Peter Boehringer hat in seinem neuesten Beitrag etwas ganz wichtiges herausgearbeitet:

Der ESM, die ganze Idee der Rettung des Euros um jeden Preis, ist das Gegenteil von Humanismus. Humanismus ist die Bestärkung der Menschen. Humanismus ist, den Menschen Rechte und Freiheit und Sicherheit geben. Humanist ist das Ermöglichen von Lebenschancen.

Der ESM und die hinter ihm stehende Ideologie des Euro-Zentralstaats ist das Gegenteil von alledem. Er dient der Entrechtung der Menschen, der Beraubung ihrer Freiheit, ihres Vermögens, dem Verlust ihrer Lebenschancen. Wer den ESM bejaht, verneint den Menschen. Wer den Menschen bejaht, der muss den ESM ablehnen.

Und zuletzt ruft Peter Boehringer zur Teilnahme an der Demo in München am 2. Juni auf – ein Aufruf, dem wir uns nur anschließen können.

Wir wollen noch anfügen: Egal aus welcher Perspektive man den ESM betrachtet – wirtschaftlich, politisch, philosophisch, finanziell und, wie wir inzwischen gelernt haben, theologisch – er ist abzulehnen, denn er zerstört die Wirtschaftskraft, führt in die Diktatur, entwürdigt die Menschen, ruiniert uns alle (bis auf das 0,1% der Politbankermafia) und entspricht der Verkörperung eine ganze Reihe von Todsünden(Habsucht, Hochmut, Trägheit). Die Ideologie, die hinter dem ESM steht, das ist der Faschismus unserer Zeit.

Info & Kontakt: aktion-direkte-demokratie@email.de.

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Kommentare zu: "Euro-Rettungswahnsinn und Humanismus" (4)

  1. Der ESM ist ein diktatorisches Instrument, das versucht wird, bei hellichtem Tage und unter intakter Verfassung dem Bürger aufs Auge zu drücken. Man kann nur hoffen, das dieses perverse Projekt von selbst implodiert, durch die Realität der Märkte.
    Was kommt, aber, danach! Hier ist der wichtigste Faktor die Menschlichkeit! JA! Der Neuanfang muss von Demokraten geführt werden und nicht von dieser Horde oportunistischer, amoraler Politiker und Banker. Die Turbulenzen werden enorm sein und die Gefahren der Radikalität wachsen.
    Wir werden Alle, auch wen es schmerzt, die Frage der Qualität diskutieren müssen, unter der wir die Gesellschaft und Demokratie wiederherstellen wollen. Die Grenzen des materiellen Wachstums, wie die Grenzen sozialistischer Subventionstherapie. Ohne den politisch qualifizierten und bewußten Wähler, werden wir keine besseren Politiker bekommen! Die Direkte Demokratie wird dem Bürger seine Selbstbestimmung wiedergeben können, seine Selbstbestimmung und -achtung.
    Die Menschlichkeit und menschliche Qualität in der Politik muß uns, wieder, zum massgeblichem Norden werden, gezwungener Maßen, wenn wir der Diktatur, die da geplant wird/ist, entkommen wollen!

  2. Das gesamte Geldsystem mit seiner Möglichkeit, leistungslos Geld über Zins zu erwirtschaften und noch viel schlimmer, via privater Geldschöpfung auch noch Zins für Geld zu bekommen, das man selbst erst gar nicht erwirtschaftet hat, verstößt gegen das Grundregel: „du sollst nicht stehlen.“ http://faszinationmensch.wordpress.com/2011/10/28/unser-geldsystem-steht-im-widerspruch-zur-grundregel-du-sollst-nicht-stehlen/

    • Werner schrieb:

      Also ich möchte denen die der meiner Meinung erfolglosen Phantasterei das gesamte Geldsystem umkrempeln zu könen anhängen zu bedenken geben dass das garnicht nötig ist : Vor dem Euro hatten wir EIN HALBES JAHRHUNDERT LANG ein Geldsystem das ohne jegliche Krise ebeb ein halbes Jahrhundert lang PRÄCHTIG FUNKTIONIERTE : Die D-MARK .
      Warum denn statt der Phantasterei das gesammte Geldsystem umkrempeln zu können nicht einfach zu dem Altbewährten zurück kehren ?
      Erkläre mir das mal bitte jemand .

