Die Sendung ist schon ein paar Tage alt, aber wir möchten Sie hier dokumentieren als eine wichtige Darstellung der Fakten und des Versagens der deutschen und vor allem der Eurozonen-Politik.

„Dokumentation: Die Griechenland-Lüge

Zwei Tage nach der Schicksalswahl in Griechenland zeichnen Frontal21-Autoren nach, wie es zu der schwersten Krise der Euro-Zone kommen konnte. Die ZDF-Dokumentation zeigt eine von Wunschdenken und Ignoranz geprägte Politik, die Griechenland in den Abgrund führte – und wie die deutschen Bürger von der Politik systematisch getäuscht werden (ADD: Hört, hört!?!). Für die Dokumentation waren die Autoren in Griechenland unterwegs, sprachen mit Verlieren und Gewinnern der Krise.“

Frontal 21: Die Griechenland-Lüge, Sendung vom 8.5.12

Und weil die Filmbeschreibung fast von uns sein könnte, hier der Wortlaut:

„von M. Haselrieder, K. Hinterleitner und R. Laska

Immer wieder täuschte die Politik sich selbst und die Öffentlichkeit. Schon beim Beitritt zum Euro wurden Kritiker mundtot gemacht. Politische Romantik sei wichtiger gewesen als ökonomische Vernunft, sagt Frits Bolkestein. Der ehemalige EU-Kommissar rechnet in der Dokumentation mit der deutschen und der Brüsseler Politik ab. Ein hochrangiger Insider aus der EU-Kontrollbehörde bestätigt: Viele hätten damals gewusst, dass Griechenland nie hätte in den Euro aufgenommen werden dürfen, doch das wollte niemand hören.

Finanzielle Hilfen kommen nicht an

Milliarden sind inzwischen nach Griechenland geflossen. Doch bei den Griechen kommt das Geld nicht an. Das Textil-Unternehmen von Cecile Varvaressos im Norden des Landes zum Beispiel bekommt keine Kredite mehr. Bürokratie und Vetternwirtschaft sind immer noch im ganzen Land präsent. Und die harten Auflagen der EU helfen nicht – im Gegenteil: „Das Spardiktat ist genau der falsche Weg. Hier wird dem Land jede Chance genommen, sich wieder zu erholen“, sagt der Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts, Thomas Straubhaar. 

Griechenland rutscht immer tiefer ins Elend. Mit einem Sozialarbeiter waren die Reporten in den Armenvierteln Athens unterwegs: Immer mehr Menschen verlieren ihre Jobs, verarmen und der Staat kann ihnen nicht helfen. Seit Beginn der Krise müssen viele Mütter ihre Kinder ins Heim bringen, weil sie sie nicht mehr ernähren können.

Reiche Griechen zahlen keine Steuern

Gleichzeitig zahlen die reichen Griechen noch immer keine Steuern. Die Autoren trafen das Oberhaupt einer Reeder-Familie. Für den Niedergang seines Landes macht der Multimillionär die griechische Politik und die Bürokratie verantwortlich. An einen korrupten Staat will er keine Steuern zahlen. „Oder würden Sie Ihr Geld Al Capone geben?“, fragt der Reeder.

In der Krise hat die Kanzlerin immer wieder versucht, das Griechenland-Problem kleinzureden. Doch jetzt ist klar: Der deutsche Steuerzahler trägt die größten Risiken. Der ehemalige Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, spricht in der Dokumentation von der größten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg und appelliert an die Politik, endlich Lösungen zu finden.“

Und abschließend: Es ist klar, dass die einfachen und ehrlichen griechischen Bürger hier genauso ausgenommen und mibraucht werden wie die deutschen oder jene in anderen Ländern der „Zone“.

Und wer als Bürger gegen diesen Wahnsinn und den ESM und für echte Demokratie und Bürgerrecht seine Stimme erheben will: Auf zur Demo in Karlsruhe! Am Samstag, den 16.6. ab 12.05 h.

