Ein Redakteur der Polittalkssendung von Günther Jauch fragte uns in den letzten Tagen an, ob ein Mitglied vom Aktionsbündnis bereit wäre ihnen ein Interview zu geben. Nach dem Dreh eines kurzen Einspielers wurde unser Mitglied Bernhard Seitz direkt in die Sendung am Sonntag eingeladen. Thema ist „Nach dem Krisen-Gipfel – Geht’s jetzt auch mit Deutschland bergab?“. Er wird dort darüber sprechen in wie weit er sich durch die Euro-Krise betroffen sieht und wie er versucht vorzusorgen. Die Gesprächsrunde scheint sehr interessant zu werden, da als weitere Gäste Oskar Lafontaine, Edmund Stoiber, Viviane Reding, Hans-Werner Sinn und Rolf-Dieter Krause eingeladen sind. Also nicht verpassen!

Sendezeit ist am Sonntag den 11.12.2011 um 21.45 Uhr auf ARD
Wiederholt wird der Beitrag:
Mo, 12.12.11 | 16:15 Uhr Phoenix
Mo, 12.12.11 | 20:15 Uhr EinsExtra
Di, 13.12.11 | 00:45 Uhr NDR
Di, 13.12.11 | 09:50 Uhr MDR.
Ein Video wird sicherlich auch bald online sein.

Hier das Thema im Detail:

Die Woche begann mit einem Paukenschlag. Am Montag verkündete die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P), dass sie die Eurostaaten verschärft beobachten wolle, um ihre Kreditwürdigkeit neu zu bewerten. 15 der 17 Euroländer müssen demnach mit einer Herabstufung ihrer Bonität rechnen. Deutschland sowie fünf weiteren Ländern droht sogar der Verlust ihrer Bestnote AAA. Und damit nicht genug: Auch große Kreditinstitute wie die Deutsche Bank oder die Commerzbank sollen einer kritischen Analyse unterzogen werden. Ebenso der Rettungsschirm EFSF und die gesamte Europäische Union (EU).

Die bloße Ankündigung der Ratingagentur bringt das mühsam ausgehandelte Konstrukt zur Eurorettung ins Wanken. Dass die Herabstufung eines Landes eine Abwärtsspirale auslösen kann, hat das Beispiel Griechenland in den vergangenen Monaten gezeigt. Nun droht weiteren Ländern das finanzielle Desaster – sie müssen um ihre Kreditwürdigkeit bangen.

Die Herabstufung der gesamten EU könnte zudem schwerwiegende Folgen für den internationalen Finanzmarkt haben. Auch Deutschland, das bislang als Garant für eine stabile europäische Finanz- und Wirtschaftspolitik gilt, könnten bei einer Herabstufung schwierige Zeiten bevorstehen. Die Angst in der Bevölkerung vor höheren Preisen, mehr Arbeitslosen, weniger Exporten und einem allgemeinen Einbruch der Wirtschaft wächst, während die Staats- und Regierungschefs betont gelassen reagieren.

Welche Folgen haben also die schlechten Ratingprognosen für Deutschland? Muss die Macht der Ratingagenturen eingedämmt werden? Drohen im kommenden Jahr auch Deutschland Inflation, Rezession und steigende Arbeitslosigkeit? Lohnt es sich überhaupt, den Euro retten zu wollen – oder sollten wir gleich zur D-Mark zurückkehren?

Diese Fragen diskutiert Günther Jauch am Sonntagabend mit seinen Gästen.

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Kommentare zu: "Bernhard Seitz zu Gast bei Günther Jauch am 11.12.11" (9)

  1. anonym. schrieb:

    Sehr schön !

  2. Libertäre Stimme schrieb:

    Ich wünsche Herrn Seitz viel Erfolg am Sonntag. Erwähnen Sie auch die pdv, die Sendung ist doch live so weit ich weiß, da kann also nichts zensiert werden. Wird Zeit dass das Aktionsbündnis und die pdv endlich die Publicity bekommen, sie verdienen und benötigen. Ohne die nötige Aufmerksamkeit können wir nie etwas bewegen.

    • Balduin schrieb:

      Natürlich kann da theoretisch zensiert werden. Liveübertragungen werden oft um 5 Minuten Zeitversetzt gezeigt.

  3. RazorCat schrieb:

    Bin grad etwas enttäuscht vom Sinn, mit welcher Naivität er meint in Deutschland sind doch alle Anlagen sicher und Edelmetalle wären Unsinn.
    Er als Ökonom, der schon auf viele wichtige Missstände mit dem Euro hingewiesen hat, müsste es doch besser wissen, dass es einen Unterschied gibt zwischen der ggf. noch gegebenen Sicherheit des Nominalwerts einer Anlage und der Kaufkraft einer Anlage.

