Um es gleich vorweg zu sagen: Wir glauben nicht, dass die vom griechischen Ministerpräsidenten Papandreou angekündigte Volksabstimmung stattfinden wird. Der Grund dafür ist, dass eine Volksabstimmung einen zu langen zeitlichen Vorlauf erfordert. Die Welt wird in ca. 6 Monaten radikal anders aussehen als heute. Wir werden bis dahin entweder bereits unter der EURO-Diktatur und in einer Transferunion leben – und  dann wird Griechenland, wie auch alle anderen PIIGS, durch Transfers aus dem angebelichen reichen Norden finanziert werden – oder es wird die Eurozone nicht mehr geben.

Papandreou spielt also das übliche, gewissenlose Spiel mit der Demokratie und mit den Sorgen und Erwartungen der Menschen. Indem er sich an die Spitze der „Volksbewegung“ stellt, versucht er sein eigenes politisches Überleben und das seiner Partei zu sichern. Weiterhin gibt ihm die „Volksabstimmung“ ein hervorragendes Argument an die Hand, um über die nächsten 6 Monate weiter durch die EU finanziert zu werden, denn wie könnte die „Zone“ denn auch gegen Demokratie sein und ein Land in die Pleite gehen lassen, nur weil es sein Volk abstimmen lassen will? Genau genommen entspricht das Vorgehen Papandreous genau den Interessen der EURO-Diktatur: Griechenland gibt den EURO-Diktatoren ein Argument, das Land über die nächsten Monate quasi bedingungslos zu finanzieren und dabei noch so zu tun, als ob ihnen die Demokratie etwas bedeuten würde.

Soweit zu Griechenland. Nun aber zu Deutschland. Und der Berichterstattung in diesem, unseren angeblich freiheitlich demokratischen Rechtsstaat – der in Wirklichkeit nichts von alledem ist. Die Überschriften zur geplanten Volksabstimmung in unseren Medien lauten zum Beispiel:

Man muss sich die Geisteshaltung, die in diesen Artikeln zum Ausdruck kommt, deutlich machen: Demokratie schadet der Wirtschaft. Wenn ein Volk entscheidet, dann fallen die Aktienkurse. Wenn ein Volk entscheidet, wird den „Euro-Partnern“ geschadet…

DIE DEMOKRATIE, DAS VOLK, IST DER FEIND DER WIRTSCHAFT, DES RECHTES, DES GUTEN LEBENS.

Das ist es, was uns FTD und HB da wirklich sagen: Wir, die Bürger, sollen aufhören, Rechte einzufordern, entscheiden zu wollen. Denn in unserer grenzenlosen Dummheit und Unmündigkeit schaden wir dem „Ganzen“, welches in Wirklichkeit nur eine gewissenlose Clique nach Selbstbereicherung strebender Banker, Politiker und Manager ist.

Wir fassen also zusammen:

  • Die Volksabstimmung nutzt Papandreou, der sich durch sie zumindest die nächsten 6 Monate an der Macht wird halten können.
  • Die Volksabstimmung nutzt der EURO-Diktatur, die ein Argument bekommt,  Griechenland bedingungslos über die nächsten 6 Monate zu finanzieren und die zugleich so tun kann, als ob ihr die Demokratie wichtig wäre.
  • Die Volksabstimmung nutzt weiter der deutschen Zweigstelle der EURO-Diktatur, um die Bürger gegen sich selbst, gegen die Direkte Demokratie, zu mobiliseren (denn die Griechen schaden uns ja, wenn sie für sich selbst Entscheidungen treffen – was dann natürlich selbstredend auch im Umkehrschluss für die Bürger in Deutschland gilt, sollten sie jemals selbst Entscheidungen treffen wollen).

Unsere Lehre aus diesem Allen ist: In den nächsten ca. 6 Monaten werden unwiderrufliche Fakten geschaffen werden, wenn wir Bürger nicht endlich machtvoll unsere Rechte einfordern. Die EURO-Junta geht offensichtlich ins „Endspiel“. Sie wird in den nächsten Monaten versuchen, die rechtlichen Fakten zu schaffen, die die Demokratie in Europa für alle Zukunft aushebeln.

