das von der Politik demokratiefeindliche und dem deutschen Volke verweigerte Volksreferendum zur Euroeinführung, soll nun bei der Bundestagswahl abgestraft werden, mit Ihrer Wählerstimme für das „Aktonsbündnis Direkte Demokratie“

    Jörg-Peter Schweizer (Stuttgart

  5. […] “Der nächste Schritt der Euro-Wahnsinnigen” den unten in Auszügen stehenden Beitrag (Link). Wir denken, er ist noch genauso aktuell und wir dürfen erwarten, dass bald neue […]

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