Viel wurde schon über die Eurokrise geschrieben: Sie sei eine Bankenkrise, eine Griechenlandkrise, eine Irlandkrise, eine Staatsschuldenkrise, eine Zahlungsbilanzkrise und noch manch anderes mehr.

Tatsächlich ist die Eurokrise unserer Meinung nach Zeichen einer fundamentalen Demokratie- und Staatskrise. Die diversen Krisenerscheinungen sind auf eine gemeinsame Ursache zurückzuführen: Das Scheitern einer Ideologie an der Wirklichkeit.

Wie kommen wir zu dieser Aussage?

1. Alle oben genannten Krisenerscheinungen sind von Menschen gemachte Krisen. Sie haben keine natürliche Ursache wie ein Erdbeben oder einen Kometeneinschlag. Sie sind direkte Folge der sozialen Gestaltung der Gesellschaft. Die Krise war keine Notwendigkeit, sondern Ergebnis der von Menschen gemachten Entscheidungen der Vergangenheit. Wenn die Banken anders reguliert gewesen wären, wenn es keinen Euro gegeben hätte usw. dann gäbe es die heutige große Krise nicht. Vielleicht gäbe es andere Krisen, aber es gäbe jedenfalls nicht diese große Krise.

2. Wenn die Ursache der Krise die von Menschen gemachten Entscheidungen sind, so muss man fragen, was diese ausmacht, wodurch sie sich kennzeichnen. Hier nun sehen wir, dass alle Entscheidungen im deutschen, europäischen und westlichen System der Staatsorganisation NICHT direkt vom Volk getroffen werden. Die Abkoppelung vom unmittelbaren Willen des Volkes ist gemeinsames Merkmal aller westlichen Staaten. Diese Abkoppelung vom unmittelbaren Willen des Volkes ist in verschiedenen Staaten unterschiedlich stark ausgeprägt. In Deutschland ist sie zum Beispiel besonders stark, da weder Kanzler, noch Minister, noch Bundespräsident, noch Bundestagspräsident, noch Verfassungsrichter direkt vom Volk gewählt , gescheige denn wichtige Gesetze oder selbst das Grundgesetz vom Volk selbst beschlossen werden. Noch stärker gilt dies auf Ebene der EU und der Eurozone, die notwendig gar keine echten Demokratien sein können, die sich zum Teil sogar explizit zur Gänze über Recht und Gesetz stellen.

3. Letztlich basiert das westliche Modell auf Expertenentscheidungen. Der unmittelbare Wille des Volkes ist nur eine Randbedingung, die nicht ganz verloren gehen darf. Entscheidend im realen Geschäft ist aber der Diskurs unter „Experten“, seien es Minister in Brüssel, Parlamentarier in Berlin, Banker und Lobbyisten überall, Fachgremien hier und da. Die Expertengremien entscheiden über die Menschen. Und zwar ohne dass diese selbst die Entscheidung in die Hand nehmen könnten, ohne Möglichkeit, einen unmittelbaren Entscheid der Bürger zu erzwingen.

4. Dieses Grundproblem wird in Deutschland noch deutlich verstärkt durch die gnadenlose EU-Heilslehre, der sich niemand in den Weg stellen darf. Die „Experten“ in Staat, Wirtschaft und Justiz haben beschlossen, dass wir, das Volk, in der EU aufgehen sollen, aufgehen müssen. Und die Begründungen dafür sind so wortreich und vielfältig, wie sie eben nur von hochbezahlten Experten formuliert werden können. Man kann die herrschende Meinung in Deutschland nur noch mit einem quasi-religiösen Glaubensbekenntnis vergleichen. Wer den rechten Glauben nicht bekennt, ist Feind, ist Häretiker, ist kein Experte mehr und wird gnadenlos ausgeschlossen.

5. Entwicklungen wie die EU, der Euro usw., aber auch unsere innerstaatlichen Probleme (und diese sind zahlreich!) sind nur verständlich als Ausdruck der Loslösung sozialer Entscheidungen vom Wollen der Menschen. Und genau hierin liegt der gemeinsame Nenner aller Probleme: Jedes Expertengremium trifft seine Entscheidungen – und wundert sich dann, dass im Ganzen Alles scheitert.

