Ein Berliner hat uns die unten stehenden Dateien zugesendet. Es handelt sich offenbar um die Gutachten genannten Auftragsarbeiten für den Euro-Wahnsinn, die am 7.5. im Haushaltsausschus vorgestellt wurden. Und wir denken, sie verdienen eine Auswertung. Leider können wir das selbst nicht leisten. Aber wir können diese Dokumente der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Gerne veröffentlichen wir qualifizierte, kurze Auswertungen dieser Auftragsarbeiten durch unsere Leser und Mitstreiter (bitte nur sachliche, rein den Inhalt bewertende Texte, Kontakt siehe unten).

Hier nun besondere Einblicke in die Abgründe des Euro-Wahnsinn (so viel scheint uns sicher, was den Inhalt angeht) von:

1 Prof. Dr. Bernd Bofinger, Universität Würzburg (Prof. Dr. Peter Bofinger)

2 Prof. Dr. Claudia Buch, Universität Tübingen (Prof. Dr. Claudia Buch)

3 Prof. Dr. Christian Callies, Freie Universität Berlin (Prof. Dr. Christian Calliess)

4 Prof. Dr. Andreas Fisahn, Universität Bielefeld (Prof. Dr. Andreas Fisahn)

5 Prof. Dr. Ulrich Häde, Universität Frankfurt (Oder) (Prof. Dr. Ulrich Haede)

6 PD Dr. Friedrich Heinemann, Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, Mannheim (PD Dr. Friedrich Heinemann)

7 Prof. Dr. Christoph Herrmann, Universität Passau (Prof. Dr. Christoph Herrmann)

8 Prof. Marcel Kaufmann, Freshfields Bruckhaus Deringer (Prof. Dr. Marcel Kaufmann)

9 Prof. Dr. Franz C. Mayer LL.M. (Yale), Universität Bielefeld (Prof. Dr. Franz C. Mayer)

10 Dr. Thomas Mayer, Deutsche Bank (Dr. Thomas Mayer)

11 Klaus Regling, EFSF, Luxemburg (Klaus Regling)

12 Prof. Dr. Dr. Siekmann, Unversität Frankfurt a. M. (Prof. Dr. Dr. Siekmann)

13 Dr. Silke Stober, Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung, Düsseldorf (Dr. Silke Tober)

14 Karsten Wendorff, Deutsche Bundesbank (Stellungnahme Karsten Wendorff)

Unsere persönlichen Favoriten für den „Großen Orden vom heiligen ESM-Altar“ sind die Herren Regling und Bofinger, aber andererseits müssen sich ja insbesondere die „Nachwuchsforscher“ aus der zweiten Reihe durch besondere Dienstfertigkeit auszeichnen.

Info & Kontakt: aktion-direkte-demokratie@email.de.

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Kommentare zu: "Realsatire Deutscher Bundestag II: Die Gutachten" (4)

  1. EURO schrieb:

    Es fehlt noch das Protokoll über die Sitzung des Haushaltsausschusses vom 07.05.2012. Hier der Link:

    http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a08/anhoerungen/Fiskalpakt_und_ESM/088_Protokoll.pdf

    Dort kann jeder die Fragen der überwiegend schimmerlosen BT-Abgeordneten und die lichtvollen Antworten der handverlesenen Experten nachlesen.

    Besonders „lustig“ ist die Antwort des Prof Bofinger auf die Frage nach der Rechtfertigung einer Vermögensabgabe.

  2. Max Payne schrieb:

    Hallo, ich finde es super wie ihr aufklärt. Großes Danke dafür!!!
    Stellt doch euer Logo auch hier rechts auf der Seite der Unterzeichner mit rein:
    http://www.stopp-esm.org/unterzeichner
    Oder wollen die euch nicht?

  3. EURO schrieb:

    Einer derjenigen Wissenschaftler, die in der manipulativen Anhörung nicht zu Wort kamen, ist Prof. Dr. Dietrich Murswiek, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Öffentliches Recht der Universität Freiburg, der die Verfassungsbeschwerde des MdB Peter Gauweiler gegen den Lissabon-Vertrag mit einem Gutachten unterstützte. Seinen Beitrag „Der „Rettungsschirm“ lässt uns abstürzen“ kann man im Hauptstadtbrief Nr. 103, S. 12 ff lesen:

    http://www.derhauptstadtbrief.de/pdfs/HSB_103.pdf

  4. Analyse von
    Prof. Dr. Paul J.J. Welfens, Jean Monnet Professor für Europäische Wirtschaftsintegration und Lehrstuhl für Makroökonomik an der Bergischen Universität Wuppertal

    VOLKSWIRTSCHAFTLICHE AUSWIRKUNGEN
    DER EURO-STAATSSCHULDENKRISE UND NEUE INSTRUMENTE DER STAATS-FINANZIERUNG IN DER EU
    Stellungnahme für den Finanzausschuss des Deutschen Bundestages, Sitzung vom 9. Mai 2012, Berlin

    Auszug aus der Zusammenfassung:

    „Die vorliegende Analyse behandelt vor dem Hintergrund der Ausgangslage nach dem Doppel-Krisenjahr 2010/2011 die Probleme und Herausforderungen in der Eurozone.