Info & Kontakt: aktion-direkte-demokratie@email.de.

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Kommentare zu: "Das Zweite Deutsche Fernsehen: „Die Griechenland-Lüge“" (8)

  1. Guten Morgen, Stanlay schrieb:

    Obwohl ich mir ZDF-„Dokumentationen“ – besser: ZDF-„Manipulationen“! – nicht mehr ansehe, weil sowieso nur gelogen wird, dass ich die Balken biegen – ich erinnere nur an den unsäglichen Guido Knopp und dessen Märchenstunden! – habe ich mir dieses Machwerk mal angetan.
    Und was soll ich sagen, außer dem Titel ist es genau so gekommen, wie ich befürchtet haben, die „Griechenland-Lüge“ ist vorallem eines, eine ZDF-Lüge, und wie immer sehr geschickt, sehr subtil!

    Denn als Fazit nimmt der Konsument mit, dass
    – die Griechen betrogen haben
    – die Griechen sich ändern müssen, aber im Euro bleiben könnten,
    – dass die EU noch auf Jahre zahlen wird,
    – dass die Sparanstrengungen der Kanzlerin befolgt werden müssen,
    – dass der kleine Mann ja damit einverstanden wäre, dass die Staatsfinanzien für 30 oder 50 Jahre „mal“ unter Kontrolle seien, aber die Oligarchie nicht. Hahaha, ist das unser ZDF, oder ist das unser ZDF? Das Gegenteil ist der Fall, das genaue Gegenteil!!!

    Kein Wort des ZDF über die Rolle der Banken bei der Staatsfinanzierung. Nicht nur in Griechenland sondern fast in jedem Land der Erde: die Banken erfinden/kreieren/machen/schöpfen Kreditgeld aus der dünnen Luft, die Staaten müssen sich dieses Kreditgeld ausleihen und dafür Zinsen und Gebühren bezahlen! Getilgt wird NIE! Dass das knallt, dürften jeder Depp verstehen, nur eben nicht die Politiker. Noch ein Wort zu diesem Kreditgeld: dieses Geld gab es vorher nicht! Anders als Du und ich dürfen Banken etwas verleihen, was sie gar nicht besitzen! Ist das ein finanzieller Megavorteil oder nicht? Damit rauben sich diese Brüder die gesamte Welt zusammen, und wir sitzen blöd da und glotzen nur.
    Kein Wort des ZDF über die Rolle von Goldman Sachs an dem Megaschwindel der Griechen, die ihnen den EU-Beitritt erst ermöglichten.
    Kein Wort des ZDF über die Rolle von Goldman Sachs bei der Übernahme Europas mit Hilfe von ehemaligen GS-Managern, die überall in EU-Staaten Spitzenfunktionen bekleiden.
    Kein Wort des ZDF über die Rolle der EZB, auch Goldman am Main genannt, die nun Billionen an neuem Geld schöpft, es den Bankstern zu Spottzinssätzen verleiht, damit diese dich bitte schön damit Staatsanleihen von bankrotten Staaten kauft!
    Kein Wort des ZDF über mögliche Strafverfahren für korrupte Politiker in der EU, die wider besseres Wissen – Was ich stark bezweifel, die haben keinen Schimmer von nichts, sind „nur“ korrupte, skrupellose, gewissenlose, ausführende Organe der Elite! – EU-Verträge wie auch den Lissabon-Vertrag hier durchgesetzt haben und weiter durchsetzen.
    – die Rolle der USA und globalen Elite, über die von langer Hand geplante EU als Schritt zur Eine-Welt-Regierung.