      Oder : Wenn ich absolut nichts ändern möchte ist es doch das Beste eine illusionäre Fata Morgana vorzuschlagen , die ob ihrer Unerreichbarkeit geradezu den Fortbestand des Existierenden festigt. Auf deutsch gesagt : Ein Scheinvorschlag ist ein gutes Ablenkungsmanöver.

      mfg. Werner

  3. polis schrieb:

    Graebers Lösung für die Probleme der Welt

    zitiert von

    > http://www.berliner-zeitung.de/magazin/autor-von—inside-occupy–und–schulden–david-graeber–die-revolte-wird-kommen,10809156,16111844.html

    Graeber hat nicht nur eine Lösung für die Probleme der Welt,
    er weiß auch noch, wie sie herbeizuführen ist. Zwei Bücher, die nun
    beide auf Deutsch erschienen sind, stellte er in Frankfurt vor,
    seinen Erfahrungsbericht über die „Occupy Wall Street“-Bewegung und
    sein Hauptwerk „Schulden – die ersten 5 000 Jahre“.

    Graebers Lösung ist mitten in einer globalen Schuldenkrise so einfach
    wie radikal, Schulden, sagt er, muss man nicht zurückzahlen. In
    seinem Hauptwerk schaut er auf die Weltwirtschaft wie ein Ethnologe
    auf ein eben erst entdecktes Inselvolk, er staunt, er schaudert, und
    manchmal schwärmt er.

    Mit der Erfindung des Geldes, so Graebers Grundgedanke, kam auch die
    Idee in die Welt, welches zu verleihen, für noch mehr Geld, versteht
    sich, ein gutes Geschäft für den Verleiher, ein schlechtes für den
    Schuldner. Geht man stattdessen her und leiht sich für den
    Spaziergang in der verängstigten Frankfurter Innenstadt den Anzug,
    den man sonst nie tragen würde und doch von geliehenem Geld gekauft
    hätte, von einem Freund, der ihn ohnehin gerade nicht braucht, dann
    läuft man adäquat durch die Innenstadt, der Anzug hängt nicht blöde
    im Schrank rum und man schuldet niemandem etwas, außer dem Freund
    vielleicht einen kleinen Gefallen. Ein System ohne Schulden, sagt
    David Graeber, ist ein effizienteres und produktiveres System.

    Graeber führt seine Betrachtung bis ins alte Mesopotamien zurück,
    schon da waren die Schulden nämlich in der Welt, auch ohne Geld,
    schon da waren sie ein Machtfaktor, schon da gerieten Bauern in die
    Kreditklemme. So entstanden Aufstände, und immer wieder geschah
    etwas, das heute kaum mehr denkbar erscheint: ein Schuldenerlass.
    Beim altorientalischen Kulturvolk der Sumerer hatte man für Freiheit
    den Begriff Amargi, was „Rückkehr zur Mutter“ bedeutet, weil alle
    schuldenfrei nach Hause gehen durften.

    Einfach nicht bezahlen

    Über die Jahrtausende aber, die fünf, die Graeber untersucht, ist ein
    Mythos entstanden, der Mythos von der moralischen Verpflichtung,
    seine Schulden zurückzuzahlen, ganz so, als beinhalte nicht schon der
    Erhalt von Zinsen eine Kompensation für das Risiko, sein Geld eben
    auch mal nicht zurückzukriegen. Schulden sind für Graeber nichts
    anderes als ein Instrument zur Bewahrung von
    Herrschaftsverhältnissen. Aus ihnen auszubrechen, bedeutet, seine
    Schulden einfach nicht mehr zu bezahlen.

    Und damit ist er mitten im Hier und Jetzt. In Frankfurt sitzt Graeber
    an einem Nachmittag auf einer improvisierten Bühne des
    Studentenhauses der Universität, es ist genau genommen die einzige
    Veranstaltung, die in diesen Tagen erlaubt ist, woran man wiederum
    merkt, wie wenig sich die Herrschenden mit dem auseinandergesetzt
    haben, was da geschieht. Graeber ist nicht nur radikal, er ist auch
    unheimlich amüsant, was eine gefährliche Mischung ergibt, die nach
    aktueller Frankfurter Interpretation des Grundgesetzes unbedingt
    verboten gehörte.

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