Die Eliten haben den Geist der Demokratie verloren. Sie glauben im Kern nicht an die Menschen als bestes Entscheidungskriterium. Sie glauben im Kern, dass Experten entscheiden sollen und die Menschen gehorchen.

Und sie sind überrascht, dass dieses Modell scheitert.

Für uns, das ADD, ist klar: Freiheit, Wohlergehen und soziales Miteinander gehen Hand in Hand. Wer den Glauben an die Menschen verloren hat, der wird Wohlergehen vernichten, soziale Spaltung erzeugen und letztlich (auch das wird noch kommen, wenn die Dinge so weiterlaufen) Menschenleben opfern.

Vertrauen in die Menschen, das ist worum es wirklich geht.

Es ist nie moralisch richtig, wenn Andere für einen Menschen Entscheidungen treffen, obwohl dieser sie selbst treffen könnte! Es ist nie moralisch richtig, wenn Experten für ein Volk oder die Menschheit Entscheidungen treffen, obwohl das Volk selbst diese Entscheidung treffen könnte. Denn der Mensch selbst, das Volk selbst, die Menschheit selbst, muss die Last der Entscheidung tragen – im Guten, wie im Bösen – und soll deshalb selbst die Entscheidung treffen.

Die repräsentative Demokratie ist entstanden aus den Bedingungen des 17. Jahrhunderts. Sie war die damals mögliche Umsetzung der Idee der Demokratie, der Idee, das Wollen der Menschen zum Maß von Entscheidungen zu machen. An ihr heute noch festzuhalten, ist so, als ob man mit einem Pferd auf der Autobahn reitet. Die Idee der Demokratie bedeutet heute, im Zeitalter von Internet und grenzenloser Kommunikation, direkte Demokratie. Die direkte Demokratie entspricht der sozialen Realität und der zeitlosen Idee, dass soziale Entscheidungen durch die betroffenen Menschen selbst getroffen werden sollen.

Die Staats- und Demokratiekrise, die wir heute erleben, ist die Aufforderung der Geschichte an die Menschen diesen nächsten Schritt der politischen und sozialen Selbstverwirklichung zu gehen. Wenn wir diesen Schritt nicht mutig und offenen Herzens gehen, werden wir, als Individuen und als Gesellschaft scheitern. Und das ist richtig so. Die Eurokrise ist nur ein Schritt oder vielleicht der Abschluss in diesem Prozess des moralischen und ideologischen Scheiterns. Die Gefahr für uns liegt eben nicht in den Diktaturen des Ostens oder des Südens. Die Gefahr für uns liegt in uns selbst. In unserer Feigheit, das offensichtlich Richtige nicht sehen zu wollen, nicht danach zu handeln. 

Haben wir Vertrauen in die Menschen. Nicht als Platitüde für Sonntagsreden, sondern als echter Maßstab der gesellschaftlichen Organisation des Staates. Dann werden Wohlergehen und soziales Miteinander folgen.

In diesem Sinne: Auf zur Demonstration in Stuttgart, am Samstag, den 5. Mai, ab 11.55 h, Großer Schloßplatz!

Info & Kontakt: aktion-direkte-demokratie@email.de.

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Kommentare zu: "Die Eurokrise ist eine fundamentale Demokratie- und Ideologiekrise." (21)

  1. Siehe zum Thema auch: Wer ist Schuld an der Überschuldungskrise? : http://www.deutschland.net/content/wer-ist-schuld-der-%C3%BCberschuldungskrise

    Sowie: Die Bürgergerechte Gesellschaft: http://www.deutschland.net/content/die-b%C3%BCrgergerechte-gesellschaft

    • Andreas Wasert schrieb:

      sry fürs Vordrängeln, aber hier muß unterzeichnet werden:

      http://www.stop-esm.org/home

      weiterverbreiten! Kann jemand Twitter – ich habe seit Tagen sämtliche Foren abgeklappert, bei Twitter sehe ich noch nicht ganz durch…

  2. Alle Daumen nach oben. Und das ist auch DER Aspekt, den OCCUPY und die Piraten ausmacht. Wir wollen beteiligt sein, selbste eintscheiden. Dann tragen wir auch die Verantwortung wieder selbst und dürfen dann die eigene Suppe auslöffeln und nicht die der vermeintlich besserwissenden Experten.