Offen ist eigentlich nur, ob dieser ganze Ablauf von vorneherein geplant war oder ob die Junta tatsächlich unter Druck geraten ist. Unsere Einschätzung dazu ist: Die gesamte Eurokrise war von vorneherein so angelegt, dass sie zwischen den Wahlen in Deutschland und Frankreich abgeschlossen werden sollte. Sprich: Sie soll einige Monate vor der französischen Präsidentschaftswahl in 2012 ein Ende finden. Ein „Ende“, das Sarkozy und Merkel als Erfolg verkaufen können. Deshalb darf Papandreou jetzt sein Referendum ankündigen.

Für uns und alle demokratisch gesinnten Bürger bleibt nur die Folgerung: Wenn wir nicht selbst um unsere Rechte und um unsere Zukunft kämpfen, dann wird es niemand für uns tun! Die Gegner der Demokratie und des Selbstbestimmungsrechts der Bürger sind ebenso gerissen wie moralfrei.

Deshalb: Protest JETZT! Für Direkte Demokratie! Gegen den EURO-Rettungswahnsinn, der uns in die Diktatur führt!

Stuttgart

Kleiner Schloßplatz

Ab 11.00 Uhr

Weitere Infos im Blog und auf Facebook

München

Sendlinger Tor

Ab 11.00 Uhr

Weitere Infos im Blog und auf Facebook

Köln

Heumarkt

Ab 13.30 Uhr (!)

Weitere Infos im Blog und auf Facebook

Wir wollen Bürger sein! Niemals Untertanen!

Info & Kontakt: aktion-direkte-demokratie@email.de.

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Kommentare zu: "Kommentar zur geplanten Volksabstimmung in Griechenland" (3)

  1. NussbAUMER schrieb:

    Ich stehe hinter dem Text zur Abstimmung in Griechenland, obgleich ich manches dieser aktuellen Vorgänge etwas anders interpretieren würde.
    Es ist klar, daß das vorliegend Ausgesagte von der herrschenden Meinung als höchst radikal eingestuft werden würde, aber es führt kein Weg daran vorbei, daß der Ausdruck „Junta“ zu Recht benutzt wird. Was ist die Eurokratie anderes als das? niemand hat sie gewählt, sie hat sich heimlich still und leise von den in den Nationalstaaten Herrschenden inthronisieren lassen, erst ganz klein und bescheiden, jetzt immer massiver im Verbund mit ihren Vasallen die „politische Union“ einfordernd, ohne die es ja „nicht weitergehen kann“.
    Die nationalen Erfüllungsgehilfen verfolgen damit allein persönliche Interessen, denn es winken Belohnungen in Form von Pöstchen, deren Lukrativität die nationalen Jobs wie Waisenkinder dastehen lässt. Es fällt schon lange auf, wie die Propaganda uns bei jeder Gelegenheit weismachen will – und sicher auch dabei erfolgreich ist – daß dieses und jenes nur deshalb passieren konnte, weil die Vereinigten Staaten Europas noch nicht da sind. Beispiele dafür sind Krisen wie zum Beispiel Opel, die Finanzkrise und natürlich die Eurokrise, die ja angeblich eigentlich gar keine Eurokrise, sonder lediglich eine Verschuldungskrise ist.
    Erst wenn diese Globaldiktatur in Europa errichtet ist, ist „Ruhe“, oder sie kann ohne weiteres „geschaffen“ werden. Europa reicht da übrigens inzwischen längst nicht mehr hin, wer weiß, welche Länder schon im Aufnahmevisier sind, die mit Europa überhaupt nichts mehr zu tun haben.
    Hat man früher unangenehme Maßnahmen noch freudig dahinter versteckt, daß die ja von der EU gefordert werden, hat man inzwischen erkannt, daß alles, was eine negative Stimmung bei den Regierten gegen Brüssel hervorrufen könnte, besser zu unterlassen ist, um das Endziel nicht zu gefährden. Bis jetzt ist das prima geglückt, die Deutschen haben bislang alles klaglos hingenommen, ohne überhaupt gefragt worden zu sein, warum soll es dann nicht so weitergehen? Opposition gibt es schon lange nicht mehr in unserem Land, jedenfalls keine parlamentarische: die Parteien haben längst erkannt, daß es sich auch als Nichtregierender gut leben lässt.
    Fakt ist, daß wir jetzt schon über unseren Länder- und Bundesregierungen eine weitere Regierungsebene haben, die möglicherweise jetzt schon so viel kostet, wie alle nationalen Parlamente zusammen und man darf unterstellen, daß das erst der Anfang ist.
    Aber jetzt ist das heerste Ziel, erst einmal den Euro zu retten, was synonym damit ist, ihn mit aller Gewalt aufrecht zu erhalten, auch wenn mindestens die Hälfte der Teilnehmerländer schon längst unter dem Abwertungsdruck schier erstickt ist. Griechenland mußte als erster die Karten auf den Tisch legen, auch das ist nur der Anfang.