    • EURO schrieb:

      @ Guten Morgen, Stanlay

      Und auch kein klarer Satz dazu, dass es allein die Politiker waren und sind, die uns die Katastrophe eingebrockt haben.
      Kein Wort der Aufklärung darüber, dass es das in Staatshand befindliche Monopol des ungedeckten Papiergeldsystems ist, welches der Politk die immense Verschuldung erst ermöglicht. usw, usf…

      • Die Sonne des Südens schrieb:

        Correctamundo!

        Das ZDF ist der BRD-Propagandasender schlechthin und macht, was ein Propagandasender macht.
        So wie bestimmte „DienstleisterInnen“ machen, was bestimmte „DienstleisterInnen“ eben machen, ohne dieses Gewerbe nun näher benennen zu wollen.

        Wenn man erst einmal durchschaut hat, welchen wirklichen Auftrag das ZDF hat, ist alles sehr einfach.

        Warum wieder und wieder diese Zweiter Weltkriegs-„Dokumentationen“?
        Warum wieder und wieder Schwachsinnssendungen wie „Die Jagd auf bin Laden“?
        Warum wieder und wieder Klimalügen ohne Ende?
        Warum wieder und weider Lügen gegen den Iran und pro USrael?

        Nein, der Grund warum jetzt GEZ-ZWANGSGELDER von jedem Haushalt eingezogen weden, egal ob ein TV, Radio, PC oder sonst ein empfangstaugliches Gerät existiert, ist doch ganz enfach: den Müll der Öffentlich-Rechtlichen, und da ganz besonders des ZDF, tut sich doch keiner mehr freiwillig an, das erträgt doch keiner mehr!

        Deswegen diese Umstellung, damit die führenden und höchstbezahlten Anker-Huren uns auch weiterhin in aller Ruhe und Gelassenheit mit der Propaganda der Elite vollklebern, einsieversen und durchknoppen können, dass es nur so kracht!

        ZDF – kein Sender lügt frecher!

        Aber immer weniger schauen sich den Dreck an! Und schon mal gar nicht „log in“, da ist die Lüge sogar schon im Titel enthalten.

    • jugen schrieb:

      Ganz großes Dankeschön, Stanley

      Super Kommentar der mit jedem Wort meine Zustimmung findet.
      Das Zensierte Desinformations Fernsehen geht mir mittlerweile so was von auf den Hauptnerv, dass es kaum noch auszuhalten ist. Wenn man dann noch bedenkt, dass wir die Ergüsse dieser journalistischen Hirnzwerge auch noch bezahlen MÜSSEN geht mir das Messer im Sack auf.

  2. Sebastian schrieb:

    @Stanley : Es ist beängistend, wieviel Zufälle passieren müssen, damit man sowas lesen kann.. Wären solche Beiträge in den Massenmedien vertreten… wir arbeiten dran für „unsere“ Gegenöffentlichkeit.

    Für außenstehende klingt das alles wie Spinnerei und Verschwörung; aber ich hab da was schönes gefunden:

    Man kann die Augen vor Tatsachen verschließen, aber nicht vor Erinnerungen.

  3. Viking Jack schrieb:

    @ Guten Morgen, Stanlay & Die Sonne des Südens

    Euer Kommentare sind jetzt in EN übersetzt und hier veröffentlicht:

    http://hat4uk.wordpress.com/2012/05/18/euroblown-new-research-shows-youth-hold-key-to-irish-fiscal-treaty-referendum/

  4. […] Der normale Bürger sieht überhaupt nichts von dem Geld. Milliarden sind inzwischen nach Griechenland geflossen. Doch bei den Griechen kommt das Geld nicht an. Das Textil-Unternehmen von Cecile Varvaressos im Norden des Landes zum Beispiel bekommt keine Kredite mehr. Bürokratie und Vetternwirtschaft sind immer noch im ganzen Land präsent. Und die harten Auflagen der EU helfen nicht – im Gegenteil: „Das Spardiktat ist genau der falsche Weg. Hier wird dem Land jede Chance genommen, sich wieder zu erholen“, sagt der Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts, Thomas Straubhaar. Griechenland rutscht immer tiefer ins Elend. Mit einem Sozialarbeiter waren die Reporten in den Armenvierteln Athens unterwegs: Immer mehr Menschen verlieren ihre Jobs, verarmen und der Staat kann ihnen nicht helfen. Seit Beginn der Krise müssen viele Mütter ihre Kinder ins Heim bringen, weil sie sie nicht mehr ernähren können. […]

