Eigentlich haben wir zu Gauck alles gesagt, was da zu sagen ist. Beim Blick in die heutige Zeitung jedoch lief zumindest einem von uns noch einmal die sprichwörtliche Galle über.

Gauck hat Baden-Württemberg einen Antrittsbesuch abgestattet.

Und Gauck sagt, er habe „Sorge über Fremdeln mit repräsentativer Demokratie„.

Sorgen.

Fremdeln.

Was wir hier nun zum zweiten Mal feststellen, ist die polemische Listigkeit, mit der Gauck arbeitet. Man bemerkt, dass er gut geschult ist im Umgang mit Worten. Sehr, sehr gut geschult.

„Fremdeln“.

Ein Kind fremdelt.

Es „fremdelt“, weil es die Welt noch nicht kennt.

Weil es noch zu klein und unerfahren ist.

Weil es die Führung der Erwachsenen braucht.

Und die Meinungen von Kindern, die fremdeln, braucht man nun wirklich nicht ernst zu nehmen.

Nun, wir fremdeln nicht. Wir haben Argumente. Und wir haben nichts gegen repräsentative Demokratie, solange sie in die direkte Demokratie eingebettet ist. Und dies ist mit dem Grundgesetz mehr als nur vereinbar, das ist – so lesen zumindest wir das Grundgesetz – geradezu in ihm angelegt.

Info & Kontakt: aktion-direkte-demokratie@email.de.

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Kommentare zu: "Gauck in Baden-Württemberg" (2)

  1. Kompliment! Ihr werdet immer besser.

    Den menschenverachtenden Hintersinn hinter dieser Demagogie — die freundlich lächelnd als „wahre Demokratie“, „wahre Menschlichkeit“, „wahres Bürgertum“ daherkommt (von der wahren Religion ganz zu schweigen) — derart scharfsinnig zu durchschauen und als griffigen, eingängigen Beitrag auszuarbeiten, ist noch eine ganz andere Leistung, als bloß wütend auf die heutigen Politikdarsteller zu reagieren und ihnen damit immer stets noch einen Schritt hinterherzudackeln.

    Ich denke, daß gerade die feine Beobachtungsgabe überzeugt und Menschen dafür einnimmt, daß es auch noch so etwas wie Wahrheit gibt, zwischen und unter all den vielen Lügen, die einem in den Nachrichten um die Ohren gehauen werden!

    Wir müssen zeigen, daß wir auch die Intelligenz auf unserer Seite haben, den Scharfsinn, den Einfallsreichtum, und nicht zuletzt eine viel umfassendere Freude am Leben — als diese lächerlichen Attrappencharaktere.

    Viele liebe Grüße aus München
    von GLR

  2. Nonkonformer schrieb:

    Dieser verdammte Gauck hat uns alle an der Nase rumgeführt, ich bedaure schwer, ihn
    für das kleinste Übel gehalten zu haben! Sich jetzt noch – in Bezug auf „Pflichterfüllung
    der Volksverräter der Einheitspartei CDUCSUSPDFDPGRÜNE“ gegenüber dem lächerlichen Wulff schlimmer zu verhalten, setzt dem übel wirklich die Krone auf!
    Wulff hätte aber mit Sicherheit seine vor den Nobelpreisträgern bekundete Skepsis
    gegenüber der Verschuldung mittels Schirme nicht aufrechterhalten, sondern brav die Ge=
    setze unterzeichnet, da bin ich sicher! Er hätte sich auf das sog. „BVG“ herausgeredet, wenn dies diese Haltung sprich Verrat zuläßt, dann könne er, Wulff, auch nicht anders entscheiden. Was natürlich Gauck jetzt nicht freispricht, sondern angesichts seiner vor der Wahl behaupteten „Unabhängigkeit vor den Parteien“ noch schwerer ins Unrecht stürzt!

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