In den Mainstreammedien wird zur Zeit viel über den Fiskalpakt berichtet. Zur Zeit geht es darum, dass aus dem Fiskalpakt ein so genannter „Wachstumspakt“ – besser „Geldverschwendungspakt“ – werden soll. Sprich: Auf Wiedersehen, Sparsamkeit! Willkommen, neue auf Pump finanzierte Ausgaben! Nach Hollande und der ganzen Südschiene schwenkt jetzt auch Merkel auf diesen Kurs ein (Link). Die Propagandisten haben auch schon eine tolle Überschrift gefunden: „Merkel bereitet Wachstums-Agenda für Europa vor“, lautet die Überschrift. Allein diese Überschrift enthält schon so viele Halbwahrheiten, unwahre Anspielungen und falsche Assoziationen, dass einen die Übelkeit überkommt. 

Vor einigen Monaten noch hieß es, dieser Pakt wäre die notwendige Ergänzung des ESM um die Geldverschwendung in der Eurozone wenigstens ein wenig zu reduzieren. Die Staaten sollten sich selbst Ausgabenauflagen geben. Sie sollten „Austerität“ üben. Davon bleiben wird nur das Orwellsche Neusprech, dass Ausgaben der Weg zur Sparsamkeit sind, denn ohne Wachstum keine ausgeglichenen Finanzen, ergo keine Sparsamkeit. Kurz: Ausgaben sind Sparsamkeit!

Noch wichtiger als das Entlarven der Propaganda ist folgendes: Der Fiskalpakt war schon immer nur eine Show (Link), um den eigentlich wichtigen ESM zu schützen – und im Prozess gleich die nächste Runde der Entrechtung der Bürger einzuleiten (den Verlust der Souveränität in Steuerfragen). Der ESM sollte das Geld geben – der Fiskalpakt sollte die sparsame Verwendung des Geldes erzwingen. So wurde es den Bürgern erzählt, obwohl Spanien schon am Tag der Unterzeichnung bekannt gab, dass es sich nicht an den Fiskalpakt halten werde, obwohl genaue die gleiche Lüge den Maastricht-Kriterien bei Einführung des Euro zugrunde lag.

Die Wahrheit ist: Es war allen Insidern von vorneherein klar, dass der Fiskalpakt nur ein Instrument zur Stillstellung der Bürger in Deutschland war. Nachdem nun absehbar ist, dass die Bürger Deutschlands wegen dem ESM (leider) keine Revolution anfangen werden, entfällt auch die Notwendigkeit, die Schimäre des Fiskalpakts aufrecht zu erhalten. Der Mohr Fiskalpakt hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen. Bzw. er wird gleich umgestaltet, um die nächste Stufe des EU-Zentralstaats herbei zu putschen. Denn eine Geldverschwendungs-Agenda (siehe oben: Wachstums-Agenda) wird sehr viel Geld brauchen – und das dauerhaft, zur ewigen Finanzierung des Konsums und der EU-Polit-Mafia.

Angesichts der Apathie der Bürger, angesichts der aberwitzigen Medien-Maschinerie, die noch jeden Wahnsinn in wohlfeile Propaganda umformt und die Menschen belügt und betrügt, zählt jeder persönliche Protest! 

In diesem Sinne tun wir das, was wir können: Demonstrieren. Für echte, direkte Demokratie! Und gegen die Entrechtung und Entmündigung der Bürger!

Wo: In Stuttgart, Großer Schlossplatz.

Wann: Am Samstag, den 5.5., ab 11.55 h.

Info & Kontakt: aktion-direkte-demokratie@email.de.

 

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Kommentare zu: "Fiskalpakt: Keine Mauer gegen die Transferunion, sondern ein Schritt zu ihr hin!" (1)

  1. H. Siebert schrieb:

    „…dass einen die Übelkeit überkommt..“

    Stimmt! Ich traue mich schon gar nicht mehr ARD oder ZDF einzuschalten ohne Eimer.

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