Die Nachricht, vom möglichen Rückzug des Bundes aus der Finanzierung des „Bahn- und Immobilienprojekts Stuttgart 21“ hat hohe Wellen geschlagen. Viele, der seit langem engagierten Gegner des Projekts sehen endlich Licht am Ende des sprichwörtlichen Tunnels. Viele der Befürworter des Projekts krazen sich vermutlich enttäuscht den Kopf.

Stuttgart 21 ist nicht per se unser Thema.

Gleichwohl zeigt die Geschichte von Stuttgart 21 einige sehr wichtige Lehren:

1. Fakten sind stärker als Meinungen, denn es ist einfach Realität (neben anderen Kritikpunkten), dass die Kosten für das Projekt schon seit langem viel zu niedrig angesetzt wurden.

2. Protest kann wirklich etwas verändern, denn ohne den hinhaltenden, verzögernden Protest der Stuttgarter wären längst – ohne Rücksicht auf Kosten – Fakten geschaffen worden.

3. Selbst um nur ein Bahn- und Immobilienprojekt aufzuhalten, braucht der Widerstand einen sehr, sehr langen Atem.

4. Der Protest mag fast schon gescheitert erscheinen – obwohl 100.000 in Stuttgart demonstrierten, obwohl eine grün-rote Regierung an die Macht kam, obwohl eine Volksabstimmung abgehalten wurde – und kann trotzdem noch sein Ziel erreichen.

Wir, die sich für echte Demokratie und gegen die aufziehende Euro-Diktatur engagieren, können – ganz gleichgültig, ob wir für oder gegen S21 sind – unendlich viel aus dieser Geschichte lernen.

Vertrauen.

Entschlossenheit.

Mut.

Durchhaltevermögen, auch wenn alles schon verloren erscheint.

Und vor allem, dass die Freude am Widerstand als Prozess entscheidend ist.

Unser Thema, die Entdemokratisierung, der Verlust der Bürgerlichkeit und des Rechtsstaates im Namen einer machtbesoffenen EU- und Euro-pseudo-Elite ist unendlich viel schwieriger und weitreichender als das Thema S21. Entsprechend wird unser Kampf noch viel schwieriger und länger, die Anfeindungen und Gegnerschaften noch viel größer.

Doch S21 zeigt uns: Man kann gewinnen. Und wir werden gewinnen.

Aktionsbündnis Direkte Demokratie: Die Gesellschaftsbauer mit Freude!

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Kommentare zu: "Stuttgart 21 am Ende – und die Lehren daraus" (4)

  1. Irmgard Graf schrieb:

    Hallo, zusammen,
    Stuttgart 21 wäre problemlos finanzierbar, wenn der Staat sein eigenes Geld ohne Zins und Zinseszins schöpfen würde. Dann müßten wir nicht einmal Steuern zahlen. Dieses Thema sollten Sie anpacken. Damit lösen sich die meisten Probleme von selbst. Lesen Sie das Buch „Der Dollar-Crash“, dann wissen Sie Bescheid, wo der Hund begraben liegt. Es ist DIE einzige Lösung aller Probleme! Die Banken sind alle in Privathand und können mit uns machen, was sie wollen.

    • Liberty schrieb:

      „Stuttgart 21 wäre problemlos finanzierbar, wenn der Staat sein eigenes Geld ohne Zins und Zinseszins schöpfen würde. Dann müßten wir nicht einmal Steuern zahlen.“

      Ist das satirisch gemeint? Was glauben Sie wohl was passiert wenn der Staat sein eigenes Geld schöpfen würde, er also das Monopol der Geldproduktion von der Zentralbank übernehmen würde? (Abgesehen davon, dass es mit der Zentralbank heute bereits beim Staat liegt, und eben dieser Staat den Banken alle Privilegien die sie heute genießen, überhaupt erst eingeräumt hat.) Er würde Geld drucken bis die Schwarte kracht! Und das bedeutet (wie heute auch schon) Inflation bis zum Abwinken! Die Dummen dabei sind immer die Normalbürger, die die Rechnung bezahlen mit der Entwertung ihres Lohnes und ihrer Ersparnisse.

      Es spielt nämlich schlichtweg keine Rolle, WER das Geldmonopol besitzt, das Problem ist dass es überhaupt existiert! Jeder der dieses enorme Privileg besitzt, ganz egal ob dies der Staat, die Privatbanken oder die Heilsarmee ist, wird früher oder später über die Maßen davon Gebrauch machen, jede andere Annahme halte ich für extrem naiv.

      Glauben Sie ernsthaft Sie hätten hier ein wundersames Perpetuum Mobile gefunden, mit dem man wie durch Zauberhand mittels Gelddrucken alle finanziellen Probleme lösen könnte? Ellen Brown scheint dies ja ernsthaft zu glauben, aber Sie Frau Graf, werden doch hoffentlich nicht so naiv sein, oder?

  2. Carsten Ax CR schrieb:

    Genau, ist nicht unser Thema. Ich hoffe der Bahnhof wird gebaut. Kostet er was er wolle und wenn es 12 Mrd. € sind.

    Die Südstaaten verprassen die Kohle und wir sollen spießige Kopfbahnhöfe haben?? Nein Danke.

    Wenn Sie ihrer eigenen ESM Argumentation nur ein bisschen glauben würden und gefestigter wäre, wüssten Sie, dass alle Schulden bald weginflationiert sind. Der Bahnhof kostest also nichts. Das hätten Sie schrieben sollen. Das ist unser Thema.

    • @ Carsten Ax CR: Wenn alle Schulden weginflationiert sind, sind die Vermögen auch Null. Es bleibt dann ein inflationierter Bahnhof mit Null Vermögen und mit Kunden mit Null Vermögen. Wie weiland bei der DM bekommen sie dann NACH der Währungsreform ein Kopfgeld, das sie zum fressen brauchen werden! Sie können dann gern mit ihrem Kopfgeld eine sinnlose Reise mit der Bahn machen, oder sie nehmen ihre übrig gebliebenen Reiskörner aus dem Schrank und bezahlen dann damit, sofern sie dann einen willigen Schaffner finden, der ihre Reiskörner gebrauchen kann. Sorry für so viel Polemik, aber das musste sein.

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