Anknüpfend an diese großartige Interpretation als Animation von Edvard Munchs „Der Schrei (der Natur)“, hier einige Gedanken zur Aktualität des Werks.
Edward Munch Norwegischer Maler und Grafiker, geboren 1863, gestorben 1944, gilt als Bahnbrecher für den Expressionismus in Malerei der Moderne. An sein berühmtestes Werk angelehnt ist folgendes Zitat:

I was walking along a path with two friends – the sun was setting – suddenly the sky turned blood red – I paused, feeling exhausted, and leaned on the fence – there was blood and tongues of fire above the blue-black fjord and the city – my friends walked on, and I stood there trembling with anxiety – and I sensed an infinite scream passing through nature.

Da man sich bei Kunst ebenso wie bei jeglicher Gesellschaftswissenschaft, nie  anmaßen sollte die Wahrheit besitzen, ist alles weitere affektiver Apfelsaftschorle.

Die Botschaft die jeder Begtrachter sofort intuitiv aufnehmen wird: Hier läuft was schief!
Das Bild drückt keine „Danke, Deutschland-glückseeligkeits-Propaganda“ aus. Nein, es kommt um einiges seriöser daher, als Männer in schwarzen Anzügen, die von Aufschwung und Vollbeschäftigung faseln, während die eine Hälfe vom Volk Flaschen sammelt und die andere Hamsterrad rennt. Das Bild transportiert seine Proposition zwar ebenso subtil wie die Männer in schwarzen Anzügen, aber man merkt, dass dieser „Schrei“ nicht von ungefähr kommt. Das ist keine Prüfungsangst und keine Spinnenphobie. Das ist auch nicht der Schiss eines 8-Jährigen auf dem 10-Meterbrett.
Dieser Schrei, tritt sehr nahe an einen heran und berührt einen sehr persönlich. Der ist echt.
Die Stimmung aus dem Bild kommt wahrscheinlich dem nahe, was Realisten denken, wenn Sie Nachrichten ohne rosa-Brille lesen und vergessen haben ihren Idealismus-und-Optimismus-Gang einzulegen.
Das ist eine Melange aus Stress, Ohnmacht, Resignation, Trauer und Wut.
Das Destillat einer Gesamtsituation die nichtmehr tragbar ist.
Das ist die Befreiung dessen, was man in den Gesichtern Ablesen kann, von denen, die nur ertragen, weil die Fernsehbedienung näher und einfacher zu erreichen ist als eine echte Alternative. Solange man umzappen kann, ist der Mensch nicht zukunftsorientiert. Solange die Rente auf dem Konto, das Brot im Korb und das Bier im Schrank ist, spielt man mit Nachrichten aus einer Horrorshow (die man bei uns ulkiger weise Tageschau genannt hat) Tetris. Wenn man schlecht spielt,  wird die Mauer Stein um Stein höher. Je höher die Mauer, desto schlechter spielt man, weil man weniger Zeit hat, die Steine zu sortieren.
Eine Fahrt auf Treibsand gegen die Wand.
Eine exponential-Funktion.
Oder „Der Weg in die Knechtschaft“ von Friedrich August von Hayek.
Diese Entwicklung lässt sich durch das so genannte  „Ölflecktheorem“ nachvollziehen. Oder einfach an der Geschichte der BRD. Die Verschuldung, die Macht, die Zentralisation und damit die ganze Farce der Menschheit treibt sich eigenenhändig immer weiter ins Verderben. Jeder Lösungsversuch spitzt die Lage immer weiter zu. Irgendwann ist dann ein Punkt erreicht (Game over) an dem sich schlagartig alles ändert.

Unsere Emotionale Intelligenz und unser kollektives Bewusstsein (ohne all zu schwülstig in Pathos und Esotherik enden zu wollen), bescheren uns weitaus mehr Kompetenzen als jede Marktanalyse, jeder Thinktank und vorallem mehr als die benötigten 40 Millionen Volkswirte, die die EU bräuchte um die Wirtschaft für 300 Millionen Bürger zu berechnen. Unser Unterbewusstsein, vergisst nicht so schnell, wie sich Guttenberg das wünscht. Und irgendwann muss unser Weltbild mal an die frische Luft. Dann wenn es nicht mehr geht.
Und dann wird sich zeigen, wer sich auf völkerrechts Ebene strafbar gemacht hat.
Dann wird vor allem aber offenbar, dass „Die Gesamtheit (…) der Bürger in freier und öffentlicher Entscheidung regelmäßig bessere Entscheidungen treffen [wird], als Parlamente, Verwaltungen oder sonstige Interessensverbände“ es jemals könnten! (Stuttgarter Manifest) Und spätestens dann wird auch klar wohin die Reise geht.

Die Dynamik in Munchs Bild, rührt von der starken Flucht auf dem Steg, den energischen Bewegungen in der Umwelt und dem blutroten Horizont. Im Zentrum – der Mensch umschlungen vom brausenden Strom der Zeiten. Die geradlinige Agenda der Despoten, die Turbulenzen der Geschichte und der Himmel ganz im Sinne einer gesellschaftlichen Revolution.
Man kann bei diesem Bild alle kognitiven Funktionen ausschöpfen. Man riecht und schmeckt den Geist der Veränderung geradezu.

Die meisten Menschen, fühlen sich bereits ummantelt von dieser Realität.  Manche treten in die innere Emigration. Manche unterstützen das System (Martin Schulz). Manche unterstützen es ohne es zu wissen. Die meisten ahnen es nicht, auf was wir uns zu bewegen.  Bis jetzt erhebet sich nur eine Minderheit gegen die Macht und für einen echten Wandel zu einer freien und selbstbestimmten Gesellschaft.
Abschließend seien darum, in positiven und mutmachendem Sinne aufgefasst, die Worte einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten, Benjamin Franklin dargelegt. Denn auch wir haben uns nun gegründet um individuell und bunt, für unsere gemeinsamen Ziele und Werte zu kämpfen: Für Direkte Demokratie – Gegen den Euro-Rettungswahnsinn.

Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.

Gewidmet Thorsten Puttentat, zum nachdenken und für sein Bauchgefühl :)

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Kommentare zu: "Edward Munch, Pink Floyd und die Gesamtsituation" (2)

  1. wieso für Thorsten Puttenat gewidmet? Putte ist ein cooler Fernsehmoderator :)

  2. Freiheit aufgeben und Sicherheit verlieren. Genau darauf laufen wir in D zu.
    Diesbezüglich passt vielleicht ein zumindest gutklingendes Buch „Die leise Diktatur“
    http://www.amazon.de/Die-leise-Diktatur-Schwinden-Freiheit/dp/3928272918/ref=wl_mb_recs_3_dp

    Kennt das vielleicht schon jemand ?

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