    Ich hatte diese Woche festgestellt, dass die Welt auf dem Kopf zu stehen scheint. Und das tut sie genau aus dem Grund, dass wir unsere Verantwortung abgetreten haben und die, die Verantwortungsvoll sein sollen, dies nicht tun können, wollen oder was auch immer:

    Warum steht unsere Welt auf dem Kopf?

    • @Martin Bartonitz: „Warum steht unsere Welt auf dem Kopf?“
      Weil die Machtgierigen es geschafft haben, die Gesetzgebung und die Staatskasse unter ihre Kontrolle zu bringen, genau wie damals im Feudalismus. Wir haben de facto einen funktionärsfeudalistischen Komplex, mit den Parteien als Kern und einer von ihnen kontrollierten Medien-, Organisations-, Instituts-, etc. Landschaft inkl. Gerichte, Notenbanken etc. von abhängigen Figuren, die danach ausgesucht werden, inwieweit sie die Interessen der Machthaber vertreten und veröffentlichen.
      Schauen Sie sich mal genau an, wer diese Leute eigentlich bezahlt. Wer veröffentlicht eigentlich Forderungen etc.? De facto nur irgendwelche Interessenkartelle (Soros z.B.) oder eben die Neofeudalistenkaste.
      Gleichzeitig ist es so, dass diese Leute allesamt, inkl. der Medienleute, so gut wie vollständig inkompetent und unfähig sind, ein eigenes, echtes Urteil zu fällen. Grund hierfür sind die Biografien, die Leute haben immer nur in irgendwelchen Funktionärsveranstaltungen gelebt und noch ein u.U. ein paar Semesterleins studiert an irgendwelche Fakultäten, die wenig mit der realen Welt zu haben.

      • EURO schrieb:

        @bhayes
        „vollständig inkompetent und unfähig“

        So ist es. Mir ist in diesem Zusammenhang insbesondere die Auseinandersetzung der „ZEIT“ mit Prof. Sinn bzgl. der Target2-Problematik in Erinnerung. Mein Gott, was hat das Blatt dabei für einen kenntnis- und faktenentleerten Unsinn gedruckt! Natürlich unter munterem Applaus der desinformierten, solidaritätsbesoffenen Leserschaft aus dem Kreise derjenigen, die sich für gute Menschen halten.

  3. Elke Uhlemann schrieb:

    Gebe Ihnen vollkommen Recht. Das Volk wurde nie gefragt!

  4. sensortimecom schrieb:

    Die Euro-Krise ist eine – jedoch nicht die einzige! – generelle Krise des gesamten politischen, philosophischen; ja sogar religiösen Denkens. Sie stellt erstmals in der Geschichte in Frage, ob der Mensch überhaupt dazu in der Lage ist, seine Zukunft kraft politischem Kalkül zu steuern, wenn er nicht willens und fähig ist, alle damit zusammenhängenden Implikationen systemischer Art von Anfang an zu antizipieren.

  5. Alles richtig!
    Man kann aber noch einiges weiter analysieren. Die heutige Dekadenz der politischen Eliten ist ein Ergebnis, auch, nicht nur, des scheiternden amerikanischen Modells, getrieben durch ein verdecktes Ausbeutungssystem, dem FIAT Money System. (Zinseszinssystem, z.Zt, wieder mal in einer Endphase), welches nur einer Kapitalelite das Sagen läßt, unter gezielter Ausschaltung (Gehirnwäsche) der ureigensten menschlichen Rechte der allgemeinen politischen Mitbestimmung!
    Wie ein Lehrer sich den Schülern durch die Vermittlung alles seines Wissens „überflüssig“ macht, (also seine „Macht“ teilt oder abgibt), muß der Politiker und das menschlichere System allen seinen Mitbürgern und –wählern, alles über das System beibringen, es so schulen, daß diese sich selbst, gemeinschaftlich verwalten und führen könnten! Die Mitbestimmung in der Politik (Direkte Demokratie) ist die selbstverständliche Teilung der Macht in der Zukunft. Ohne Qualität und Ethik wird nichts gehen! Die Dokrine des nächsten Zeitalters, nach dem Kollaps, ist Politik mit menschlichen Werteskalen zu gestalten!
    Die monetären Skalen der Konsumsklaverei, der Steuersklaverei, der Zinssklaverei müssen und werden ein Ende haben! Schluß, mit der Pseudodemokratie!
    Der Militarismus und Kriege, der Welthunger, das Ausbildungselend, die Arbeitslosigkeit, der Subventionismus, Hartz IV, die Ökokrise sind unmenschlich. Setzen wir die Direkte Demokratie und Selbstbestimmung um!
    Die verfälschte und vermarktete Hackordnung (Markenwaren, Gehirnwäsche, nochmals!) muß richtig eingeschätzt werden. Die vermittelte Gewalt in den Medien muß als gewollte Repression richtig eingeschätzt werden! (Gehirnwäsche, abermals) Die Einführung eines ESM und Eurodiktatur wird als Heilsmittel gepriesen. Terrorismus, als Einwand zur Informationsdominanz, mißbraucht, ohne direkte demokratische Kontrolle (Wiederholt: Gehirnwäsche!)
    Das Scheitern einer Ideologie an der Wirklichkeit. Das Scheitern der Macht an der Menschlichkeit!