    Und dass Deutschland mit seinem Schattengesamtschulden und -verbindlichkeiten von über 7 Billionen kommt bei einem Euro-Breakup auch nicht ohne einen Haircut aus. Das blendet er auch aus.

    Bewusst oder Unwissenheit?

  4. dem haben sie genau 2 Min gegeben sich vorzustellen und zu antworten .. seine Fragen wurden gar nicht beantwortet.. soviel zum Systemfernsehn

  5. Sehr geehrter Herr Dr. Seitz,

    ich habe, obwohl ich mit dem Staatsfunk ansonsten, meine Zeit nicht mehr verschwende, „Jauch“ gesehen. Allein deshalb, weil Ihre Teilnahme angekündigt war. Ein erstes Erschrecken schon zu Beginn der Sendung: Dr. Seitz sitzt nicht in der Runde. Lauter Euromanen, als Gegenspieler allein Prof Sinn. Das Konzept der Sendung war damit klar: Propaganda, bis die Schwarte kracht. Ein ununterbrochen aufgeregter Dr. Stoiber konnte ebenso weitgehend widerspruchslos – Prof. Sinn ist zu gut erzogen, um jemanden ins Wort zu fallen- seine Plattitüden absondern, wie jene EU-Bürokratin Reding, von dem Kommunisten in der Runde ganz zu schweigen. Oskar L. denkt schon lang an nichts anderes mehr als die Alleinverantwortlichkeit der Banken für alle Übel der Welt (naja, manchmal denkt er sicher auch an Sahra). Den Politschranzen der ARD lasse ich unerwähnt.
    Sie, sehr gehrter Herr Dr. Seitz, haben sich innerhalb des sehr eingeschränkten Rahmens, den man Ihnen ließ, wacker geschlagen. Diesmal aber hat man Sie aber dennoch, meiner an anderer Stelle bereits einmal geäußerten Befürchtung entsprechend, ein wenig benutzt; als Sonderling dargestellt (Lebensmittelbevorratung). Ich weiß, dass sind Sie nicht; Sie handeln völlig vernünftig. Aber der Staatsfunk gab Ihnen keine Gelegenheit, Ihr Handeln plausibel zu machen, es -für den immer noch dumpfen Bürger- nachvollziehbar zu erläutern.

    Da ist noch viel zu tun.

    EURO

  6. Vielleicht hat er sich ja auch bewusst benutzen lassen, um überhaupt einen Auftritt zu erhalten? Ich denke, er hat es richtig gemacht und jeder Halbintelligente dürfte gemerkt haben, dass er drauf und dran war noch was sagen zu wollen bzw. ja auch Fragen hatte und er komplett abgewürgt wurde. Das ist doch ein deutliches Signal!

  7. Günther Kirchner schrieb:

    In der Sendung von Günther Jauch wurden gleich 3 Ökonomen vorgeführt, die gern von der Leidpresse/Lightpresse/Leitpresse als kompetente Kritiker und Zeugen für den Niedergang des EURO vorgezeigt werden.
    Da ist einer lächerlicher als der andere.
    Mehr Demokratie kann ja wohl nicht heißen, dass die dümmsten neoliberalen Argumente im Volk wieder greifen.
    Da möchte man selbst als Vertreter von Mehr Demokratie dem Gedanken anheimfallen, wonach die repräsentative Demokratie doch einige Vorzüge hat.
    Wenn das Volk sich mit der halben FDP gegen den Euro stellen sollte, dann pfeife ich auf die direkte Demokratie.
    Direkte Demokratie verlangt und setzt voraus, dass nicht eine gelenkte Presse, die dem Geist des Neoliberalismus verhaftet ist, das Meinungsbild vorgibt, das dann in Meinungsumfragen und – was noch schlimmer wäre – in Wahlen umgesetzt wird.

  8. @ Günther Kirchner, Dezember 12, 2011 um 12:07 pm

    Sehr geehrter Herr Kirchner,

    vielleicht sortieren Sie Ihre Gedankenwelt ein wenig sortieren, bevor Sie vieles in einen Topf werfen, was in verschiedene Behältnisse gehört?
    Was ist denn für Sie „Neoliberalismus“? Mehr als bloß ein Kampfbegriff der verdummenden Kollektivisten?
    Die Presse huldigt dem Neoliberalismus? Was meinen Sie damit? Nach meinem Eindruck ist der Maunstream der Presse und der Staatsfunk auf einem ganz anderen Trip: Die fordern Planwirtschaft, gelenkt durch den überstaatlichen EU-Zentralstaat, also jenes Kunstgebilde, welches Merkozy gerade über Ihren Kopf hinweg (oder mit Ihrer Zustimmung?) schaffen wollen.

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