    Anton Nussbaumer
    (Unternehmensberater, Dipl.- Kaufm. / -Ing.)

  2. Dass die deutsche Systempresse nicht gerade demokratiefreundlich ist, kann nicht überraschen (vgl. dazu auch meinen heutigen Blog-Eintrag „Papandreous Griechen-Referendum: Deutsche Regierung und Systemmedien sprachlos“ – http://beltwild.blogspot.com/2011/11/papandreous-griechen-referendum.html).

    So fair sollten aber auch wir Gegner des Eurettungswahns sein, dass wir nicht einfach Überschriften über Berichte mit Meinungsäußerungen der Journalisten gleichsetzen, zumal von den beiden obigen Medien das Handelsblatt tendenziell eher gegen die Rettungsschirme ist (die FTD agitiert freilich massiv dafür).
    Dass die Politiker der anderen europäischen Länder irritiert waren, ist nun mal ein Fakt; ebenso, dass die Finanzmärkte heute ziemlich eingebrochen sind.

    Ansonsten jedoch: volle Zustimmung zu Ihrem Blog-Eintrag!

  3. Gert Hein schrieb:

    Als eine gute Aktion finde ich die angesetzten Demos!!!

    Aber hat sich irgend einer von euch mal hingesetzt und Schriftgut aus den Jahren vor 1930 gelesen und versucht, zu begreifen, welchem Einfluß wir wirklich in Europa ausgesetzt sind?

    Auch die Gleichschaltung der Medien und der Parteien in Europa fußen auf dem Prinzip der gegensätzlichen Darstellung, welche im Hintergrund durch nur wenige Personen gesteuert wird. Dies ergibt sich auch bei Betrachtung der rein wirtschaftlichen Zusammenhänge weniger Firmen, welche doch die absoluten Mehrheiten in Großkonzernen weltweit für sich vereinnahmen. Die Abhängigkeiten sind viel zu groß, als das sich durch eine „kleine“ Demo etwas ändern würde!
    Und man soll keinem Politiker oder Manager glauben, der sagt, er wäre überrascht!

    Wie würde es denn aussehen, wenn der Deutsche dem Griechen sagt – ich will dich hier nicht nehr haben – RAUS AUS DEM EURO?
    Nur keine Angst – dieser Schritt zur Volsabstimmung wird sich in vielen Jahren als ein Teil der gesamten Strategie darstellen.

    Die einzigen, die wirklichen Schaden aus einer Pleite (egal wer pleite geht) hinnehmen müssen, sind die Eigner dieser Banken – und die, die es nicht lassen konnten, beim großen Zocken mitzumachen.

    Keiner von uns ist in der Lage einen wirklichen Verlust zu beschreiben. Nicht jetzt und wohl auch nicht in der Zukunft.

    Es ist ein Nullsummenspiel, bei dem zukünftige Werte gegen jetzige Kredite (also noch wertloses Geld oder Schuldverschreibungen) eingetauscht werden sollen.
    Diese Dimensionen haben ihren Ursprung nur auf Computersystemen und werden in Nullen und Einsen dargestellt. Ein echter Wert steht dort nirgends dahinter oder könnte damit verrechnet werden.

    Daß dies auf lange Zeit gesehen nicht funktionieren kann, zeigen uns die jährlichen Insolvenzen vieler Firmen auf der ganzen Welt.

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