    • EURO schrieb:

      @ globalvoter.org

      „Das Scheitern der Macht an der Menschlichkeit!“

      Könnte es nicht schlicht “ Das Scheitern der Macht am ökonomischen Gesetz “ sein? Böhm-Bawerk beschrieb es schon 1914.

      Was wir gerade eleben, läuft weitgehend – und zwar wirtschaftlich als auch politisch- so ab, wie es die Vertreter der „Österreichischen Schule“ der Ökonomen späterhin beschrieben. „Gottspieler“ , wie R.Baader die Akteure nannte, spielen nur Gott; sie sind eben gerade nicht allmächtig, auch sie sich sich das in all ihren geheimen Nachtsitzungen, Gremien, Räten und Kommissionen immer wieder gegenseitig einreden.

  6. Freier Bürger schrieb:

    Es ist traurig mitanzusehen wie die Demokratie in diesem Land Stück für Stück zu Grabe getragen wird. Und wenn man dann noch einige Mitbürger ansieht wo seelenruhig noch glauben das immer mehr Überwachung und das massive beschneiden von Grundrechten doch eigentlich „garnicht so Schlimm sei“, dann haut das dem Fass den Boden raus. Insbesondere erlebte ich bei Personen die Heute zwischen 55 und 65 Jahre alt sind das diese überhaupt kein Demokratieverständnis haben und auch überhaupt kein Gefühl dafür das sie selbst auch Bürgerrechte besitzen. Und es eben nicht selbstverständlich und „Normal“ ist das der Staat einem zu einem gläsernen Bürger macht. Während er sich selbst immer anonymer und für den einzelnen Bürger undurchsichtiger gestaltet und gibt.
    Ich bin zwar noch immer der Hoffnung das die Bürgerinnen und Bürger im rechten Moment doch noch ihren Verstand benutzen. Bei einigen Mitbürgern habe ich jedoch starken Anlass massiv zu zweifeln….

    • EURO schrieb:

      @ Freier Bürger

      Nach meinem Eindruck hebt sich die Altersgruppe der 55 bis 65 jährigen nicht als besonders unbedarft aus dem Rest der Michels hervor. Ich erlebe das Desinteresse ebenso wie völlige Unkenntnis über Wirtschaft und das FIAT-Money-System alltäglich in allen Altergruppen.

  7. Matrix

    „Wer die Welt erkannt hat, hat einen Leichnam gefunden. Und wer einen Leichnam gefunden hat, dessen ist die Welt nicht würdig.“

    Jesus von Nazareth (NHC II,2,56)

    Wer die „Auferstehung aus dem geistigen Tod der Religion“, vom Cargo-Kult des Katholizismus uminterpretiert zum „Herausklettern des toten Jesus aus seinem Grab“, noch nicht hinter sich hat, bleibt, wie intelligent er ansonsten auch immer sein mag, in der Regel unfähig, die systemische Ungerechtigkeit, in der wir seit jeher existieren, überhaupt zu erkennen oder gar herauszufinden, was Gerechtigkeit ist (Erleuchtung).

    Die Ungerechtigkeit unterteilt die Menschheit in Nutznießer und Nutzgenossene, und wer zu ersteren gehört, kann sich kaum mehr vorstellen, dass die Gerechtigkeit auch ihm Vorteile verschafft, von denen er nie zu träumen wagte. Denn was ist schon der ganze Besitz eines Königs früherer Zeiten, wenn wir diesen dekadenten Schnickschnack mit dem ganz normalen Lebensstandard eines mittelständischen Unternehmers der Gegenwart vergleichen? Und wie unendlich langweilig ist wiederum das Leben eines Nutznießers der Gegenwart, der sich auch nur die Trivialitäten leisten kann, die es schon gibt, verglichen mit dem wahren Leben in absoluter Gerechtigkeit, in der so etwas wie „Alltag“ nicht mehr existiert?