    Dabei wird zunächst auf den Bankensektor eingegangen, dessen Stabilität zum Teil eng verbunden ist mit Fragen einer soliden Staatsschuldenfinanzierung.

    Soweit man das Krisenmanagement in der Eurozone nur als halb erfolgreich einschätzen muss, bleibt Raum für dringende neue Politikschritte.“

    (Anm.: wie überall zu sehen ist, war das Krisenmanagement nicht „halb erfolgreich“, sondern eine einzige Katastrophe. Anscheinend sind die Fenster in Prof. Welfens Elfenbeinturm zugemauert, insbesondere in Richtung Griechenland, Italien und Spanien … und statt besagte Denkstube zu verlassen und sich mit den Menschen im bankrotten Wuppertal zu unterhalten, scheint er es vorzuziehen „Wolkenkuckucksheim“ zu analysieren)

    „Die Steuereinnahmen müssen in den Krisenländern wegen der steigenden Zinsausgabenquote erhöht werden; generell stellt sich die Frage, ob der Finanzsektor künftig stärker besteuert werden soll, wobei dies hier differenziert eingeschätzt wird.“

    (Anm.: Jawoll! Steuererhöhungen in den Krisenländern sind der absolute Königsweg, insbesondere wenn man dabei auf signifikante Beteiligungen der Vermögens-Kaste verzichtet. (Beispiel: die verfassungsmäßige Verankerung der Steuerbefreiung von griechischen Reedern, oder die unsäglichen Plünderungen des griechischen und italienischen Volkes)

    „Insbesondere die Möglichkeit, eine Volatilitätssteuer einzuführen mit Steuerbasis Eigenkapitalrendite bei Banken und anderen Finanzinstitutionen, wird als wünschenswert für Allokationseffizienz und Systemstabilität gesehen.“

    (Anm.: wir werden sehen, welche Wendehals-Manöver die Euro-Junkies auf Druck des neuen Monsieur le Président vornehmen werden)

    „Die erheblichen mittelfristigen Ausgabeneinspareffekte für den Staat aus dem Sichere-Hafen-Effekt – also Spareffekte im Kontext der unnormal niedrigen Realzinssätze in Deutschland als Folge der Krise bzw. erhöhter Kapitalzuflüsse – und die positiven Investitions-, Wachstums- und Beschäftigungseffekte werden hier für Deutschland erstmals in einer Abschätzung präsentiert.

    Größenordnungsmäßig ist der Gesamtvorteil für Deutschland im Zeitraum 2010-2017 erheblich und muss den völlig einseitigen Darlegungen von der Ifo-Spitze entgegengehalten werden; der kumulierte Effekt liegt bei etwa 2500 Euro pro Kopf bzw. 6-7% des Bruttoinlandproduktes von 2017.“

    (Anm.: Die knapp 10 Millionen Menschen in Deutschland, die es sich unterhalb der Armutsgrenze „gemütlich gemacht haben“ wird diese Aussicht sicher jubilieren lassen.
    Statt Prof. Sinn (IFO-Institut) anzugreifen, wäre eine öffentliche Debatte, bspw. anläßlich einer öffentlichen Anhörung im Haushaltsausschuss des Bundestages wesentlich zielführender)

    „Bei der Frage der wirtschaftlichen Ungleichgewicht hat der neue Ansatz der Europäischen Kommission einige Ungereimtheiten, wobei hier als Ergänzung dringend ein Blick auf die echte Sparquote (adjusted net savings rate) – nach Weltbank-Konzept – empfohlen wird, was bei einigen Krisenländern schon frühzeitig Warnsignale gegeben hätte.
    Die längerfristige bzw. nachhaltige Stabilisierung der Eurozone wird nicht ohne Euro-Politikunion möglich sein, wobei hierzu einige Vorschläge unterbreitet werden. “

    (Anm.: Dabei wäre es hilfreich in allen Ländern der Euro-Zone diese Forderung nach demokratischen Prinzipien per Referendum abzufragen!)

    „Zu Pessimismus besteht in der Eurozone und insbesondere auch in Deutschland kein Anlass, die Überwindung der Krise erfordert geduldige und gezielte Maßnahmen, wobei die Rolle der Europäischen Kommission mittelfristig deutlich gestärkt werden sollte.“

    […]

    http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a07/anhoerungen/2012/088/Stellungnahmen/19-Prof__Welfens.pdf

    Weitere Dokumente, Analysen und Kommentare
    http://fortunanetz-forum.xobor.de/t83f2-Deutschland-und-die-Finanzmaerkte.html

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