Aus der ganzen verwirrenden Nachrichtenlage um den Euro ist uns heute eine Nachricht ins Auge gefallen, die sehr viel darüber aussagt, was noch auf uns zukommen wird, um den Euro “zu retten”.

Auslöser war die Nachricht von Wirtschaftsfacts.de: “Merkel: Keine Tabus mehr in Kampf um den Euro“. Diese Nachricht erschien uns insofern bemerkenswert, als dass sie unsere Meinung bestätigt, dass Merkel, die große Einheitspartei vonCDUbisGrüne sowie die sie tragenden “Eliten” bereit sind, alles zu opfern (Recht, Moral, Demokratie, Menschenleben), um die Euro-Diktatur Wirklichkeit werden zu lassen. Der Schlüssel zum Verständnis dieses Satzes ist das Wort “Tabu”. Tabu ist ein uraltes Wort und bezeichnete etwas Heiliges, vor dem man unbedingten Respekt haben musste. 

Aus Wikipedia: “Tabus sind unhinterfragt, strikt, bedingungslos, … . Dabei bleiben Tabus als Verhaltensregeln unausgesprochen oder werden allenfalls durch indirekte Thematisierung (z. B. Ironie) oder beredtes Schweigen angedeutet: Insofern ist das mit Tabu Belegte jeglicher rationalen Begründung und Kritik entzogen. Gerade auf Grund ihres stillschweigenden Charakters unterscheiden sich Tabus von den ausdrücklichen Verboten mit formalen Strafen aus dem Bereich kodifizierter Gesetze.”

Wenn also Merkel sagt, es gäbe keine Tabus mehr im Kampf um den Euro, dann bedeutet das, dass sie nicht mehr bereit ist, die stillschweigend geltenden Verhaltensregeln der bundesdeutschen Gesellschaft zu respektieren, es gibt für sie, wenn es um den Euro geht, nichts Heiliges, nichts Unberührbares mehr.

Dieser Satz ist so wichtig, dass man ihn wiederholen muss: Merkel ist bereit mit dem stillschweigenden Konsens der Bundesrepublik zu brechen, um den Euro zu retten.

Diese Aussage ist so wichtig, dass wir uns sofort auf die Suche nach der Quelle begeben haben. Leider verzeichnet der Artikel von Wirtschaftsfacts keine Quelle. Auf der Seite der Bundesregierung findet sich eine Pressemitteilung mit den folgenden Sätzen:

“Wir brauchen mehr Europa. ‑ Das wird schlussendlich bedeuten, dass auch mehr Kompetenzen der Kommission gegeben werden.”

Es gibt Integrationsschritte, die Vertragsänderungen erfordern werden ‑ da sind wir heute noch nicht; trotzdem gibt es da keine Denkverbote ‑, und es gibt Möglichkeiten der engeren Kooperation.”

Interessant ist nun, dass die Aussage “keine Denkverbote” inhaltlich fast das gleiche besagt, wie “keine Tabus”, jedoch folgender wesentlicher Unterschied besteht: Beim Bruch eines Tabus weis’ der Betreffende, dass er Unrecht tut, dass er den Konsens der Gesellschaft aufkündigt. Unsere Frage ist nun: Hat Frau Merkel mit Hilfe eines freudschen Versprechers die Wahrheit ausgesprochen? Eine Antwort auf diese Frage können wir mangels eines uns bekannten Mitschnitts der Pressekonferenz leider nicht geben.

Aber auch ohne dieses Element ist die Aussage “da gibt es keine Denkverbote” unfassbar. Frau Merkel ist nicht irgendwer. Sie ist schon gar nicht Professorin und genießt daher auch nicht die Freiheiten der Wissenschaften und der Forschung. Sie ist Bundeskanzlerin. Sie ist die Leiterin der Exekutive der Bundesrepublik Deutschland. Sie ist, um das noch mal ganz klar auf den Punkt zu bringen, im Ernstfall die Oberbefehlshaberin über die Bundeswehr und damit über die legale Ausübung staatlicher Gewalt. Und sie ist auf das Grundgesetz vereidigt.

Als Bundeskanzlerin muss sie Denkverbote nicht nur haben sondern fordern und durchsetzen: Das ist der Schutz der Grundrechte nach Art. 1 bis 2o Grundgesetz, das ist der Erhalt der Menschenrechte, das ist die freiheitlich-demokratische Staatsordnung – und wir alle wissen, dass mit ESM, Fiskalpakt etc. genau in diesen Kernbestand der Demokratie und der Bürgerrechte eingegriffen wird. Wenn also Frau Merkel sagt, dass es keine Denkverbote bezüglich weiterer Integrationsschritte gibt, so stellt sie damit das Grundgesetz zur Disposition und bricht folglich ihren Amtseid.

In einem funktionierenden demokratischen Staatsgebilde müsste jetzt eigentlich die Bundesstaatsanwaltschaft die entsprechenden Schritte zur Amtsenthebung veranlassen.  Der Staat, seine Justiz und Polizei, müssten die Kraft und Disziplin aufbringen, die bestehende Exekutive zu entmachten und eine neue, das Grundgesetz respektierende Exekutive einzusetzen.

Doch selbstredend wird das nicht geschehen.

Es wird an den Bürgern selbst liegen, Demokratie, Rechtssicherheit, Vermögen und sozialen Zusammenhalt zu verteidigen. Merkel und die sie tragenden “Eliten” werden die gegenwärtig wieder hochtreibende Eurokrise nur nutzen, um ihr eigentliches Ziel durchzusetzen: Die Schaffung des Euro-Zentralstaates und damit implizit die Abschaffung von Demokratie und Rechtsstaat.

In diesem Sinne: Auf zu den Demos in München am 2.6., in Berlin am 8.6. und in Karlsruhe am 16.6.!

Erheben wir uns als Bürger und streiten wir friedlich für die Werte der Demokratie und der Menschlichkeit!

Info & Kontakt: aktion-direkte-demokratie@email.de.

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Kommentare zu: "Merkel: Keine Tabus für Euro-Wahnsinn" (4)

  1. EURO schrieb:

    Auch DMN berichtet:

    >Merkel zu Eurobonds, ESM als Bankenretter: „Keine Denkverbote!“<

    http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/06/43223/

  2. EURO schrieb:

    Zum nahenden Endspiel:

    “The End Game: 2012 And 2013 Will Usher In The End” – The Scariest Presentation Ever?

    http://www.zerohedge.com/news/big-reset-2012-and-2013-will-usher-end-scariest-presentation-ever

  3. EURO schrieb:

    Peter Boehringer “Wollt ihr den totalen EUro? (II)” vom 01.06.2012:

    http://www.goldseitenblog.com/peter_boehringer/index.php/2012/06/01/wollt-ihr-den-totalen-euro-ii#more504

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