    Neo: „Ich kann nicht mehr zurück, oder?“
    Morpheus: „Nein. Wenn Du könntest – würdest Du es wollen?“

    Für den auferstandenen und erleuchteten Menschen ist das, was der normale Konsumtrottel als „Alltag“ bezeichnet, die größtmögliche Bestrafung für sein überlegenes Wissen. Deshalb bleibt der „Normalbürger“ lieber im Sumpf der religiösen Verblendung, um sich der Matrix seiner sinnfreien Existenz nicht bewusst zu werden.

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2011/07/die-ruckkehr-ins-paradies.html

  8. Nigel Farage: EU-Parlamentarier: Euro unter Druck, Europa stehen schwere Banken-Zusammenbrüche bevor

    Ich glaube, dass der Niedergang in der Eurozone die letzten zwei oder drei Wochen in der Tat sehr schwerwiegend gewesen ist. Es sind die italienischen und spanischen Anleihe-Spreads. Es ist die Tatsache, dass die Jugendarbeitslosigkeit in einigen dieser Mittelmeerländer aktuell über 50% liegt. Es sind die Aufstände und das Chaos auf den Straßen.

    Und es ist gerade erst einen Monat her, als ich das letzte Mal mit Ihnen sprach, wo uns Herman van Rompuy erklärte, dass wir die Kurve gekriegt hätten, alles in bester Ordnung sei und es mit der Eurozone keine Probleme mehr gäbe. Die stehen jetzt natürlich wie ein Haufen Witzfiguren da.“
    http://www.propagandafront.de/1108800/eu-parlamentarier-euro-unter-druck-europa-stehen-schwere-banken-zusammenbruche-bevor.html

    Die Krise ist wieder da, und Die Fronten werden immer breiter an denen gekämpft wird.

    Eine Monarchiekrise kommt hinzu: Liebt Juan Carlos diese deutsche Prinzessin?
    http://www.bild.de/unterhaltung/royals/koenig-juan-carlos-1/liebt-spaniens-koenig-diese-deutsche-prinzessin-23739250.bild.html (Achtung BILDung)

    Ohne EU-Hilfe sind wohl diese spanischen Bankster im Grunde nicht mehr zu retten: Immobilienkrise bedroht Existenz der spanischen Banken
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/04/18/immobilienkrise-bedroht-existenz-der-spanischen-banken/

    Der dritte Schuss der EZB wird kommen!
    http://www.wiwo.de/politik/europa/ezb-der-dritte-schuss-der-ezb-wird-kommen/6504224.html

    Der Euro wird untergehen… und als nächster Step dieses unsägliche, antidemokratische Konstrukt namens EU. Jener Tag, an dem der europäische (Alp)Traum ein jähes Ende findet, wird als “Tag der Befreiung” in die Geschichte der Völker eingehen.

    Danach ist der $ fällig: http://kingbalance.blogspot.de/2011/08/am-tag-als-der-dollar-starb.html