  5. Ich liebe euren Blog, denn auch ich warte auf direkte Demokratie!

    Aus dem Buch: Die wahre Griechenland Lüge von Matthias Braunmar

    Ist das wirklich alles alternativlos?

    Eine Mehrheit in der Bevölkerung steht schon lange nicht mehr hinter den deutschen Rettungsmaßnahmen für Griechenland. Das gilt übrigens nicht nur für die deutsche Bevölkerung, sondern auch für die Menschen in Griechenland. Das hat seine Gründe.
    Weder in Deutschland noch in Griechenland wird den Menschen nachvollziehbar erläutert, wofür die Rettungsmilliarden benötigte werden und wohin das Geld fließt.

    Wenn es um Art und Höhe der deutschen Hilfe für das hochverschuldete Griechenland geht, erhält man zudem widersprüchliche Angaben von Politikern und Fachleuten. Viele weichen aus, andere meinen die Angelegenheit groß oder klein reden zu müssen.

    Da gibt es die, die meinen alles verharmlosen zu müssen, um sich so als besonders gute Europäer darzustellen. Das sind die Musterknaben. Dahinter steckt aber nicht immer Idealismus. Gerade bei den Politikern in Straßburg und den Bürokraten in Brüssel hat das auch viel mit Ideologie, Karrierismus und verordneten Denkverboten zu tun.

    Es gibt aber auch die, die dramatisieren und meinen in diesem Zusammenhang, den Untergang des Abendlandes beschwören zu müssen. Dabei hängt das Schicksal Europas und seiner Bewohner nicht am Euro. Vielleicht ist sogar das Gegenteil der Fall. Vielleicht funktioniert ein Europa ohne Euro viel besser!

    Damit Sie wissen, wo Sie mich einzuordnen haben, werde ich Ihnen vorab meine persönliche Meinung offenlegen:

    Ich halte den Euro in seiner jetzigen Konstruktion für fehlerhaft und bereits gescheitert. Ich denke die zahlreichen strukturellen Mängel lassen sich längst nicht mehr dadurch beheben, dass man sie mit vielen Milliarden Euro zukleistert. Ich weiß, dass das hart und kompromisslos klingt. Bezogen auf den Euro mag das auch so sein. Für mich ist die Zukunft der Europäischen Union aber so bedeutsam, dass ich nicht bereit bin, diese Zukunft an das Schicksal einer kränkelnden Währung zu koppeln.

    Ich habe von 2002 bis 2012 in Griechenland meinen ersten Wohnsitz gehabt. Ich habe erlebt, was es bedeutet, wenn man so unterschiedliche Volkswirtschaften, wie die Griechenlands und die Deutschlands in eine gemeinsame Währung zwingt. Man hätte sich die Übersetzung der Maastricht-Kriterien in das Griechische bereits ersparen können. Diese Kriterien hatten hier zu keinem Zeitpunkt irgendeine Bedeutung und werden auch niemals in Griechenland eine Bedeutung haben.

    Lassen Sie sich von mir aus erster Hand erzählen, wie es wirklich in Griechenland aussieht und was sich dort in den letzten 15 Jahren abgespielt hat. Hier bekommen Sie einen authentischen Bericht.

    Für mich ist die Widereinführung der D-Mark schon längst eine planbare Option. Ich habe auch keine Angst vor einem »Grexit«. Ich bin sogar überzeugt, dass die Drachme für Griechenland geradezu die Rettung aus der wirtschaftlichen Misere wäre.

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