Heute veröffentlichen wir schoneinmal vorab das Grußwort von Wilhelm Hankel, eh. Leiter der Währungsabteilung des Wirtschaftsministeriums, Chef der Bank-und Versicherungsaufsicht sowie Kläger vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Einführung des Euro und gegen die Griechenland-Hilfen.

Grußwort Wilhelm Hankel

„Liebe Mitbürger,

ESM steht für Europas Schuldenmisere, ist nicht nur ein dreister Zugriff auf unsere Lebensersparnisse, die Zukunft unserer Kinder, sondern das Ende des inneren Friedens in Europa. Das Gegenteil dessen, was wir mit Europa verbinden und von ihm erwarten. Kein Beispiel europäischer Solidarität, sondern erpresserischer, ja fast mafiöser Nötigung und Ausbeutung unter europäischen Nachbarn, die wir für Freunde hielten. Zu starke Worte?

Hier die Fakten:
Auf 8 bis 10 Billionen Euro (vier deutsche Bruttoinlands-Produkte) werden die Schulden geschätzt, die Regierungen und Geschäftemacher in Griechenland, Spanien, Portugal, Italien und Irland in den letzten 13 Jahren mit Hilfe der Euro-Währung angehäuft haben.
Niemand sagt uns wofür! Keiner dieser Staaten ist mit Hilfe dieser unfassbaren Summen wettbewerbsfähiger und sozialer geworden.
Und niemand gibt zu, dass diese in der Geschichte Europas einmalige Geldverschwendung in Friedenszeiten nur mit Hilfe des Euro möglich gewesen ist.
Durch ihn sind Staaten, die es vorher nicht waren, kreditwürdig geworden – dank realer Null- und sogar Negativzinsen, die nicht einmal die Inflationsrate abdeckten.
Und durch ihn sind die Wechselkurse, die früher jede Misswirtschaft gnadenlos aufdeckten, abgeschafft worden und damit das Druckmittel, sie zu auf den Pfad seriöser Politik zurück zu bringen.

Jetzt soll das Resultat dieser beispiellosen Misswirtschaft „europäisiert“ werden. Dafür stehen ESM, Fiskalpakt und Bankenunion.
Die Wahrheit ist:
Die Kosten für diese Vorschläge müssen von denen bezahlt werden,die Europa ernst genommen und den Euro und seine Regeln im wesentlichen eingehalten haben.
Dies gilt in erster Linie und beispielhaft für uns Deutsche.

Der ESM steht nicht für europäische Solidarität, sondern für ihr Ende, ihren Missbrauch. Das alte Spiel der Geldverschwendung soll weiter gehen, und niemand weiß wie lange.
Denn mit allen neuen ESM-Milliarden oder -Billionen kann nur eines geschehen:
die Umwandlung der alten Euro-Schulden in neue, die Fortsetzung des alten unverantwortlichen Schlendrians.

Liebe Mitbürger, wir haben nur eine Chance der vor uns liegenden Katastrophe noch zu entgehen:
Das Euro-Abenteuer muss beendet werden; Europas Staaten müssen wieder ihre alten Währungen bekommen – wir unsere D-Mark, das beste Geld unserer Geschichte.

Dafür demonstriert Ihr heute – und ich bin mit heißem Herzen und kühlen Kopf dabei. Und glaubt ja keinem Panikmacher, das verursache höhere Kosten als die Fortführung der Euro-Rettung. Denn diese „Rettung“ ist in Wahrheit das Teuerste an der Krise, ihre Endlos-Fortsetzung bis auch wir am Ende sind.

Ihr Wilhelm Hankel “           Königswinter Mitte Juni 2012

___________________________________________________________________


Ein weiteres Grußwort kommt von Carlos A. Gebauer. Er ist als Jurist, Schriftsteller und Publizist tätig und ist eine der ersten Personen, die den ESM und seinen Inhalt in die Öffentlichkeit trugen und somit eine frühe Mobilisierung ermöglichten.

Grußwort Carlos A. Gebauer

„Ich sende Ihnen meine Grüße für Ihre Veranstaltung.
Ich wünsche und hoffe, dass Ihr Zusammenkommen allen Beteiligten im Ergebnis eines beschert: Zuversicht!
Denn wir dürfen den Mut nicht sinken lassen im Streit gegen ein schlechtes Geldsystem.
Und wir dürfen den Mut nicht sinken lassen im Streit gegen noch schlechtere Rettungsmaßnahmen.
Der ESM ist kein gutes Gesetz. Man mag sogar fragen, ob er überhaupt noch „Recht“ ist.
Das einzige, was wir heute schon wissen, ist: Dieser ESM wird unser Geld nicht retten. Also wird er auch keinen Bestand haben.
Am Ende siegen immer die besseren Ideen über die schlechteren.
Streiten wir also – zuversichtlich, friedlich und mit der Kraft des besseren Gedankens – gegen den ESM!
Und vergessen wir nicht, dass viele ihn heute noch verteidigen, ohne deswegen schlechte Menschen zu sein.
Sie wissen es nur noch nicht besser. Gewinnen wir auch sie für unsere Sache.
Gemeinsam werden wir ein besseres Geldsystem errichten.
Die Geschichte wird zeigen, dass wir recht haben.

Alles Gute!
CAG“

Die Grußworte werden auf unserer Demonstration am kommenden Samstag ab 12 Uhr auf dem Karlsruher Marktplatz verlesen.

Info & Kontakt: aktion-direkte-demokratie@email.de.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Schlagwörter-Wolke