  9. Heinz Michel schrieb:

    Es ist richtig, die Euro-Krise als Ausfluss einer Systemkrise einzustufen. Sie reiht sich ein, in eine Krise anderer Teilsysteme unserer Gesellschaft. Ich denke, es ist nicht übertrieben, von einer umfassenden Krise unserer Gesellschaft zu sprechen, die auch eine Krise unserer Parteiendemokratie ist. Das aber beduetet, sie ist innerhalb des Parteiensystems nicht mehr lösbar, weil offensichtlich die diesem Modell zu Grunde liegenden Denk- und Handlungsmuster überholt sind.
    Das Problem ist, dass unser Parteiensystem eine schmutzige Verbindung mit Lobbygruppen vor allem der Finanzindustrie eingegangen ist. und sie hat sich dementsprechend zu einer Oligarchie entwickelt. Sie hat eingeklemmt in die Strukturen ihrer Macht und in Interessen Ihrer Lobby ihre Reformfähigkeit verloren. Zudem sind die wesentlichen Grundlagen einer rechtsstaatlichen Demokratie inzwischen ausgehöhlt, abgeschafft oder entwertet worden. Es gibt also auch keine freien Räume, in denen eine demokratische Erneuerungsdebatte stattfinden könnte.
    Jede Lösung setzt deshalb voraus, dass wir uns Handlungsräume erkämpfen, die derzeit von dieser Oligarchie okkupiert worden sind.
    Deshalb ist meine/unsere/ Empfehlung: Wir müssen diesen Parteien und ihren Regierungen das Vertrauen entziehen und dies in einem hinreichend formalen und kollektiven Akt, um daraus eine Erklärung zur De-Legitimation abzuleiten. Erst dann können wir einen Weg beginnen der a) die Teil-Rekonstruktion einer rechtsstaatlcihen Demokratie vorsieht und dann b) mit der Reform dieser dann neuen Demokratie beginnt, um sie an die neuen Herausforderungen einer differenzierten und komplexen Welt anzupassen. Die Direkte Demokratie ist dabei ein wichtiger, aber nicht allein ausreichender Schritt. Wir haben lange zu diesem Theme gearbeitet und suchen Gruppen, die sich mit uns auf den Weg machen wollen.

  10. Andreas Wasert schrieb:

    Schnell unterzeichnen:

    http://www.stop-esm.org/home

    Rege Beteiligung aufrecht erhalten, Link weiterverbreiten!

    • EURO schrieb:

      @ Andreas Wasert

      Längst geschehen! Aber es soll ja noch einige geben, die sich noch nicht beteiligt haben!

  11. Immerhin ist man schon zur Erkenntnis gelangt, daß die Ideologie Sozialdemokratie (auch Sozialismus genannt) fundamental fehlerhaft und deshalb gerade am Scheitern ist. Wie jedes System, das auf der Trennung von Macht und Verantwortung fußt.

    Die Schlüsse daraus sind jedoch falsch: Nicht mehr vom Falschen hilft hier, sondern weniger davon. Es spielt nämlich keine Rolle, wer über fremdes Geld entscheidet.

    Als positives Alternativ-Modell könnte übrigens das Internet selbst dienen oder das Linux-Kernel-Projekt. Beide fußen auf freiwilliger Kooperation. Als Negativ-Beispiel eignet sich die Wikipedia, dort sind intern alle damit beschäftigt, gegeneinander zu arbeiten, sowie „Meinungsbilder“ genannte Wahlen und Abstimmungen zu gewinnen.

    • EURO schrieb:

      @ Joe
      Das habe ich nicht verstanden. Was meinen Sie mit „Nicht mehr vom Falschen hilft hier, sondern weniger davon.“? Ist Sozialismus falsch? Falls ja, stimme ich sofort zu; einerlei, ob es um Internationlasozialismus oder Nationalsozialismus geht.

      Was meinen Sie, wenn Sie sagen „Es spielt nämlich keine Rolle, wer über fremdes Geld entscheidet.“?
      Sind Sie für eigenes Geld; für die Entstaatlichung des Geldes, also die Aufhebund des staatsmonopolistischen Geldsystems? Falls ja, wieder Zustimmung. Ganz im Sinne der Österreicher. Das wäre ein Ziel, das lohnte mit demokratischen Mitteln umgesetzt zu werden. Also PDV oder eine andere Partei wählen, die solche Ziele vertritt; jedenfalls nicht CDU/CSU/FDP/SPD/GRÜNE/LINKE.

      Der Einheitsbrei wird übrigens allmählich doch nervös. Das lässt hoffen! Also ADD, weiter machen!

  12. Sehr gut analysiert und den Kern des Problems zusammengefasst.
    Wir müssen viel mehr unterschiedliche Gesellschaftsformen zulassen, fast wieder auch dörflichen Charakter, kein Alles-über-einen-Kamm-scheren! Das derzeitige System, das meint, alle Menschen müssen dem gleichen Götzen nachrennen, hängt uns allen schon zum Hals heraus, es läuft nur noch aus Gewohnheit und auf Grund der Macht weniger weiter.
    http://gesellschaftswandel.wordpress.com
    http:/neuespiritualitaet.wordpress.com

  13. […] einem aktuellen Artikel wird die thematische Weiterentwicklung deutlich, ging es am Anfang mehr um die finanziellen […]

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